LAOLA1 blickt auf Wiener Neustadts Saison zurück

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Es ist an der Zeit, Bilanz zu ziehen.

LAOLA1 blickt auf die Saison des SC Wiener Neustadt zurück: Feedback für jeden eingesetzten Spieler, die Punkteausbeute gegen alle Gegner, ein Fazit dieser und ein Ausblick auf die kommende Spielzeit.

DAS SPIELER-ZEUGNIS


   Herbert Rauter (34 Spiele/5 Tore/6 Assists)- Der Dauerbrenner im Dress der Blau-Weißen. Mit fünf Toren und sechs Assists bester Scorer und zweitbester Torschütze der Niederösterreicher.

Thomas Pichlmann (34/10/3) – Neustadt statt Italien. Der 33-jährige Österreich-Rückkehrer sorgte mit einem starken Herbst für Furore, beendet mit einem Doppelpack gegen Admira seine Torsperre im Kalenderjahr 2014 und kommt auf starke zehn Tore.

Mario Pollhammer (33/1/3) – Der Steirer hatte die meisten Einsatzminuten (2881). Es hätten aber noch mehr sein können, aber der 24-Jährige konnte am Nachtrag gegen Admira am Montag nicht teilnehmen, da er bereits einen Flug gebucht hatte. Kurios!

Dennis Mimm (31/3/0) – Der Kapitän war ein Vorbild an Einsatz. Unvergessen bleiben drei Treffer beim irren 6:3-Auswärtssieg gegen Aufsteiger SV Grödig.

Peter Hlinka (30/5/3) – Der Routinier muss im Sommer die Koffer packen. Hat fünf Tore auf der Haben-Seite, verlor jedoch den Nimbus des unumstrittenen Stammspielers. Nicht immer auf einer Wellenlänge mit Trainer Pfeifenberger.

Stefan Stangl (28/0/2) - Ein Glücksgriff. Lieferte starke Vorstellungen. Rapid soll bereits sein Interesse am Linksverteidiger bekundet haben.

Kristijan Dobras (27/4/2) – Eine absolute Bereicherung. Der 21-Jährige konnte mehrmals sein großes Talent zur Schau stellen.

Thomas Vollnhofer (26/0/0) – Ab der sechsten Runde die Nummer eins bei den Niederösterreichern. Kassierte zwar viele Gegentore, war aber meistens schuldlos.

Thomas Fröschl (25/4/2) – Kam über die Jokerrolle nicht hinaus. Spielte nur zwei Partien durch. Aber: Triplepack zum Abschluss gegen Admira.

Matthias Koch (24/3/2) – Solide. Ein Seitenbandeinriss beendete Anfang Oktober seine Herbstsaison. Verpasste im Frühjahr dafür nur noch zwei Spiele.

David Witteveen (23/2/3) – Der Angreifer kam im Sommer aus Grödig, stand jedoch kaum in der Startelf. Er wird den Klub wieder verlassen.

Manuel Wallner (21/0/0) – Dem Innenverteidiger setzte eine im November erlittene Wadenverletzung zu. Im Frühjahr nicht immer erste Wahl.

Mattias Sereinig (20/0/0) – Bis Ende November immer gesetzt, verlor der Kärntner seinen Stammplatz und war danach nur mehr sporadisch im Einsatz.

Jürgen Säumel (20/0/1) – Der Steirer kam im Herbst nach Wiener Neustadt und übernahm sofort Verantwortung. Ein Assist ist jedoch eine magere Ausbeute.

Christoph Martschinko (18/2/4) – Bis zu seinem Wechsel im Winter nach Grödig ein absoluter Leistungsträger. Ein schmerzlicher Abgang.

Remo Mally (17/0/0) – Der 23-Jährige hatte zunächst einen schweren Stand, ab Mitte der Herbstsaison rutsche er dann ins Team.

Christoph Freitag (17/1/0) – Der 24-jährige Mittelfeldspieler musste sich mehr oder weniger mit der Backup-Rolle zufrieden geben.

Michael Berger (16/0/0) – Ähnliches Schicksal wie Freitag. Zur ersten Wahl gehörte der Verteidiger nur zu Saisonbeginn.

Stefan Rakowitz (14/1/2) – Auch der Flügelflitzer hatte wegen eines Syndesmosebandanrisses kein einfaches Jahr. Ein Tor gegen die Austria und zwei Assists zum Abschluss waren seine Highlights.

