Der Mythos vom Trainereffekt

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Auf der Suche nach dem Trainereffekt

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Letzte Spiele unter Polster Erste Spiele unter Lederer
<span style=\'color: #008000;\'>S (2:0 vs. Seekirchen/a, Cup) U (1:1 vs. Sturm/h)
<span style=\'color: #ff0000;\'>N (0:2 vs. Austria/a) <span style=\'color: #008000;\'>S (2:0 vs. Rapid/h)
<span style=\'color: #ff0000;\'>N (1:2 vs. Wacker/h) <span style=\'color: #ff0000;\'>N (0:1 vs. Salzburg/a)
<span style=\'color: #ff0000;\'>N (1:7 vs. Grödig/a) <span style=\'color: #ff0000;\'>N (1:4 vs. Ried/h)

Das Fußballgeschäfft ist ein schnelllebiges. Die ersten, die das zu spüren bekommen, sind die Trainer.

Schließlich ist es viel leichter eine Person auf der Bank auszutauschen, als einen gesamten Kader. Es gibt auch keine eigenen Transferperioden, die den möglichen Wechselzeitraum von Coaches einschränken würden.

Aktuellstes Beispiel ist der ehemalige WAC-Coach Slobodan Grubor, der nach einem schwachen Saisonstart in der Länderspielpause durch Dietmar Kühbauer ersetzt wurde.

Die Gründe für einen Wechsel an der Seitenlinie sind ebenso vielfältig wie die daraus entstehenden Resultate.

LAOLA1 hat sich die Trainerwechsel der Bundesliga ab 2010/11, die während einer laufenden Saison stattfanden, angesehen und sich auf die Suche nach dem Trainereffekt begeben:

 

Lederer löst Polster ab (Admira, 10.8.2013)

Letzte Spiele unter Hyballa Erste Spiele unter Schopp
<span style=\'color: #008000;\'>S (3:2 vs. Wacker/h) <span style=\'color: #ff0000;\'>N (0:3 vs. WAC/a)
<span style=\'color: #ff0000;\'>N (0:1 vs. Neustadt/a) <span style=\'color: #ff0000;\'>N (1:3 vs. Rapid/h)
<span style=\'color: #ff0000;\'>N (0:3 vs. Salzburg/a) <span style=\'color: #ff0000;\'>N (0:3 vs. Admira/a)
U (1:1 vs. Austria/h) <span style=\'color: #008000;\'>S (3:1 vs. Ried/h)
U (2:2 vs. Mattersburg/h) <span style=\'color: #ff0000;\'>N (1:2 vs. Wacker/a)

Fazit: Es ist schwer, die Arbeit von Toni Polster seriös zu beurteilen. In den drei Bundesliga-Spielen unter seiner Ägide machte die Admira jedenfalls keine gute Figur. Mit Oliver Lederer übernahm, wohl auch aus finanziellen Gründen, der bisherige Co-Trainer die Mannschaft. Eine Handschrift war schnell erkennbar, auch die Resultate besserten sich. Aufgrund fehlender A-Lizenz ist der 35-Jährige aber wahrscheinlich ein Trainer mit Ablaufdatum.

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Schopp löst Hyballa ab (Sturm, 22.4.2013)

Letzte Spiele unter Schöttel Erste Spiele unter Barisic
U (1:1 vs. Admira/h) U (2:2 vs. Austria/a)
<span style=\'color: #ff0000;\'>N (2:3 vs. Ried/a) <span style=\'color: #ff0000;\'>N (1:3 vs. Salzburg/h)
U (1:1 vs. Wacker/a) <span style=\'color: #008000;\'>S (3:1 vs. Sturm/a)
<span style=\'color: #008000;\'>S (2:0 vs. Wr.Neustadt/h) U (0:0 vs. WAC/h)
<span style=\'color: #ff0000;\'>N (0:1 vs. Pasching/h, Cup) <span style=\'color: #ff0000;\'>N (0:2 vs. Mattersburg/a)

Schopps Sturm zitterte sich nach Europa

Fazit: Nur wenige sprachen Peter Hyballa das takitsche Know-How ab, allerdings waren große Teile des Sturm-Umfeldes mit seinem Führungsstil unzufrieden. Als im Frühjahr die Ergebnisse nicht passten, entließ man den Deutschen. Doch auch nach dem Wechsel zu Markus Schopp wurde die Lage nicht besser. Im Gegenteil. Die völlig verunsicherte Mannschaft holte nur drei Punkte aus den letzten sechs Partien und zitterte sich mit viel Glück ins internationale Geschäft.

