LAOLA1 blickt auf Rieds Saison zurück

Aufmacherbild

Es ist an der Zeit, Bilanz zu ziehen.

LAOLA1 blickt auf die Saison der SV Ried zurück: Feedback für jeden eingesetzten Spieler, die Punkteausbeute gegen alle Gegner, ein Fazit dieser und ein Ausblick auf die kommende Spielzeit.

Plus: Wähle das Tor der Saison der Oberösterreicher!

DAS SPIELER-ZEUGNIS


Thomas Gebauer (35 Spiele/0 Tore/0 Assists): Aus dem Deutschen wurde diese Saison ein Österreicher. Spielte seine Saison trocken herunter, der unangefochtene Nummer-1-Keeper und Kapitän. 

Marco Meilinger (35/6/13): Rieder Star dieser Saison! Bewarb sich mit 13 Vorlagen, nur Jun hatte eine mehr, eindrucksvoll für seinen Stammklub Salzburg, wohin die Leihe im Sommer vorerst zurückkehrt.

Thomas Reifeltshammer (34/2/1): Nach Top-Saison 11/12 weiter der unumstrittene Abwehrchef, wenngleich sich ab und zu Fehler einschlichen. 24-Jähriger ist aus Rieds Defensive nicht wegzudenken.

Robert Zulj (34/11/9): Setzte wie Meilinger einen drauf. Krallte sich den Stammplatz hinter Stürmer Gartler und gab ihn nicht mehr her. U21-Teamspieler machte diese Spielzeit großen Schritt nach vorne.

Thomas Hinum (32/0/5): Fehlte trotz Mittelfußbruch dank Winterpause nur vier Runden. Stammkraft auf der rechten Seite und ist die Zuverlässigkeit in Person. Hinum und Ried, das passt einfach.

Marcel Ziegl (31/1/1): Schon so lange dabei, aber gerade erst 20. Oftmals in der defensiven Dreierkette im Einsatz, sollte der Allrounder in die Fußstapfen von Anel Hadzic treten.

Anel Hadzic (30/6/3): Nach 14 Jahren ist bei Ried Schluss. Hat sich bei den Innviertlern stets weiterentwickelt und will nun bei Sturm den nächsten Schritt machen. 12/13 einer der Rieder Schlüsselspieler.

Andreas Schicker (29/0/2): War in seiner ersten Saison wie zu erwarten war Stammkraft auf links. Herbst war besser als Frühjahr.

Rene Gartler (29/15/6): Zeigte es allen seinen Kritikern und damit auch Peter Schöttel, der bei Rapid nicht auf ihn setzte. Der Knipser hätte bei weniger Verletzungspech wohl noch öfter getroffen.

Nacho (29/0/2): Nach fünf Jahren verabschiedet sich "Nacho-Man", der in dieser Saison nie wirklich einen Stammplatz hatte. Würde gerne wieder im Angriff spielen, Österreich-Verbleib wahrscheinlich.

Jan-Marc Riegler (27/2/2): Wie Reifeltshammer in der Defensive, egal ob Dreier- oder Viererkette gesetzt. Fällt bei Standards immer wie Reifeltshammer immer wieder mal auf. Doppelpack gegen Wacker.

Clemens Walch (27/5/4): Mal auffälliger, mal weniger. Solide Saison für den Neuzugang, dessen volles Potenzial sich kommende Saison so richtig zeigen könnte.

Markus Hammerer (20/2/1):Die Hüftverletzung aus der Vorsaison machte dem Cup-Final-Helden von 2011 auch diese Spielzeit lange zu schaffen. Danach empfahl er sich nicht für einen neuen Vertrag.

Markus Grössinger (20/2/1): Der 23-Jährige kam aus der Regionalliga, vermochte sich aber nicht für eine weitere Saison zu empfehlen und muss gehen.

Emanuel Schreiner (18/0/4): Verlor seinen Stammplatz der vergangenen Saison an Neuzugang Schicker, lieferte aber vier Mal so viele Assists wie 11/12. Wechsel nach Altach ist nachvollziehbar.

Mario Reiter (17/0/1): Spielte zu Beginn der Saison öfters auf der für ihn weniger geliebten IV-Position, danach folgten leidige Verletzungen wie eine Schambeinentzündung. Es wird bergauf gehen.

