So spannend ist die Bundesliga

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Angesichts der bisherigen Saison reiben sich die Wettanbieter wohl die Hände.

Die Anzahl der Unentschieden in der Bundesliga nimmt nämlich inflationäre Züge an.

Schon 28 Unentschieden

28 Mal trennten sich die Mannschaften 2011/12 bisher mit einem Remis. Lediglich in der zehnten Runde wurde in jedem Duell ein Sieger gefunden.

In die Liga ist Brüderlichkeit eingekehrt. Zumindest hat es den Anschein. Wenngleich sich SVM-Coach Franz Lederer sicher ist: „Es spielt keiner absichtlich auf Unentschieden, das ist klar.“

Nichtsdestoweniger ist die Zahl der Unentschieden höher, als in jeder anderen Saison seit der Jahrtausend-Wende.

„Es ist nicht erklärbar“, meint der Mattersburg-Trainer, ist aber der Meinung, dass die Liga ausgeglichener ist, als in den vergangenen Jahren.

Geringer Abstand

Der Vergleich zeigt: Er hat Recht. Lediglich zehn Punkte beträgt der Abstand von Tabellenführer Admira zum Achten aus Wr. Neustadt.

Nur 2000/01 ging es noch knapper zu – damals lagen die Bregenzer als Achtplatzierter nur neun Punkte hinter Spitzenreiter Rapid.

"Qualität der Liga sehr hoch"

„Der geringe Abstand sagt aus, dass die Qualität der Liga sehr hoch ist“, findet Salzburg-Coach Ricardo Moniz.

Er streicht das Niveau der Liga hervor: „Ich sage es auch meinen Neuzugängen immer wieder: Unterschätzt mir die österreichische Bundesliga nicht! Es ist nicht einfach, in Österreich zu spielen.“

„Du musst physisch auf einem Top-Niveau sein. Gegen keine Mannschaft bekommst du etwas geschenkt. Das habe ich auch schon vergangenes Frühjahr gemerkt. Es sind hart verdiente Punkte“, so Moniz weiter.

LAOLA1 nennt ein paar Beispiele, um die Spannung in der Liga zu belegen:

  • Salzburg hat an den vergangenen sieben Spieltagen läppische zwei Punkte geholt und ist immer noch Fünfter.
  • „Wenn Meister Sturm mehr Tore bekommt als Mattersburg, sagt das einiges“, so Lederer. Tatsächlich haben sich die Steirer mit 24 Gegentreffern bereits einen mehr eingefangen, als die Burgenländer.
  • Die Austria war von der elften bis inklusive der 14. Runde sieglos, konnte ihren zweiten Platz dennoch erfolgreich verteidigen.
  • Titelverteidiger SK Sturm hat auswärts noch nicht gewonnen und erst drei Zähler gesammelt. Dennoch ist ein europäischer Startplatz nur vier Punkte entfernt.
  • Die Admira konnte in nur einem der vergangenen fünf Spielen einen vollen Erfolg feiern und führt die Tabelle weiterhin an.

Klar ist: In dieser Bundesliga kann bis Mitte Mai noch alles passieren, Überraschungen sind vorprogrammiert.

„Für die Meisterschaft an sich ist es interessant. Das macht jede Partie noch spannender“, weiß Lederer.

Harald Prantl

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