LAOLA1 blickt auf SCR Altachs Saison zurück

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Es ist an der Zeit, Bilanz zu ziehen.

LAOLA1 blickt auf die Saison des SCR Altach zurück: Feedback für jeden eingesetzten Spieler, die Punkteausbeute gegen alle Gegner, ein Fazit dieser und ein Ausblick auf die kommende Spielzeit.

DAS SPIELER-ZEUGNIS


Andreas Lienhart (36 Spiele/3 Tore/5 Assists): Der Dauerbrenner! Der 29-Jährige absolvierte alle Liga-Spiele, wurde nur ein einziges Mal ausgetauscht und ist mit 3.233 Minuten am Platz der Spieler mit der meisten Einsatzzeit aller Bundesliga-Akteure. Mit drei Toren und fünf Assists noch dazu einer der offensivsten Verteidiger der Liga. Top!

Jan Zwischenbrugger (35/0/1): Nach einer enttäuschenden letzten Saison bei der SV Ried startete der 24-Jährige im Ländle richtig durch. Dirigierte die Abwehr und hinterließ einen ausgezeichneten Eindruck.

Louis Ngwat-Mahop (32/8/3): Mit acht Toren der zweitbeste Torschütze in den Reihen der Altacher. Manchmal etwas eigensinnig, dennoch enorm wichtig. Verlängerte erst kürzilich seinen Vertrag um zwei weitere Jahre.

Felix Roth (30/4/2): Der Scharfschütze. Drei seiner vier Treffer resultierten aus Weitschüssen. Nachdem sein Abschied eigentlich schon feststand, könnte der Deutsche nun doch bleiben.

Hannes Aigner(31/12/6): Der "Fußballgott". Trotz seiner 34 Jahre engagiert und torgefährlich wie eh und je. Bester Torschütze (12) und absoluter Führungsspieler.

Emanuel Schreiner (29/2/1): Setzte sich schlussendlich deutlich gegen Gercaliu auf der linken Seite durch und machte seine Sache in der Defensive gut.

Ismael Tajouri (28/3/6): Einem starken Herbst folgte ein Frühjahr mit Höhen und Tiefen. Zuletzt nur mehr als "Joker" im Einsatz. Kehrt im Sommer zur Wiener Austria zurück.

Boris Prokopic (27/3/1): Das Gegenteil zu Tajouri. Startete nach einem durchwachsenen Herbst im Frühjahr durch und etablierte sich als Stammspieler.

Patrick Seeger (26/4/4): Der "Joker" schlechthin. Der Stürmer wurde 16 Mal eingewechselte. Steuerte vier Treffer und vier Assists bei.

Philipp Netzer (24/3/1): Der Chef. Der Kapitän war das Hirn der Mannschaft und agierte stark. Fiel aufgrund von Verletzungspech im Frühjahr lange Zeit aus.

Ivan Kovacec (24/4/3): Bis zur 28. Runde kam der Kroate regelmäßig zum Einsatz. Doch nach der 0:5-Pleite gegen Sturm war es damit vorbei. Musste zur zweiten Mannschaft und kam in der Bundesliga nicht mehr zum Zug.

Patrick Salomon (23/0/3): Hatte aufgrund von Verletzungen kein leichtes Frühjahr. Zudem kämpfte der 26-Jährige mit starker Konkurrenz auf seiner Position.

Martin Kobras (22/0/0): Durfte die erste Hälfte der Saison das Tor hüten.  Danach musste der 28-Jährige Platz für Lukse machen. Hatte starke Momente, aber auch einige Schnitzer.

Cesar Ortiz (21/0/0): Der Eisenfuß. Der spanische Innenverteidiger bekam neun Mal Gelb und ein Mal glatt Rot. Kein andere Altacher wurde häufiger verwarnt.

Ronald Gercaliu (17/0/0): Von ihm hat man sich eindeutig mehr erwartet. Kam irgendwie nie richtig in Altach an und fand sich im Laufe der Saison im häufiger auf der Bank wieder. Im Sommer wieder weg.

Alexander Pöllhuber (17/0/0): Zu Beginn noch gesetzt, verlor der 30-Jährige seinen Stammplatz gegen Ende des ersten Viertels. Wurde zwei Mal mit Rot und ein Mal mit Gelb-Rot ausgeschlossen.

Lukas Jäger (15/0/1): Der 21-Jährige kam immerhin auf 15 Einsätze - sechs davon über die volle Länge. Spielte dabei auf vier unterschiedlichen Positionen (ZM, DM, RV, IV).

Andreas Lukse(15/0/0): Seit dem Frühjahr die Nummer eins. Hatte mit starken Reflexen maßgeblichen Anteil am Erfolg. Im Meisterschafts-Finish angeschlagen.

