LAOLA1 blickt auf die Saison Rapids zurück

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Es ist an der Zeit, Bilanz zu ziehen.

LAOLA1 blickt auf die Saison des SK Rapid Wien zurück: Feedback für jeden eingesetzten Spieler, die Punktebilanz gegen alle Gegner, ein Fazit dieser und ein Ausblick auf die kommende Spielzeit.

Plus: Wähle das Tor der Saison deines Teams!

DAS SPIELER-ZEUGNIS


STEFFEN HOFMANN (32 Spiele/3 Tore/14 Assists): Durchschnittliche Saison für den Kapitän, der sich in Schöttels System sowohl defensiv als auch offensiv zurechtfinden musste. Mit 14 Assists wieder top, nur in punkto Torgefahr und Spielwitz nicht so überzeugend.

ATDHE NUHIU (31/8/1): Mit acht Treffern weist er nur einen weniger als Top-Torschütze Deni Alar auf, obwohl er 21 Mal ein- und drei Mal ausgewechselt wurde. War nicht mehr erste Wahl.

MARIO SONNLEITNER (31/1/1): War in der Innenverteidigung gesetzt und stabilisierte die oft kritisierte Abwehr. Harmonierte im Zentrum blind mit Harald Pichler.

CHRISTOPHER DRAZAN (31/2/9): Gut begonnen, stark nachgelassen. Der Flankenflitzer hat schon gezeigt, dass er mehr drauf hat, als er diese Saison gezeigt hat.

MARKUS HEIKKINEN (29/0/1): Der bereits 33-Jährige spielte eine durchwachsene Saison, war bei Schöttel aber meist gesetzt. Nicht mehr so verlässlich wie noch vor ein paar Jahren.

DENI ALAR (29/9/5): Der große Gewinner des Frühjahrs! Hatte im Herbst mit Problemen zu kämpfen, erkämpfte sich dann aber Stammplatz und erzielte im Endeffekt noch neun Treffer. Damit ist er Rapids bester Saison-Torschütze.

HARALD PICHLER (28/1/0): Bei seiner Ankunft im Sommer belächelt, überzeugte der Kärntner in der Viererkette. Avancierte in seiner ersten Saison gleich zu einem Führungsspieler.

CHRISTOPHER TRIMMEL (27/4/3): Ähnlich wie bei Drazan. Nicht mehr so unberechenbar, im Finish auch nicht mehr unverzichtbar. Hat sicherlich noch mehr Qualität zu bieten.

MARKUS KATZER (27/1/2): Profitierte von Schrammels Verletzung, füllte die Lücke aber souverän aus. Starke Saison des Linksverteidigers, der früher oft mit Kritik zu kämpfen hatte.

MICHAEL SCHIMPELSBERGER (26/0/3): Einer der Konstantesten in Rapids Team! Machte rechts sowohl defensiv als auch offensiv eine gute Figur und überzeugte mit viel Einsatz und Dynamik.

GUIDO BURGSTALLER (23/7/1): War als ehemaliger Schöttel-Schützling sofort gesetzt, allerdings vorerst als Solospitze. Ließ spielerisches Potenzial mehrmals aufblitzen, spielte seine besten Partien aber hinter den Stürmern.

THOMAS PRAGER (23/0/0): Mehrmals verletzt fand der Mittelfeldspieler noch nicht seinen Rhythmus. Konnte sich aufgrund seiner Defensivaufgaben kaum offensiv entfalten. Probleme im Abschluss.

LUKAS KÖNIGSHOFER (20/0/0): Der große Gewinner dieser Saison! Beerbte mit Helge Payer die langjährige Nummer eins, hielt Rapid mit starken Paraden im Rennen und ließ sich auch im Frühjahr kaum etwas zu Schulden kommen.

STEFAN KULOVITS (18/0/1): Schaffte es in der Vorsaison noch über mehrere Einsätze bei Rapid ins Nationalteam, musste unter Schöttel aber Platz machen. Hat sich mit Sicherheit mehr von 2011/12 erwartet.

CHRISTIAN THONHOFER (16/0/3): Startete nach Rückkehr aus Wr. Neustadt mit Sprunggelenksverletzung in die Saison und kam nie an Schimpelsberger oder Trimmel vorbei. Vertrag wird nicht weiter verlängert.

RENE GARTLER (16/3/3): Der Abgang des Stürmers ist besiegelt, nachdem er es auch diese Saison nicht über den Backup hinausgeschafft hat. Brauchte trotz ausgefeilter Technik zu viele Chancen, um seine Tore zu erzielen.

RAGNVALD SOMA (14/0/0): Von den Glanzleistungen vergangener Tage war der Norweger weit entfernt. Schöttel setzte auf Dynamik und nicht auf den Innenverteidiger. Hat wie Patocka keine Zukunft mehr in der Rapid-Defensive.

THOMAS SCHRAMMEL (13/0/1): War nach Kreuzbandriss die komplette Herbstsaison out. Meldete sich zurück und lieferte konstante Leistungen auf der linken Abwehrseite ab, wenn er Katzer ersetzte.

