LAOLA1 blickt auf Kapfenbergs Saison zurück

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Es ist an der Zeit, Bilanz zu ziehen.

LAOLA1 blickt auf die Saison des SV Kapfenberg zurück: Feedback für jeden eingesetzten Spieler, die Punkteausbeute gegen alle Gegner, ein Fazit dieser und ein Ausblick auf die kommende Spielzeit.

Plus: Wähle das Tor der Saison der "Falken"!

DAS SPIELER-ZEUGNIS


RAPHAEL WOLF (35 Spiele/0 Tore/1 Assist): Stand in der Schießbude der Liga, war als einzigr Goalie mit über 200 Torschüssen aufs Tor konfrontiert. Am Deutschen ist der Abstieg nicht festzumachen, er war in seinen drei Jahren beim KSV ein konstanter Leistungsträger.

DIETER ELSNEG (35/5/2): Eine der wenigen Konstanten in dieser Saison. Schnell und dribbelstark, müsste aber im Abschluss noch konzentrierter sein. Die Zeit für einne Wechsel zu einem besseren Verein wäre reif.

DAVID SENCAR (25/1/1): Der Kapitän war ein Musterbeispiel an Einsazwillen, übertrieb es dabei aber bisweilen, wie seine beiden Ausschlüsse in der heißen Phase des Abstiegskampfs belegen.

MARKUS FELFERNIG (22/1/2): Von einem Stammplatz konnte man bei der Sprintrakete heuer nicht sprechen. Mit nur einem Treffer auch uneffektiv.

STEFAN ERKINGER (22/0/1): Unscheinbar wie eh und je, stille Führungskraft. Wechselt in die Regionalliga zu Austria Klagenfurt.

RENE PITTER (20/0/1): Einer der großen Gewinner des Trainerwechsels, unter von Heesen absoluter Stammspieler. Rechtsverteidiger mit Potenzial.

NAIM SHARIFI (20/0/0): Unter Gregoritsch gesetzt, wurde der 19-jährige Russe unter von Heesen zum Joker. Hinterließ keinen bleibenden Eindruck.

MARK PRETTENTHALER (19/0/0): Nach dem Trainerwechsel Stammspieler. Zeigte, was man von ihm kennt.

DOMINIQUE TABOGA (19/0/0): Von Heesen hatte keine Verwendung mehr für ihn. Enttäuschender Abschied des langjährigen Führungsspielers. Wechselt nach Grödig.

MARIO GRGIC (17/0/2): Einer der KSV-Gewinner dieser Saison. Der 20-Jährige deutete im Frühjahr mehrmals sein Talent an und dürfte in der ersten Liga zu den Säulen der Obersteirer gehören.

DAVID HARRER (16/0/0): Der Linksverteidiger konnte bei seiner ersten Bundesliga-Bewährungsprobe nur bedingt punkten. Nimmt nun erneut die Herausforderung in Liechtenstein beim FC Vaduz an.

MICHAEL GREGORITSCH (16/1/0): Im Frühjahr komplett weg vom Fenster. Diese Saison war für den hochtalentierten 18-Jährigen vor dem endgültigen Wechsel nach Hoffenheim ein Rückschritt.

 HARUNA BABANGIDA (16/2/1): Quirlig, dribbelstark, schöner Fußball fürs Auge, aber letztlich bei weitem nicht effektiv genug. Dennoch eine klare Bereicherung.

FLORIN LOVIN (15/0/2): Der Sechser im 4-1-4-1-System von Heesens. Hat mit seinem guten Auge und seiner Zweikampfstärke das ansehnliche Spiel getragen. Guter Griff.

GERSON (15/0/0): Schnell, robust, technisch stark, allerdings aufgrund seiner Unerfahrenheit bisweilen noch zu ungestüm. Der 20-Jährige war dennoch auf Anhieb einer der besseren Innenverteidiger der Liga und wird bald in stärkeren Ligen zu finden sein.

THOMAS SCHÖNBERGER (14/1/0): Der Innenverteidiger war unter von Heesen auf einem guten Weg, ehe er wegen einer Verletzung seinen Stammplatz verlor.

MICHAL ORDOS (14/4/0): Der Tscheche war recht treffsicher, aber dennoch nie die erhoffte Verstärkung. Wurde im Winter zurück nach Olmütz geschickt.

DANIJEL MICIC (14/1/1): Hoffnungsvoller Start in die Saison, von Heesen brauchte ihn jedoch nicht. Stieg im Frühjahr mit WAC/St. Andrä in die Bundesliga auf. So gesehen alles richtig gemacht.

BORIS HÜTTENBRENNER (13/0/1): Im Sommer noch mehr oder weniger gesetzt, flüchtete er im Winter zu Austria Klagenfurt.

NATHAN JUNIOR (13/1/1): Spielstarker Winter-Neuzugang, der aber etwas für Stürmer Wichtiges vernachlässigte: Tore.