Jörg Siebenhandl (10/0/0) – Nach öffentlicher Kritik an Trainer Pfeifenberger war der Keeper schnell seinen Stammplatz los und wird im Sommer das Weite suchen.

Lukas Denner (9/0/1) – Im Winter als Martschinko-Ersatz gekommen, konnte die Rapid-Leihgabe nur wenig Akzente setzen.

Daniel Schöpf (8/1/1) – Bei ihm wütete der Verletzungsteufel. Kam aufgrund von anhaltenden Adduktorenproblemen nur zu 348 Einsatzminuten.

Daniel Maderner (8/0/0) – Wenig Spiele und oft verletzt. Dank seiner erst 18 Jahre aber kein Drama. Seine Zeit wird kommen.

Arvedin Terzic (7/0/1) – Der 25-Jährige erholte sich nie von seinem Achillessehnenriss im März 2013 und kam deshalb auch kaum mehr zum Einsatz. Im Sommer trennen sich die Wege.

Markus Glänzer (1/0/1) – Nur ein Spiel – dieses mit einem 5:2-Derbysieg gegen Admira und einem Assist als Tormann aber mehr als positiv gestaltet.

Marco Angeler (1/0/0) - Ein Ödem im Knie beendet die Saison bereits im August. Davor genau eine Minute am Platz.


FAZIT UND KADERPERSPEKTIVE: 

Erneut mussten vor Saisonbeginn eine Vielzahl an Spielern ausgetauscht werden, erneut hat sich die neu zusammengestellte Truppe ganz gut präsentiert. Die Mischung aus jungen, talentierten sowie älteren, routinierten Spielern trug Früchte. Thomas Pichlmann erzielte in seiner ersten Saison nach seinem langjährigen Italien-Gastspiel zehn Tore, Jürgen Säumel sorgte für spielerische Akzente sowie die notwendige Ruhe im Spielaufbau. Dazu die jungen Wilden. Ob im Sommer erneut eine Völkerwanderung südlich von Wien stattfinden wird, ist noch offen. Zumindest die Stammkräfte sollen gehalten werden, diesbezüglich gab es bereits die eine oder andere Vertragsverlängerung. Ein zusammengestückelter Kader wird sich jedoch auch in der kommenden Saison nicht vermeiden lassen. Ob die "Schnäppchenjagd" auf Dauer gut geht?



*) Anmerkung: Die Pfeile symbolisieren, ob die Saison für einen Spieler nach Kritierien wie Leistung, Einsatzzeit und Standing innerhalb eines Vereins ein Fort- oder Rückschritt war, oder ob er sein Level gehalten hat.

SO VIELE PUNKTE HOLTE WIENER NEUSTADT GEGEN...

 

RB SALZBURG

Punkte:




SK RAPID

Punkte:



SV GRÖDIG

Punkte:

 


AUSTRIA WIEN

Punkte:



SK STURM

Punkte:



SV RIED

Punkte:



WOLFSBERGER AC

Punkte:



FC ADMIRA WACKER

Punkte:



FC WACKER INNSBRUCK

Punkte:



LAOLA1-BILANZ


Und sie haben es wieder geschafft. Zum dritten Mal in Serie sei dabei erwähnt. Wie in den Saisonen zuvor gingen die Niederösterreicher als Abstiegskandidat Nummer eins in das neue Spieljahr. Doch auch diesmal müssen alle Kritiker den Hut vor der Leistung der Blau-Weißen ziehen und zum verdienten Klassenerhalt  gratulieren. Am Schluss landete man auf Platz acht und konnte das erklärte Saisonziel, mit einer besseren Punkteausbeute als im Vorjahr die Meisterschaft zu beenden, erreichen. Jetzt sollte auch der letzte Zweifler begriffen haben, dass Heimo Pfeifenberger und Manager Günter Kreissl ausgezeichnete Arbeit leisten und der Klub seine Bundesliga-Tauglichkeit unter Beweis stellt. Wobei das bedenkliche Formtief im Frühjahr nicht unerwähnt bleiben sollte. Das magere Zuschauer-Interesse hat man zudem auch in dieser Saison nicht beheben können. Dieses Problem wird wohl auch in Zukunft nur schwer zu lösen sein. Solange man jedoch erstklassig bleibt, werden die Verantwortlichen mit diesem Umstand leben können. 

 

Martin Wechtl

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