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Barisic löst Schöttel ab (Rapid, 17.4.2013)

Letzte Spiele unter Fuchsbichler Erste Spiele unter Angerschmid/Schweitzer
<span style=\'color: #008000;\'>S (5:2 vs. WAC/a) <span style=\'color: #008000;\'>S (6:1 vs. Mattersburg/h)
<span style=\'color: #ff0000;\'>N (0:1 vs. Wacker/a) <span style=\'color: #ff0000;\'>N (1:3 vs. Sturm/a)
<span style=\'color: #008000;\'>S (3:1 vs. Wr.Neustadt/h) <span style=\'color: #008000;\'>S (3:1 vs. Salzburg/h)
<span style=\'color: #008000;\'>S (1:0 vs. Wr.Viktoria/a, Cup) <span style=\'color: #ff0000;\'>N (3:4 vs. Rapid/a)
<span style=\'color: #ff0000;\'>N (1:6 vs. Austria/h) <span style=\'color: #008000;\'>S (3:0 vs. Admira/a)

Fazit: Peter Schöttel überlebte neun sieglose Bundesliga-Spiele als Rapid-Coach, ein peinliches Cup-Aus gegen Pasching wurde ihm schließlich zum Verhängnis. Zoran Barisic verpasste der Mannschaft kein komplett neues Gesicht, drehte aber an ein paar Schrauben: Das frühere Attackieren und das Einbauen weiterer Jugendspieler brachten aber nur langsam bessere Ergebnisse.
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Angerschmid/Schweitzer lösen Fuchsbichler ab (Ried, 6.11.2012)

Letzte Spiele unter Kogler Erste Spiele unter Kirchler
<span style=\'color: #ff0000;\'>N (0:3 vs. Sturm/a) <span style=\'color: #008000;\'>S (1:0 vs. Ried/h)
<span style=\'color: #ff0000;\'>N (0:1 vs. WAC/a) <span style=\'color: #008000;\'>S (2:1 vs. Mattersburg/a)
<span style=\'color: #008000;\'>S (5:1 n.V. vs. Sollenau/a, Cup) <span style=\'color: #008000;\'>S (2:1 vs. Sturm/a, Cup)
<span style=\'color: #ff0000;\'>N (0:2 vs. Rapid/h) <span style=\'color: #008000;\'>S (1:0 vs. Wr.Neustadt/a)
<span style=\'color: #ff0000;\'>N (1:4 vs. Admira/a) <span style=\'color: #ff0000;\'>N (0:3 vs. Austria/h)

Fazit: Sportlich gesehen stand die SV Ried unter Heinz Fuchsbichler nicht so schlecht da. Für Sportdirektor Stefan Reiter war aber "keine spielerische Weiterentwicklung" erkennbar. Fuchsbichler experimentierte viel mit dem System herum und harmonierte scheinbar nicht so gut mit Co Gerhard Schweitzer wie sein Vorgänger Paul Gludovatz, oder auch sein Nachfolger Michael Angerschmid. Für die Innviertler scheint sich das langfristige Denken wieder einmal ausgezahlt zu haben.

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Kirchler löst Kogler ab (Wacker, 10.10.2012)

Letzte Spiele unter Foda Erste Spiele unter Kristl
<span style=\'color: #008000;\'>S (1:0 vs. Wacker/h) U (2:2 vs. Salzburg/h)
U (1:1 vs. Austria/a) U (1:1 vs. Rapid/a)
U (0:0 vs. Ried/h) <span style=\'color: #008000;\'>S (2:1 vs. Kapfenberg/h)
<span style=\'color: #008000;\'>S (2:0 vs. Mattersburg/a) U (0:0 vs. Wr.Neustadt/a)
<span style=\'color: #ff0000;\'>N (2:4 n.V. vs. Hartberg/h, Cup) <span style=\'color: #ff0000;\'>N (0:3 vs. Admira/h)

Kirchler und die Referees - eine eigene Story

Fazit: Nach zehn Niederlagen in den ersten elf Runden zog der FC Wacker die Reißleine und entließ Walter Kogler, Roland Kirchler folgte ihm nach. Die Tiroler Ikone hauchte dem Team neues Leben ein, machte aus dem 4-1-4-1 ein 4-2-3-1 und versuchte so der Defensive mehr Stabilität zu verleihen. Mit vier Pflichtspielsiegen in Folge erwischte Kirchler einen Traumstart. Was folgte, waren mehrere Aufs und Abs und der dramatische Klassenerhalt am letzten Spieltag.