MARC SAND (12/1/1): Im Herbst mit Kurzeinsätzen, im Frühjahr praktisch abgemeldet.

MARCO SAHANEK (11/0/0): Dem 22-Jährigen gelang der Durchbruch abermals nicht, fällt nun nicht mehr unter die Kategorie Talent.

MATEJ MAVRIC (10/0/0): Im Herbst mit Verletzungspech, unter von Heesen dann nur noch Spaziergänger.

ROBERT GUCHER (10/1/0): Ein verlorenes Jahr für das Talent, das kaum Spielpraxis sammeln konnte.

ROMAN PROKOPH (10/0/1): Stürmer ohne Torriecher, der im Winter wieder nach Deutschland abhaute. Klarer Fehlkauf.

MANFRED GOLLNER (9/0/1): Der junge Innenverteidiger durfte immerhin neun Mal Bundesliga-Luft schnuppern.

RALPH SPIRK (8/0/0): Ein klassischer Ergänzungsspieler, öfter bei den Amateuren als bei den Profis auflief.

SANEL KULJIC (8/1/0): Unspektakuläre Österreich-Rückkehr mit verwandeltem Elfer gegen Austria als Höhepunkt.

MICHAL HANEK (7/1/0): Kam im Winter und fiel lange wegen einer Lungenentzündung aus.

LOVRE VULIN (7/0/0): Die Verpflichtung des Kroaten zog sich hin und erwies sich letztlich als unnötig.

PHILIPP WENDLER (5/0/1): Der 20-jährige Feldbacher machte seine Bundesliga-Spiele zwei bis sechs.

MICHAEL TIEBER (3/0/0): 81 Einsatzminuten in einer Saison, da hat sich nicht nur er selbst mehr erwartet.

THOMAS HIRSCHHOFER (3/0/0): Auch er durfte ein wenig Praxis bei den Profis sammeln.

PATRICK KOSTNER (2/0/0): Zweier-Goalie, der immerhin 109 Minuten zwischen den Pfosten stehen durfte.

PETER STRUHAR (2/0/0): Kam im Winter, spielte genau zwei Mal, ein Transfer, den man sich ersparen hätte können.

IVICA LUCIC (2/0/0): Der Routinier wurde im Frühjahr zwei Mal eingetauscht, bei den Amateuren immerhin mit fünf Treffern.

PAUL PAIDUCH (1/0/0): Der Goalie durfte in der letzten Runde sein Bundesliga-Debüt feiern.

TOMASZ WELNICKI (1/0/0): Hatte Riesenpech, fiel mit einem Kreuzbandriss die ganze Saison aus.

DAVID OTTER (1/0/0): Auch der 20-Jährige darf sich seit dem 17. Mai Bundesliga-Spieler nennen.

FAZIT UND KADERPERSPEKTIVE: Der Kader aus dem Herbst war mit jenem im Frühjahr nicht zu vergleichen, es kamen zahlreiche neue Spieler. So ist es zu erklären, dass insgesmt 39 Akteure die Mission Klassenerhalt in Angriff genommen haben. Obwohl einige Winter-Neuzugänge wie etwa Babangida und Gerson zu überzeugen wussten, fehlte den Kapfenbergern in Summe die Qualität, um erstklassig zu bleiben. In erster Linie auch, weil kein klassischer Goalgetter mit von der Partie war.


*) Anmerkung: Die Pfeile symbolisieren, ob die Saison für einen Spieler nach Kritierien wie Leistung, Einsatzzeit und Standing innerhalb eines Vereins ein Fort- oder Rückschritt war, oder ob er sein Level gehalten hat.

SO VIELE PUNKTE HOLTE KAPFENBERG GEGEN...

 

RED BULL SALZBURG

Punkte:

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SK RAPID

Punkte:



ADMIRA

Punkte:



AUSTRIA WIEN

Punkte:



STURM GRAZ

Punkte:



SV RIED

Punkte:



FC WACKER INNSBRUCK

Punkte:

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SV MATTERSBURG

Punkte:



SC WIENER NEUSTADT

Punkte:


LAOLA1-BILANZ

Damit haben die "Falken" nicht gerechnet. Im Endeffekt fehlten den Obersteirern zehn Punkte und jede Menge Tore auf den Klassenerhalt. Nach einem katastrophalen Herbst zog Klub-Boss Erwin Fuchs doch etwas überraschend die Reißleine und trennte sich von Werner Gregoritsch. Noch überraschender war, dass Thomas von Heesen sein Nachfolger wurde.

Der Deutsch krempelte den Verein ordentlich um. Neue Spieler, neue Taktik. Zwar vermochte der KSV dann im Frühjahr einige durchaus ansehnliche Partien abzuliefern, doch mit den Punkten wollte es einfach nicht so recht klappen. So kann wohl als größter Erfolg verbucht werden, dass der deutsche Trainer die Aufgabe Wiederaufstieg in Angriff zu nehmen bereit ist.

Harald Prantl/Peter Altmann

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