Daniel Luxbacher (15/0/0): Der 23-Jährige pendelte zwischen Ersatzbank und Tribüne. Absolvierte nur eine einizige Partie über 90 Minuten.

Benedikt Zech (14/1/1): Den Herbst verpasste der 24-Jährige wegen eines Knöchelbruchs. Doch das Frühjahr konnte sich sehen lassen. Aus der Startelf kaum mehr wegzudenken.

Darko Bodul (12/1/0): Im Winter gekommen, konnte der Ex-Sturm-Kicker die Erwartungen nicht erfüllen. Nur ein Tor. Der auslaufende Vertrag wurde daher nicht verlängert.

Darijo Pecirep (8/0/1): Der Kroate konnte sich nie wirklich durchsetzen und wurde im Winter an den FAC verliehen.

Marti Riverola (4/0/0): Groß waren die Hoffnungen. Doch der Spanier hatte zunächst konditionelle Probleme, danach setzten ihn ein Jochbeinbruch und eine Schambeinentzündung außer Gefecht. Sein Abschied zeichnet sich ab.

Sebastian Brandner (1/0/0): Bundesliga-Debüt mit 32 Jahren! In der 34. Runde durfte der Bludenzer eine Hälfte das Tor hüten.




FAZIT UND KADERPERSPEKTIVE: Mit einer Mischung aus Routiniers und jungen Spielern ist im Sommer die Basis für eine äußerst erfolgreiche Saison gelegt worden. Nach einem eher schwachen Start, sicherlich auch bedingt durch die Eingewöhnungszeit in der Bundesliga, spielte sich der Aufsteiger in einen Rausch und belegte schlussendlich den sensationellen dritten Platz. Einstellung, Disziplin und Siegeswille zeichneten den Kader aus, der erfolgshungrige Trainer Damir Canadi rundete das positive Gesamtbild ab. Die sportliche Führung rund um Manager Georg Zellhofer hat bereits ihren Teil dazu beigetragen, dass auch im zweiten, meistens besonders schwierigen, Jahr im Oberhaus eine schlagkräftige Tuppe zur Verfügung steht. Fast der komplette Stamm wurde mit neuen Verträgen ausgestattet, mit Christian Schilling (Wacker Innsbruck) und Nicaraguas Teamkapitän Juan Barrera (Real Esteli) bereits frisches Blut verpflichtet.


*) Anmerkung: Die Pfeile symbolisieren, ob die Saison für einen Spieler nach Kritierien wie Leistung, Einsatzzeit und Standing innerhalb eines Vereins ein Fort- oder Rückschritt war, oder ob er sein Level gehalten hat.

 

 

 

SO VIELE PUNKTE HOLTE SCR ALTACH GEGEN...

 

RB SALZBURG

Punkte:




SK RAPID

Punkte:





SK STURM

Punkte:





WOLFSBERGER AC

Punkte:




SV RIED

Punkte:




AUSTRIA WIEN

Punkte:




SV GRÖDIG

Punkte:




ADMIRA

Punkte:




SC WIENER NEUSTADT

Punkte:



LAOLA1-BILANZ

 

Ehre, wem Ehre gebührt. Der SCR Altach ist mit 59 Punkten und 17 Siegen der beste Aufsteiger aller Zeiten. Als Belohnung belegte der Debütant den dritten Tabellenplatz und schaffte damit den Sprung in den Europacup. Eine historische Leistung für Fußball-Vorarlberg. Die Erfolge haben auch bei Politik und Land Anerkennung gefunden und es gab endlich Grünes Licht für eine Sanierung der renovierungsbedüftigen Cashpoint-Arena, die noch immer liebevoll "Schnabelholz" genannt wird. Eine Maßnahme, die essentiell für eine erfolgreiche Zukunft und einer dauerhaften Berechtigung in der Bundesliga ist. Bereits nach dem letzten Heimspiel gegen den WAC rollten die Bagger an, um mit den Arbeiten zu beginnen. Denn dass Altach gekommen ist, um in der Liga zu bleiben, merkt man. Und das Potenzial dafür ist anders als bei so manch anderem Aufsteiger aus der jüngeren Vergangenheit gegeben. Zwar steht der Verein noch am Beginn der Evolution, doch das Premieren-Jahr sollte als Basis dienen, den eingeschlagenen Weg fortzuführen. Doch bei aller Euphorie muss man die kommende Saison abwarten und schauen, ob sich der SCR Altach tatsächlich als feste Größe in der Liga etablieren kann, oder ob er doch eine typische Aufsteiger-Eintagsfliege war.


Martin Wechtl

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