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Kristl löst Foda ab (Sturm, 12.4.2012)

<span id=\'tinymce\' class=\'mceContentBody \' dir=\'ltr\'>Letzte Spiele unter Gludovatz Erste Spiele unter Schweitzer
<span style=\'color: #ff0000;\'>N (1:4 vs. Mattersburg/a) <span style=\'color: #008000;\'>S (2:1 vs. Admira/h)
<span style=\'color: #ff0000;\'>N (0:1 vs. RB Salzburg/h) U (1:1 vs. Wr. Neustadt/a)
<span style=\'color: #ff0000;\'>N (0:1 vs. Rapid/a) U (0:0 vs. Sturm/a)
<span style=\'color: #008000;\'>S (3:0 vs. Kapfenberg/h) <span style=\'color: #ff0000;\'>N (0:1 vs. Austria/h)
U (0:0 vs. Wacker/a) <span style=\'color: #008000;\'>S (3:2 vs. Grödig/a, Cup)
Letzte Spiele unter Daxbacher Erste Spiele unter Vastic
<span style=\'color: #ff0000;\'>N (1:4 vs. M. Kharkiv/a, EL) <span style=\'color: #008000;\'>S (2:0 vs. Ried/h)
U (0:0 vs. Mattersburg/h) U (0:0 vs. Rapid/a)
<span style=\'color: #ff0000;\'>N (1:5 vs. Sturm/a) <span style=\'color: #ff0000;\'>N (0:1 vs. Kapfenberg/h)
<span style=\'color: #008000;\'>S (2:0 vs. Malmö/h, EL) <span style=\'color: #008000;\'>S (1:0 vs. Wacker/a)
<span style=\'color: #ff0000;\'>N (0:3 vs. RB Salzburg/a) <span style=\'color: #008000;\'>S (2:1 vs. Admira/h)

Fazit: Nach dem Cup-Aus gegen Hartberg musste Franco Foda schon Mitte April seinen Hut nehmen. Für den damals neuen sportlichen Geschäftsführer Paul Gludovatz eine "überfällige Aktion", da der Abschied des Deutschen zu Saisonende schon im Winter feststand. Thomas Kristl trat die Nachfolge an. Fodas Co-Trainer und Landsmann war von Anfang an als Interimslösung gedacht und verpasste nach einem mäßigen Finish die internationalen Plätze.
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Schweitzer löst Gludovatz ab (Ried, 19.3.2012)

Letzte Spiele unter Gregoritsch Erste Spiele unter von Heesen
U (0:0 vs. Admira/h) <span style=\'color: #ff0000;\'>N (0:6 vs. Salzburg/a) unter Manfred Unger
<span style=\'color: #ff0000;\'>N (0:2 vs. Wr. Neutstadt/a) U (0:0 vs. Rapid /h)
U (2:2 vs. Austria/h) <span style=\'color: #ff0000;\'>N (0:2 vs. Mattersburg/a)
<span style=\'color: #ff0000;\'>N (0:1 vs. Sturm/a) <span style=\'color: #ff0000;\'>N (0:1 vs. Wacker/h)
<span style=\'color: #ff0000;\'>N (1:3 vs. Ried/h) <span style=\'color: #008000;\'>S (1:0 vs. Austria/a)

Fazit: Dramatisch verbessert haben sich die Ergebnisse nach dem Wechsel zu Gerhard Schweitzer nicht. Nach über dreieinhalb Jahren in Ried hatte sich Paul Gludovatz aber wohl auch schon etwas abgenutzt. Immerhin war der Burgenländer damit längstdienender Trainer der Spielvereinigung, seit Jahrhundertcoach Klaus Roitinger, der die "Wikinger" zwischen 1988 und 1999 fast elf Jahre lang betreute. Bei Gludovatz' Abgang lag Ried an fünfter Stelle, am Ende belegte man Platz sechs.
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Vastic löst Daxbacher ab (Austria, 21.12.2011)