BORIS PROKOPIC (13/2/1): Bekam nach durchwachsenem Herbst mit vielen Rückschlägen im Frühjahr noch eine Chance. Konnte diese bis zu seinem Kreuzbandriss nützen. Für die Ansprüche des Mittelfeldspielers aber wohl zu wenig.

LUKAS GROZUREK (13/1/1): Schaffte über Wr. Sportklub und die Amateure den Sprung in den Profikader und gab gleich in seiner ersten Saison eine Talentprobe ab. Versprechen für die Zukunft, das sich mit erstem Saisontor gegen Kapfenberg selbst belohnte.

HELGE PAYER (12/0/0): Startete als Nummer eins in die Saison, musste seinen Platz aber auch aufgrund von gesundheitlichen Problemen für Königshofer räumen. Nach 21 Jahren bei Rapid wird der verdienstvolle Spieler den Verein im Sommer verlassen.

HAMDI SALIHI (12/3/0): Kam als reiner Strafraumstürmer nicht mehr über eine Jokerrolle hinaus und vergab viele Top-Chancen. Verabschiedete sich im Winter in Richtung USA, wo er nun für D.C. United auf Torejagd geht.

JÜRGEN PATOCKA (6/1/0): War immer zur Stelle, wenn er gebraucht wurde. Allerdings hatten in der Innenverteidigung mit Sonnleitner, Pichler und Soma gleich drei Vorrang. Wird den Verein im Sommer verlassen.

JAN NOVOTA (6/0/0): Kam als klare Nummer drei, präsentierte sich bei seinen fünf Einsätzen im Herbst aber durchaus stabil. Konnte im Kampf um das Einserleiberl aber nie Ansprüche anmelden.

DOMINIK WYDRA (2/0/0): Wurde im Sommer wie Grozurek von den Amateuren hochgezogen und durfte gleich in seiner ersten Saison sein Debüt feiern. Spielstarker Akteur, der aufgrund seiner 18 Jahre noch große Zukunft vor sich hat.

FAZIT UND KADERPERSPEKTIVE: In Wien strotzte man im Herbst allen Widerständen und konzentrierte sich auf das Sportliche. Trainer Peter Schöttel ist es vor allem gelungen, die Defensive zu festigen und Rapid breit aufzustellen. Trotz des angesprochenen Entwicklungsjahres beenden die Hütteldorfer das Jahr als Vizemeister, nachdem man sogar als Winterkönig ins Frühjahr ging. Einige Spieler drängten sich für höhere Aufgaben auf, während andere wohl keine Zukunft mehr haben. Im Sommer wird man sich im Westen Wiens gezielt verstärken und weiterhin auf Kontinuität setzen. Vom Leistungspotenzial her ist sicherlich noch eine Steigerung möglich.

*) Anmerkung: Die Pfeile symbolisieren, ob die Saison für einen Spieler nach Kritierien wie Leistung, Einsatzzeit und Standing innerhalb eines Vereins ein Fort- oder Rückschritt war, oder ob er sein Level gehalten hat.

SO VIELE PUNKTE HOLTE RAPID GEGEN...

 

RED BULL SALZBURG

Punkte:

 

 

ADMIRA

Punkte:



AUSTRIA WIEN

Punkte:



STURM GRAZ

Punkte:



SV RIED

Punkte:



FC WACKER INNSBRUCK

Punkte:



SV MATTERSBURG

Punkte:



SC WIENER NEUSTADT

Punkte:



SV KAPFENBERG

Punkte:

LAOLA1-BILANZ

Wer hätte Rapid eine Saison wie diese vorhergesagt? Nach Trainerentlassung, Platzsturm, Trainerwechsel, Fan-Aufstand und komplettem Neuaufbau der Mannschaft wankten die Hütteldorfer in die Saison. Die immer wieder betonte Entwicklungsphase äußerte sich durchaus positiv, Schritt für Schritt fand sich eine schlagkräftige Truppe. Nachdem auch rund um das Team wieder halbwegs Ruhe einkehrte, wähnte sich der Rekordmeister auf einem guten Weg. Die Winterkrone kam unverhofft, gab Rapid aber noch mehr Motivation für das Frühjahr. Die immer wieder auftretenden Schwächephasen zeigten, dass das stark verjüngte Team noch nicht die Konstanz aufweist, um am Ende den Meisterteller gen Himmel zu strecken.

Zu viele Remis über die gesamte Saison hinweg sowie eine torlose Zeit inklusive Stürmersorgen gaben schlussendlich den Ausschlag, warum man sich im Finish dem weitaus erfahreneren Team von RB Salzburg geschlagen geben musste. Mit dem Vizemeistertitel können die Grün-Weißen aber mehr als zufrieden sein. Erstens weil die Mannschaft schon im ersten Jahr nach dem Umbruch oben anklopfte und zweitens, weil noch viel Potenzial nach oben vorhanden ist. Mit der Europa League hat man zudem das erklärte Ziel erreicht und darf sich nach einem Jahr Absenz wieder auf internationaler Bühne präsentieren.


Alexander Karper

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