LAOLA1 blickt auf die Saison des WAC zurück

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Es ist an der Zeit, Bilanz zu ziehen.

LAOLA1 blickt auf die Saison des Wolfsberger AC zurück: Feedback für jeden eingesetzten Spieler, die Punkteausbeute gegen alle Gegner, ein Fazit dieser und ein Ausblick auf die kommende Spielzeit.

Plus: Wähle das Tor der Saison der "Wölfe"!

DAS SPIELER-ZEUGNIS


Manuel Kerhe (36 Spiele/6 Tore/11 Assists): Schon letztes Jahr bei den absoluten Dauerbrennern dabei, diese Saison sogar top. Spulte wieder viele Kilometer auf der Außenbahn ab. Nach dem Abgang von Liendl mit fünf Toren und elf Assists bester Scorer.

Dario Baldauf (35/2/4): Ein absoluter Fixpunkt links in der Viererkette. Erledigte seine Defensivaufgaben meist zuverlässig und bestach wie schon in der Vergangenheit durch seine Kopfballstärke in der Offensive. Zwei Treffer und vier Assists sprechen eine deutliche Sprache.

Michael Sollbauer (34/0/1): Kapitän und Abwehr-Bollwerk in einer Person. Die Innenverteidigung muss sich allerdings 63 Gegentreffer anrechnen lassen. Machte sich auch diese Saison für andere Klubs interessant, verlängerte beim WAC aber bis 2016.

Christian Dobnik (31/0/0): Keine herausragende Saison, da man von Wolfsbergs Nummer eins noch Besseres gewöhnt ist. Mit 69,2 Prozent gehaltenen Torschüssen wie der WAC im hinteren Mittelfeld zu finden.

Joachim Standfest (29/2/8): Erlebte seinen x-ten Frühling rechts in der Viererkette. Wurde von der Notlösung zum absoluten Leistungsträger, steuerte acht Assists und zwei Tore bei. Stellte seine Qualitäten ein weiteres Mal unter Beweis - nur halt bei einem anderen Verein.

Christian Falk (28/4/1): 28 Einsätze verbergen, dass es der ehemalige Erste-Liga-Torschützenkönig in den letzten zwei Jahren nie zum Stammspieler schaffte. Insgesamt wurde er 16 Mal ein- und sechs Mal ausgewechselt. Vier Tore sind ebenfalls eine magere Ausbeute.

Sandro Gotal (25/3/5): Der in der vergangenen Saison an Horn verliehene Rückkehrer belebte das Offensivspiel der Kärntner. 25 Einätze, drei Tore und fünf Assists in der ersten vollen Bundesliga-Saion können sich sehen lassen.

Nemanja Rnic (24/1/1): Der Last-Minute-Neuzugang des vergangenen Sommers etablierte sich von Tag eins im Lavanttal an als Stammspieler. Solider Rückhalt, der dem WAC mehr Stabilität verlieh.

Boris Hüttenbrenner (24/1/0): Der Defensivspieler meisterte vergangenes Jahr die Hürde von der Regionalliga zurück in die Bundesliga und setzte diesen Weg fort. Robust im Zweikampf und immer zur Stelle, wenn er gebraucht wird.

Michele Polverino (23/0/0): Der Liechtensteiner spielte in dieser Saison bei weitem nicht mehr jene Rolle, die er in der Vergangenheit eingenommen hatte. Nicht mehr so souverän, nicht mehr unverzichtbar. Folgt nun dem Ruf des FC Vaduz.

Roland Putsche (22/0/1): Der 23-Jährige trieb seine Entwicklung auch in dieser Saison voran und erledigte seinen Job im defensiven Mittelfeld zufriedenstellend. Wurde mit Vertragsverlängerung bis 2016 belohnt.

Michael Liendl (21/11/5): Ein überragender Herbst! Schloss dort an, wo er letzte Saison aufgehört hatte und stellte einmal mehr seine Leader-Qualitäten unter Beweis. Erwies sich nach seinem Winter-Transfer auch für den deutschen Zweitligisten Fortuna Düsseldorf als Volltreffer.

Jacobo Ynclan (20/3/0): Blieb auch aufgrund langwierigen Verletzungspechs unter den Erwartungen. Dem Spanier war klar anzusehen, wann er Lust hatte, seine Qualitäten unter Beweis zu stellen und wann nicht.

Gernot Suppan (19/0/1): Weit mehr Einsätze als in der Vorsaison, aber trotzdem nur zweite Wahl hinter Baldauf oder wo er gebraucht wird. Sieben Ein- und fünf Auswechslungen belegen das. Den einen Assist kann ihm keiner nehmen.

David de Paula (19/0/1): Wenn man es vom WAC zum österreichischen Meister Austria schafft, kann das durchaus als Aufstieg bezeichnet werden. Wurde bei den Kärntnern aber meist defensiver eingesetzt als danach bei den Wienern. Braver Arbeiter im Mittelfeld.

Daniel Segovia (18/0/0): Trainer Dietmar Kühbauer und der Spanier passen nicht zusammen - das merkte man schon bei der Admira. Auch beim WAC ist Segovia alles andere als erste Wahl. Mit 14 Einwechslungen nur "Joker", noch dazu ohne einen einzigen Treffer.

Mihret Topcagic (16/5/3): Explodierte schon in der Vorsaison und legte im durchwachsenen Herbst mit fünf Treffern nach. Nahm im Frühjahr jedoch Reißaus und verdient sich nun seine Sporen bei Shakther Karagandy.

Peter Zulj (13/2/3): War eine der positiven Überraschungen bei den Kärntnern. Kam von Hartberg, gehörte noch Rapid und schlug beim WAC mit zwei Toren und drei Assists ein. Gefährlich bei ruhenden Bällen und Schüssen aus der Distanz.