Letzte Spiele unter Pacult Erste Spiele unter Barisic
<span style=\'color: #ff0000;\'><span style=\'color: #008000;\'>S (2:0 vs. Ried/h) <span style=\'color: #008000;\'>S (3:0 vs. Wacker/a)
<span style=\'color: #008000;\'>S (1:0 vs. Austria/a) <span style=\'color: #008000;\'>S (2:0 vs. Mattersburg/h, Cup)
U (0:0 vs. LASK/h) <span style=\'color: #008000;\'>S (4:1 vs. Wr. Neustadt/h)
U (3:3 vs. Sturm/a) <span style=\'color: #ff0000;\'>N  (1:2 vs. RB Salzburg/h)
<span style=\'color: #ff0000;\'>N (0:2 vs. Sturm/h) <span style=\'color: #ff0000;\'>N (1:2 vs. Ried/a, Cup)

Vastic: Als Spieler top, als Trainer ein Flop

Fazit: Viele wussten nicht so recht, warum die Austria sich in der Winterpause von Karl Daxbacher trennte und den unerfahrenen Ivica Vastic ins kalte Wasser warf. Die Deutlichkeit der Niederlagen gegen Sturm und Salzburg dürfte wohl den Ausschlag gegeben haben. Das violette Experimtent Vastic darf aber getrost als gescheitert bezeichnet werden. Durchwachsene sportliche Leistungen und eine mangelhafte Außendarstellung lieferte der Ex-Teamspieler ab, ehe er nach Saisonende bereits wieder durch Peter Stöger ersetzt wurde. Tabellarisch brachte der Trainerwechsel jedenfalls nichts: Vastic schloss letztlich auf Platz vier ab, auf jenem Rang, auf dem Daxbacher gefeuert wurde.
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Von Heesen löst Gregoritsch ab (Kapfenberg, 29.11.2011)

Letzte Spiele unter Stevens Erste Spiele unter Moniz
<span style=\'color: #008000;\'>S (1:0 vs. Kapfenberg/a) <span style=\'color: #ff0000;\'>N (0:1 vs. LASK/h)
<span style=\'color: #008000;\'>S (2:0 vs. Mattersburg/h) <span style=\'color: #008000;\'>S (3:0 vs. Sturm/a)
U (2:2 vs. Ried/a) <span style=\'color: #ff0000;\'>N (2:3 vs. Wacker/h)
U (1:1 vs. Austria/h) <span style=\'color: #008000;\'>S (2:1 vs. Rapid/a)
U (1:1 vs. LASK/a) <span style=\'color: #008000;\'>S (4:0 vs. Wr. Neustadt/h)

Fazit: Außer Spesen nichts gewesen, darunter darf man das Engagement von Thomas von Heesen verbuchen. Nachdem Interimstrainer Manfred Unger in Spiel eins nach Werner Gregoritsch ein herbes Debakel einfuhr, übernahm der erfahrene Ex-HSV-Spieler. Die Ergebnisse besserten sich allerdings nicht. Zwar gelang im fünften Spiel unter seiner Führung ein vielumjubelter Sieg bei der Austria, danach war aber Flaute angesagt. In den verbleibenden 14 Partien wanderten nur noch zehn Zähler auf das Konto der "Falken". Am Ende stieg der KSV mit ebensovielen Punkten Rückstand auf Platz neun ab.
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Barisic löst Pacult ab (Rapid, 11.4.2011)

Letzte Spiele von Zellhofer Erste Spiele unter Schachner
<span style=\'color: #ff0000;\'>N (0:5 vs. Sturm/a) <span style=\'color: #ff0000;\'>N (2:3 vs. Wr Neutstadt/h)
U (2:2 vs. Kapfenberg/a) U (1:1 vs. Sturm/a)
<span style=\'color: #ff0000;\'>N (0:1 vs. Mattersburg/h) <span style=\'color: #ff0000;\'>N (0:1 vs. Wacker/h)
<span style=\'color: #ff0000;\'>N (0:2 vs. Ried/a) U (0:0 vs. Rapid/a)
<span style=\'color: #ff0000;\'>N (0:4 vs. Austria/h) U (1:1 vs. RB Salzburg/h)

Pacults unrühmlicher Abschied von Rapid

Fazit: Ob es nun der "massive Vertrauensbruch" war, der Peter Pacult von der grün-weißen Vereinsführung wegen eines Treffens mit Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz vorgeworfen wurde oder ob es sich dabei nur um einen willkommenen Vorwand handelte - sportlich war die Entlassung des einstigen Meistertrainers nachvollziehbar. Immerhin sahen die Hütteldorfer die Qualifikation für das internationale Geschäft gefährdet. Barisic übernahm für die restlichen acht Spiele, kam allerdings - abgesehen von einem kurzen Ausflug auf Platz drei - auch nicht vom fünften Tabellenrang weg. Das Minimalziel Europacup blieb auch unter ihm unerreicht.
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Moniz löst Stevens ab (Salzburg, 8.4.2011)