Gernot Trauner (15/0/2): Nach einer Saison ohne einem Spiel kam die wundersame Rückkehr in die Bundesliga. Mit ihm wird zu rechnen sein.

Toni Vastic (15/2/0): Hat sicherlich noch Luft nach oben, das hört er auch von Co-Trainer Schweitzer. Nimmt er dessen Ratschläge an, geht es für den Stürmer iun

Ivan Carril (9/0/0): Drei Viertel der Saison verletzngsbedingt nicht dabei, sein Abgang kam alles andere als überraschend.

Maximilian Karner (6/0/0): Ähnliches Schicksal wie Hammerer, nur dass der Verteidiger wohl in Ried bleiben darf.

Patrick Möschl (3/0/0): Drei Kurzeinsätze für den offensiven Mittelfeldspieler, der körperlich zulegen sollte.

Guillem Marti (3/1/0): Kehrte nach Spanien zurück, nachdem in Ried mit Gartler eine neue Sturmspitze eingekehrt war.

Edin Ibrahimovic (2/0/0): Legte zwar körperlich zu, doch der Stürmer konnte sich nicht für langfristige Aufgaben empfehlen. Muss gehen.

Wolfgang Schober (1/0/0): Spielte wie vergangene Saison eine Liga-Partie. Chance auf Einser-Leiberl damit nicht gewachsen.

 

FAZIT UND KADERPERSPEKTIVE: Ried ist und bleibt ein Vorbild, was Kaderplanung und Spielerentwicklung betrifft. Es werden Spieler geholt, die einschlagen (Gartler) und es werden Spieler mit Perspektive geholt (Trauner). Nicht alles geht gleich oder überhaupt auf, aber vieles. Und deswegen steht Ried trotz kleineren Budgets immer wieder zumindest im gesicherten Mittelfeld. Nach Hadzic könnte mit Meilinger weitere Stammkraft verloren werden, doch die Innviertler haben auch Antworten parat. Es wird noch der eine oder andere neue Spieler kommen. Keine Stars - aber Spieler, die Ried früher oder später helfen. Um Ried muss einem nicht bange werden.


*) Anmerkung: Die Pfeile symbolisieren, ob die Saison für einen Spieler nach Kritierien wie Leistung, Einsatzzeit und Standing innerhalb eines Vereins ein Fort- oder Rückschritt war, oder ob er sein Level gehalten hat.

SO VIELE PUNKTE HOLTE RIED GEGEN...

 

 

FK AUSTRIA WIEN

Punkte:



 

RB SALZBURG

Punkte:



SK RAPID

Punkte:



SK STURM

Punkte:




WOLFSBERGER AC

Punkte:



SC WIENER NEUSTADT

Punkte:



FC WACKER INNSBRUCK

Punkte:

 



ADMIRA

Punkte:



SV MATTERSBURG

Punkte:

 

LAOLA1-BILANZ

Am Anfang war Heinz Fuchsbichler, am Ende Michael Angerschmid. Nach der in der Saison 2011/12 zu Ende gegangenen Ära von Paul Gludovatz wurde eine Überraschung aus dem Hut gezogen, die nicht funktionierte. Weil sie mit dem mächtigsten Co-Trainer Österreichs, Gerhard Schweitzer nicht harmonierte. Dieser wollte nicht Chef sein, deswegen wurde die Perspektiven-Lösung, Angerschmid, vorgezogen. Das harmoniert freilich mehr und wird deswegen auch so fortgesetzt. Ried schaffte es dieses Jahr nicht ins Cup-Finale und nicht in in die Europa League. Alles, aber keine Schande für den Verein, der in jeglicher Hinsicht vorbildhaft aufgestellt ist und auch nicht stillsteht. Entwicklung heißt das Zauberwort, Marco Meilinger in seiner zweiten Rieder Saison oder Robert Zulj lauten die besten Beispiele. Ried funktioniert mit dem Dreieck Stefan Reiter-Angerschmid-Schweitzer. Daran wird sich auch kommende Saison kaum etwas ändern.

 

Bernhard Kastler

Zum Seitenanfang» 0 Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen