LAOLA1 blickt auf die Saison Wr. Neustadts zurück

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Es ist an der Zeit, Bilanz zu ziehen.

LAOLA1 blickt auf die Saison des SC Wiener Neustadt zurück: Feedback für jeden eingesetzten Spieler, die Punkteausbeute gegen alle Gegner, ein Fazit dieser und ein Ausblick auf die kommende Spielzeit.

Plus: Wähle das Tor der Saison der Tiroler!

DAS SPIELER-ZEUGNIS



MARIO POLLHAMMER (35 Spiele/0 Tore/4 Assists): Einer der großen Gewinner! Hatte im ersten Bundesliga-Jahr kaum Anpassungsprobleme. Liebkind des Trainers.

JÖRG SIEBENHANDL (34/1/0): Der zweite große Sieger. Lieferte sich keinen gröberen Schnitzer und hatte maßgeblichen Anteil am Klassenerhalt.

ANDREAS SCHICKER (32/0/2): Spielte eine solide Saison. Wird den Klub jedoch im Sommer ziemlich sicher verlassen.

MICHAEL MADL (31/3/0): Abwehrchef mit Torgefahr. Sowohl am Boden als auch in der Luft unter den besten sieben Zweikämpfern der Liga. Sein Abschied steht bevor.

MICHAEL STANISLAW (32/0/0): Stark in der Defensive, eher unauffällig in der Offensive. Fixer Stammplatz.

WOLFGANG KLAPF (29/0/2): Der Oldie der Boy-Group. Vor der Saison fast weg, etablierte sich der 33-Jährige als Fixgröße.

DANIEL WOLF (29/0/3): Eine Saison mit Höhen und Tiefen. Nur drei Assists sind für einen Spieler seiner Klasse aber zu wenig.

MARIO REITER (26/3/1): Ein absoluter Leistungsträger. Wird jedoch künftig in Ried zu sehen sein.

GÜNTER FRIESENBICHLER (24/3/0): Erstes Bundesliga-Tor mit 32 Jahren. Hatte es aufgrund fehlender Unterstützung teilweise schwer.

SERKAN CIFTCI (23/2/1): Kam nach schwachem Start besser rein, spielte aber nur zwei Partien durch.

MATTHIAS MAAK (21/0/0): Solider Mittelfeldspieler, der immer zur Stelle ist, wenn ihn Trainer Stöger braucht.

WILLI EVSEEV (20/0/0): Konnte die Erwartungen kaum erfüllen. Eine Verletzung bedeutete das vorzeitige Saisonende.

THOMAS HELLY (19/4/2): Mit vier Treffern Top-Torschütze der Niederösterreicher. Kam jedoch meistens als Joker zum Einsatz.

MATTHIAS LINDNER (17/2/0): Verpasste weite Strecken der Herbstsaison. Gegen Ende beim Chefcoach gesetzt.

BERND BESENLEHNER (17/0/0): Mal dabei, mal nicht. Die Saison glich einer Achterbahnfahrt.

CHRISTOPH SAURER (16/1/3): Die Rapid-Leihgabe sollte den Simkovic-Abgang vergessen machen. Das gelang aber nur teilweise.

DANIJEL PRSKALO (16/0/0): Kam aus der Regionalliga und musste sich erst an die Umstände in der Bundesliga gewöhnen.

CHRISTIAN RAMSEBNER (10/0/0): Der große Pechvogel! Nach überstandener Schambeinentzündung folgte beim Comeback ein Achillessehnenriss.

THOMAS KRAL (10/0/0): Er hatte mit zahlreichen Blessuren zu kämpfen und konnte sich nie wirklich aufdrängen.

RENE FELIX (10/1/0): Kam nach einem ordentlichen Herbst im Frühjahr nur noch einmal zum Einsatz.

EDIN SALKIC (8/0/0): Auch der Stürmer hatte in der zweite Hälfte der Meisterschaft kein Leiberl mehr.

MAHMUT IMAMOGLU (8/0/0): Der Winter-Einkauf kam als Backup, hatte aber dank Verletzungen der Kollegen zahlreiche Einsätze.

FERNANDO TROYANSKY (5/0/0): Mehr beim Arzt, als am Platz. Seine Zeit scheint endgültig vorbei zu sein.

CHRISTOPHER TVRDY (5/0/0): Junger Ergänzungsspieler. Nicht mehr, nicht weniger.

IHSAN POYRAZ (2/0/0): Hatte angesichts der Überform von Goalie Siebenhandl einen schweren Stand.

STEFAN LÄRNSACK (1/0/0): Schnupperte in der letzten Runde erstmals Bundesliga-Luft.

FAZIT UND KADERPERSPEKTIVE: Der Klassenerhalt darf als großer Erfolg angesehen werden. Und diese junge Truppe hat sich den Liga-Verbleib auch verdient. Zwar fehlten die fußballerischen Glanzstücke, mit Kampf und Leidenschaft wurde die fehlende Kreativität jedoch kompensiert. Der große Gewinner heißt neben Mario Pollhammer auch Jörg Siebenhandl, der zum besten Torhüter der Liga gewählt wurde. Da zahlreiche Verträge auslaufen, dürfte das Team im Sommer jedoch gesprengt werden.


*) Anmerkung: Die Pfeile symbolisieren, ob die Saison für einen Spieler nach Kritierien wie Leistung, Einsatzzeit und Standing innerhalb eines Vereins ein Fort- oder Rückschritt war, oder ob er sein Level gehalten hat.


SO VIELE PUNKTE HOLTE NEUSTADT GEGEN...

 

RED BULL SALZBURG

Punkte:

 

 

SK RAPID

Punkte:



ADMIRA

Punkte:



AUSTRIA WIEN

Punkte:



STURM GRAZ

Punkte:



SV RIED

Punkte:



WACKER INNSBRUCK

Punkte:



SV MATTERSBURG

Punkte:



SV KAPFENBERG

Punkte:

LAOLA1-BILANZ

 

Mission accomplished! Als Fixabsteiger in die Saison gestartet, hat Neustadt schlussendlich souverän den Klassenerhalt geschafft. Mehr konnte von dieser Truppe nicht verlangt werden. Dass in Niederösterreich kein Tiki-Taka a la Barcelona zelebriert wird, war bereits vor Meisterschaft-Start klar. Dennoch zeigten Wolf und Co. teilweise gute Ansätze, vor dem Tor fehlte jedoch ein eiskalter Vollstrecker. Ein großes Kompliment gebührt auch Trainer Peter Stöger, der sein Team dank sachlicher Arbeit immer perfekt eingestellt hat. Die gute Arbeit des Wieners hat sich auch herumgesprochen. Ein Abgang im Sommer scheint möglich. Auch bei etlichen Spielern stehen die Zeichen auf Abschied. Es ist mehr als wahrscheinlich, dass neben Leistungsträger Mario Reiter, der zur SV Ried wechselt, auch Spieler wie Michael Madl oder Andreas Schicker eine neue Herausforderung suchen.

Bei aller Freude über den Liga-Verbleib müssen auch negative Dinge angesprochen werden. Die neun Nullnummern sind eindeutig auf die schwache Offensive zurückzuführen. In diesem Bereich herrscht Handlungsbedarf, denn sonst droht in der kommenden Saison ein böses Erwachen.

Martin Wechtl

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