Silvio (12/3/0): Wurde bei Union Berlin nicht glücklich, nützte aber seine Chance beim WAC - wenn er spielte. Blühte nach Rotsperre mit drei Toren in einem Spiel auf, traf dann allerdings nicht mehr. Hat noch Luft nach oben.

Stefan Schwendinger (12/0/0): Gilt mit seinen 19 Jahren als großes Talent der Wolfsberger, das in der Rückrunde immerhin zwölf Mal die Chance bekam, sich zu zeigen. Stellte gute Anlagen unter Beweis und lieferte Talentprobe im defensiven Mittelfeld ab.

Rene Seebacher (11/3/0): Mittelfeldspieler war seit Sommer vereinslos, bekam aber bei den Kärntnern eine zweite Chance, die er nutzen konnte. Kam zwar nicht über Jokerrolle hinaus, markierte jedoch drei Treffer. Zudem wurde die Option auf ein weiteres Jahr gezogen.

Danijel Micic (7/1/0): Der 25-Jährige blickt nach seiner Verpflichtung vom Kapfenberger SV auf Seuchensaison zurück. Eine Seitenband-Verletzung und ein Jochbeinbruch ließen insgesamt nur sieben Saison-Einsätze zu.

Nenad Jovanovic (7/0/0): Eigentlich in der Vergangenheit ein Fixstarter in der Innenverteidigung. Verlor aber seinen Platz und wurde daraufhin abgesägt. Hat keine Zukunft mehr beim WAC.

Alexander Kofler (6/0/0): Der Ersatzkeeper sprang ein, wenn Dobnik verhindert war und erledigte seinen Job ohne negative Höhepunkte. Zehn Gegentore in sechs Einsätzen sprechen jedoch für die Anfälligkeit des WAC in dieser Saison.

Martin Salentinig (5/0/0): Nur schnuppern, mehr nicht. Der 21-jährige Außenverteidiger wurde fünf Mal eingewechselt und sammelte insgesamt lediglich 63 Spielminuten.

Daniel Dunst (2/0/0): Kam von Austria Lustenau, durfte allerdings nur in zwei Spielen als Notnagel herhalten. Im Winter wurde der Vertrag in beiderseitigem Einverständnis aufgelöst, nachdem er nur mehr in der Regionalliga zum Einsatz kam.

Jose Antonio Solano (1/0/0): Mit Knieproblemen in die Saison gestartet und bis auf einen Einsatz in der Bundesliga nicht mehr auf die Beine gekommen. Brachte es auf 14 Einsätze für die zweite Mannschaft.


FAZIT UND KADERPERSPEKTIVE: Die zweite Saison im Oberhaus ist bekantlich die schwierigste, wurde vom WAC aber mit Höhen und Tiefen gemeistert. Auch kadertechnisch gab es die eine oder andere Veränderung. Für die neue Saison bahnt sich ein großer Umbruch an, denn die Kärntner investieren in neue Spieler. Mit Manuel Weber (Sturm Graz), Manuel Seidl (SV Mattersburg), Christopher Wernitznig (FC Wacker Innsbruck) und Tadej Trdina (SV Grödig) stehen bereits vier Neuzugänge fest. Und die Wunschliste ist gespickt mit namhaften Profis, die den WAC verstärken könnten. Spielerische Qualität ist ohnedies vorhanden. In seiner ersten vollen Saison als WAC-Coach liegt es an Trainer Dietmar Kühbauer, das volle Potenzial auszuschöpfen.


*) Anmerkung: Die Pfeile symbolisieren, ob die Saison für einen Spieler nach Kritierien wie Leistung, Einsatzzeit und Standing innerhalb eines Vereins ein Fort- oder Rückschritt war, oder ob er sein Level gehalten hat.

SO VIELE PUNKTE HOLTE DER WAC GEGEN...

 

RED BULL SALZBURG

Punkte:



 

SK RAPID

Punkte:




SV GRÖDIG

Punkte:




AUSTRIA WIEN

Punkte:




STURM GRAZ

Punkte:




SV RIED

Punkte:



SC WIENER NEUSTADT

Punkte:



ADMIRA

Punkte:


 

 

FC WACKER INNSBRUCK

Punkte:




LAOLA1-BILANZ

Im letzten Jahr hat man um Haaresbreite die Europa-League-Quali verpasst. Mit einer Wiederholung konnte nicht gerechnet werden, schließlich ging es den Wolfsbergern in ihrer zweiten Bundesliga-Saison vor allem darum, sich zu etablieren. Mit Rang sieben können die Kärntner nach einer durchwachsenen Saison somit zufrieden sein. Nach dem Abgang von Nenad Bjelica und dem missglückten Experiment mit Slobodan Grubor war guter Rat teuer. Mit Dietmar Kühbauer fand man jedoch den richtigen Mann, um das Schiff wieder auf Kurs zu bringen. Zudem muss man bedenken, dass die Kärntner in der Winterpause mit dem absoluten Führungsspieler Michael Liendl und Top-Torschütze Mihret Topcagic einen ziemlichen Aderlass hinnehmen mussten. Auch der Überraschungsmoment aus der Vorsaison war früh verflogen. Alles in allem eine Saison mit schwachem Saisonstart und -ende. Der Anfangszeit von Kühbauer ist es zu verdanken, dass die Wolfsberger in dieser Saison nichts mit dem Abstieg zu tun hatten. Aufgrund der intensiven Transferbemühungen scheinen die Verantwortlichen die Baustellen erkannt zu haben und wappnen sich für die kommende Saison. Den Wolfsbergern ist durchaus zuzutrauen, in der kommenden Saison wieder einen bleibenderen Eindruck zu hinterlassen.

 

Alexander Karper

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