Ein Vierkampf auf dem Weg nach Europa

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Fünf Europacup-Startplätze für die Saison 2013/14 grenzen im Vergleich zu den vergangenen Jahren beinahe an Luxus.

Und trotzdem werden in Hinblick auf die rot-weiß-rote Europa-Flut in der kommenden Spielzeit nicht alle Anwärter zufrieden gestellt werden.

Die ersten beiden Tabellen-Plätze in der Bundesliga, die zur Qualifikation für die Champions League berechtigen, scheinen für Austria und Salzburg reserviert zu sein.

Dahinter spitzt es sich jedoch zu. Mit Rapid, Sturm, WAC und Ried rittern vier Teams um die Europa-League-Quali-Plätze.

Fünfter Bundesliga-Rang könnte reichen

Wieviele das sein werden, steht aktuell noch in den Sternen und hängt vor allem von den ÖFB-Cup-Finalisten ab.

Die Liga-Plätze drei und vier berechtigen fix für die Europa League. Doch auch ein fünfter Rang könnte im Fall der Fälle reichen.



Nämlich dann, wenn sich ein bereits über die Liga qualifiziertes Team den Cup-Titel sichert und der Final-Verlierer ebenfalls bereits für den Europacup qualifiziert ist.

Holt sich der Zweit- bis Viertplatzierte den Cup-Titel gegen ein nicht qualifiziertes Team, so geht dieses leer aus.

Nur, wenn sich der Meister das Double sichert, würde der Final-Gegner den fünften Europacup-Startplatz erben.

WAC und Ried sorgen für Spannung

In der aktuellen Saison gibt es im Kampf um Europa gehörige Schwankungen.

Während Rapid nach der Herbstsaison sogar noch ein Wörtchen um den Meistertitel mitreden wollte, könnte sogar die Teilnahme an der Europa League nach neun Spielen ohne Sieg ins Wanken geraten.

Auch Sturm Graz präsentiert sich derzeit nicht in so konstanter Form, um fix von einem Europacup-Startplatz ausgehen zu können.

Für Spannung sorgen vor allem Aufsteiger WAC und Ried, die von vielen bereits abgeschrieben wurden, das Duell aber längst angenommen haben.

LAOLA1 verschafft einen Überblick über die Entwicklungen im Kampf um einen Europacup-Startplatz und Aussichten:




Führt man sich die Performances der vier Anwärter vor Augen, kann die Spielzeit 2012/13 in drei Abschnitte unterteilt werden.

Zwischen dem Saisonstart und der 14. Runde kämpften einige Teams noch mit Platzierungs-Schwankungen.

Rapid pendelte sich nach einem guten Beginn und der zwischenzeitlichen Tabellenführung langsam aber doch auf Rang drei ein und stand stets auf einem Europacup-Platz.

Runde Gegner
29. Wr. Neustadt (h)
30. Austria (a)
31. Salzburg (h)
32. Sturm (a)
33. WAC (h)
34. Mattersburg (a)
35. Admira (a)
36. Ried (h)

Sturm konnte sich hingegen nach schwachem Start stetig steigern und sich Platz vier sichern.

Beim WAC wurde zu dieser Zeit noch kein Gedanke daran verschwendet, in der Premieren-Saison in der Bundesliga vorne mitzuspielen. Nach einem kurzen Hoch mit Rang fünf fand man sich auf Platz sieben wieder.

Nicht ganz nach Wunsch verlief es für Ried. Nach starkem Beginn stürzte man auf Rang acht ab, um sich dann doch wieder mit Rang fünf anzunähern.



Zwischen der 15. und 23. Bundesliga-Runde herrschte zwischen den vier verbliebenen Europacup-Fightern Stillstand.

Wie oben veranschaulicht, konnte weder Rapid noch Sturm, WAC oder Ried einen Platz gut machen, auch nach unten hin gab es keine Veränderung.

Runde Gegner
29. Austria (h)
30. Mattersburg (h)
31. WAC (a)
32. Rapid (h)
33. Admira (a)
34. Ried (h)
35. Wacker (a)
36. Wr. Neustadt (h)

Während Rapid und Sturm schon in diesem Abschnitt ihre Positionen wie nach Runde 28 inne hatten, hatte Ried gegenüber dem WAC noch die Nase vorne.

Auf die Top zwei wies Rapid zu diesem Zeitpunkt schon vier Punkte Rückstand auf, der Tabellensechste WAC konnte den Vorsprung auf den Siebenten schon auf sieben Zähler ausbauen.

Erst im bisher letzten Abschnitt kommt neue Fahrt in den Positionen-Kampf zwischen Rang drei und sechs.

Angefangen mit dem Positionswechsel zwischen dem WAC und Ried in der 24. Runde wiesen die Innviertler in der 25. Runde bereits elf Punkte Rückstand auf Rang drei auf.

Diesen hatte seit diesem Spieltag Sturm inne, da man die Negativserie der Hütteldorfer erstmals in dieser Saison richtig ausnützen konnte.

Runde Gegner
29. Ried (h)
30. Salzburg (a)
31. Sturm (h)
32. Mattersburg (a)
33. Rapid (a)
34. Admira (h)
35. Wr. Neustadt (a)
36. Wacker (h)

Während der WAC von Sieg zu Sieg eilte, neun Spiele in Folge ungeschlagen blieb und den Top vier auf die Pelle rückte, musste Sturm nach zwei Runden Platz drei wieder abgeben.

Niederlagen gegen Wiener Neustadt und Salzburg taten ihr Übriges. Da reichte Rapid selbst ein Punkt gegen neun Innsbrucker.

Direkte Duelle mit besonderer Brisanz

Mit der 28. Runde wurde das letzte Saisonviertel eingeläutet, das eine Entscheidung bringen muss.

Die direkten Duelle stehen allesamt noch aus und könnten das Zünglein an der Waage sein.

Von zwischenzeitlich elf Punkten zwischen Rang drei und Rang sechs sind nur mehr fünf übrig geblieben, die in der schnelllebigen Bundesliga keine unüberwindbare Hürde darstellen.

Eines ist aber klar. Zumindest ein Team wird schlussendlich mit leeren Händen dastehen, wenn Platz fünf nicht für den Europacup berechtigt, wird es sogar zwei treffen. Mögen die Spiele beginnen!


Alexander Karper

Runde Gegner
29. WAC (a)
30. Wacker (a)
31. Wr. Neustadt (h)
32. Austria (a)
33. Mattersburg (h)
34. Sturm (a)
35. Salzburg (h)
36. Rapid (a)
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