Letzte Spiele unter  Kraft Erste Spiele unter Zellhofer
<span style=\'color: #008000;\'>S (2:1 vs. Wr. Neustadt/h) U (0:0 vs. Wacker/h)
<span style=\'color: #ff0000;\'>N (1:4 vs. Austria/a) <span style=\'color: #ff0000;\'>N (0:5 vs. Rapid/a)
<span style=\'color: #ff0000;\'>N (0:3 vs. Ried/h) <span style=\'color: #ff0000;\'>N (1:2 vs. Salzburg/h)
<span style=\'color: #ff0000;\'>N (1:4 vs. Kapfenberg/a) <span style=\'color: #ff0000;\'>N (0:5 vs. Sturm/a)
<span style=\'color: #ff0000;\'>N (0:1 vs. Ried/h, Cup) U (2:2 vs. Kapfenberg/a)

Fazit: Vielmehr als seine sperrige Art, wurde dem Niederländer in der Festspielstadt seine enorm defensive Spielweise zum Verhängnis. Gepaart mit einer enttäuschenden Europacup-Saison und einem peinlichen Aus im Cup gegen BW Linz sowie nur Platz drei in der Liga, lief das Fass irgendwann über. Die Trennung von Stevens leitete in Salzburg einen Philosophiewechsel ein. Die Zeit der großen Namen auf der Bullen-Trainerbank endete mit der Ära des Niederländers. Sein Landsmann Ricardo Moniz übernahm das Kommando und führte RBS nach durchwachsenem Beginn noch auf Rang zwei. Ein Jahr später durfte sich Moniz als Double-Trainer feiern lassen.
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Schachner löst Zellhofer ab (LASK, 1.3.2011)

Auch für Schachner eine Mission Impossible

Fazit: Ob diesen LASK in der Horrorsaison 2010/11 überhaupt irgendein Trainer hätte retten können, darf zumindest bezweifelt werden. Gleich drei erfahrene Coaches durften sich als Übungsleiter des de facto nicht bundesligareifen Kaders versuchen. Georg Zellhofer schaffte es nicht, die Linzer vom Abstiegsplatz wegzuführen und musste bereits nach acht Spielen seinen Sessel wieder räumen. Unter Walter Schachner keimte noch einmal etwas Hoffnung auf. Ausgerechnet gegen Sturm, Rapid und Salzburg gelangen Remis. Eine Woche später gewann der LASK gar in der Mozartstadt. Der dritte Saisonsieg blieb aber der letzte, auch unter Schachner war Tabellenplatz neun unerreichbar. Am Ende stiegen die Linzer mit nur 19 Punkten und 12 Zählern Rückstand auf das rettende Ufer ab.
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Zellhofer löst Kraft ab (LASK, 10.11.2010)

Fazit: Rückblickend ist man bekanntlich ja immer gescheiter. Statistisch lief es in dieser Spielzeit des LASK unter Helmut Kraft aber noch am besten. Der Tiroler steckte mit den Linzern von Beginn an im Abstiegskampf, über einen solchen hätten sich die Linzer aber wohl mit Fortdauer der Saison gefreut. Nach Krafts Entlassung verließ der LASK nie mehr den zehnten Tabellenplatz und riss immer mehr Rückstand auf die Konkurrenz auf.


GESAMTFAZIT: Sieht man sich die Wechsel der letzten Spielzeiten an, gibt es so etwas wie einen Trainereffekt nicht wirklich. Deutliche, kurzfristige Ergebnisverbesserungen traten nur sehr selten (z.B.: als Roland Kirchler bei Wacker Walter Kogler ersetzte) ein. Vor allem "Feuerwehrmänner" oder Trainer, bei denen es im vornhinein klar war, dass sie nur interimistisch tätig sein werden, brachten ihre jeweiligen Teams (auch) resultatstechnisch nicht weiter.

Auf Dauer am besten haben sich ohnehin Wechsel erwiesen, die nicht aus einer sportlichen Notsituation heraus entstanden sind. Michael Angerschmid oder Ricardo Moniz wären da zu nennen. Dass Letzterer nach gut einem Jahr wieder seinen Stuhl räumte und bei Red Bull ein neuerlicher Kurswechsel einsetzte, ist eine gänzlich andere Geschichte.

 

Christoph Kristandl/Máté Esterházy

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