Wer legte beim Debütantenball heiße Sohle hin?

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Die Ballsaison ist wieder eröffnet! 64 Tage nachdem sich Red Bull Salzburg  zum Meister krönte, startete am Wochenende die Bundesliga-Saison 2012/13.

Gleich 33 Spieler streiften beim Auftakt zum ersten Mal das Trikot ihres neuen Arbeitgebers über.

LAOLA1 hat die Debütanten genau unter die Lupe genommen und beurteilt:

STURM GRAZ

Michael Madl:

Es war nicht der Tag von Sturms neuer Innenverteidigung, zumindest in den ersten 25 Spielminuten. Madl muss den ersten Gegentreffer mit auf seine Kappe nehmen, indem er zu früh attackierte. Auch sonst klappte die Abstimmung mit Nebenmann Vujadinovic in der Anfangsphase kaum. Steigerung im Spielverlauf.

Spieldaten: 90 Minuten

Nikola Vujadinovic:

Nach 22 Minuten konnte man bilanzieren: Vujadinovic' Sturm-Karriere kann von nun an eigentlich nur besser werden. Beim ersten Gegentor überlaufen, das zweite mit einem Fehlpass (sein einziger in der Partie) eingeleitet. Kann mehr, als er beim Debüt zeigte.

Spieldaten: 90 Minuten


Richard Sukuta-Pasu:

15 Torschussbeteiligungen (7 Torschüsse, 8 Torschussvorlagen) - manchmal spricht die Statistik Bände. Technisch stark, robust, schnell, wendig - der Einstand des Deutschen macht Lust auf mehr. Seine Zielsicherheit muss er jedoch erst unter Beweis stellen.

Spieldaten: 90 Minuten


David Schloffer:


Rotzfrech! Der 20-Jährige feierte in der Schlussphase sein Bundesliga-Debüt und deutete in einigen Szenen sein Talent an. Bewies auch Mut, kam in seiner kurzen Einsatzzeit immerhin noch auf vier Torschüsse.

Spieldaten: In der 75. Minute eingewechselt

RED BULL SALZBURG

Stefan Ilsanker:

Der Salzburger zeigte eine unauffällige Partie. Lediglich bei seinen zwei Gelben Karten brachte er Farbe ins Spiel. Bitter, denn der 23-Jährige beging auch nur zwei Fouls.

Spieldaten: In der 55. Minute ausgeschlossen, Gelb-Rot (55.)

RAPID

Terrence Boyd:

Ein Traum-Einstand für den US-Boy! War bei Rapids 4:0-Erfolg gegen Wacker an allen vier Treffern beteiligt (2 Tore, 1 Assist, 1 Tor eingeleitet),  brauchte zudem lediglich vier Minuten für seinen ersten Bundesliga-Treffer. Überzeugte mit Kampfgeist, Durchsetzungskraft und suchte den Abschluss. Für Rapid ein Goldgriff!

Spieldaten: In der 73. Minute ausgewechselt, 2 Tore, 1 Assist

Gerson:

Unauffällige Partie, da er nur selten gefordert wurde. Konnte jedoch sein gutes Stellungs-, Kopfballspiel, Übersicht und Herausspielen unter Beweis stellen. Im Zweikampfverhalten noch nicht ganz sattelfest.

Spieldaten: 90 Minuten


Muhammed Ildiz:

Umsichtiger Spielmacher aus der Defensive heraus, der bei seiner Rückkehr zu Rapid gleich der beste Zweikämpfer (77% gewonnen) war und die meisten Ballkontakte (93) hatte. Bissig, laufstark und immer wieder auch offensiv anspielbar.

Spieldaten: 90 Minuten

WACKER INNSBRUCK

Simon Piesinger:

Der 20-Jährige stand nach seinem Wechsel von BW Linz nach Innsbruck sofort in der Startelf, konnte aber nur selten sein Talent aufblitzen lassen. Defensiv gefestigt, offensiv vergab er kurz vor der Halbzeit die Chance auf das 1:2.

Spieldaten: 90 Minuten, Gelb


Christoph Saurer:

Im Unterschied zu seiner Zeit bei Rapid durfte er spielen. Arbeitete energisch nach hinten, ließ aber nach vorne hin die letzte Konsequenz vermissen. Blieb mit seinen Dribblings immer wieder hängen.

Spieldaten: In der 53. Minute ausgewechselt


Marcelo Fernandes:

Der Brasilianer bekam den Vorzug vor Marcel Schreter und Julius Perstaller, war aber noch ein Fremdkörper im Spiel der Innsbrucker. Mühte sich vergeblich allein auf weiter Flur.

Spieldaten: 90 Minuten


Andreas Kuen:

Der erst 17-Jährige rückte im Sommer von den Amateuren nach und kam gleich in seinem ersten Spiel zu einem Kurzeinsatz – allerdings ohne Highlights.

Spieldaten: In der 64. Minute eingewechselt

SV MATTERSBURG

Manuel Prietl:

Der 20-Jährige bot ein ambitioniertes Bundesliga-Debüt. Prietl, im Sommer ablösefrei von Hartberg zu den Burgenländern gestoßen, hatte das zentrale Mittelfeld im Griff und hielt seinem offensiver ausgerichteten Nebenmann Manuel Seidl den Rücken frei.

Spieldaten: 90 Minuten


Florin Lovin:

Der routinierte Neuzugang von Absteiger Kapfenberg kam zu einem ersten Kurzeinsatz. Ohne groß aufzufallen, half er in den letzten 14 Minuten mit, das 2:0 souverän über die Zeit zu bringen.

Spieldaten: In der 76. Minute eingewechselt

WIENER NEUSTADT

Jiri Lenko:

Zwar hatte der Linksverteidiger die meisten Ballkontakte aller Spieler auf dem Platz, viel konnte Lenko daraus aber nicht machen. Zudem war er an beiden Gegentoren beteiligt. Der erste Treffer wurde über seine Seite eingeleitet, beim 0:2 ließ er Röcher zu viel Platz und wurde dann auch noch verladen. Ein unglückliches Debüt.

Spieldaten: 90 Minuten


Michael Berger:

Ähnlich wie seinem Kollegen Lenko erging es auch Michael Berger bei seiner ersten Partie in der höchsten Spielklasse. Er vermochte es kaum, sich offensiv in Szene zu setzen und stand beim 0:1 zu weit von Torschütze Michael Mörz weg, sodass dieser unbedrängt einköpfen konnte.

Spieldaten: 90 Minuten


Stefan Rakowitz:

Der Neuzugang aus Hartberg zeigte Einsatz und Kampfgeist, hing im Spiel nach vorne aber über weite Strecken in der Luft. Wurde von seinen Kollegen auch zu wenig forciert. Ein Bundesliga-Debüt mit Luft nach oben.

Spieldaten: In der 70. Minute ausgewechselt, Gelb


Peter Hlinka:

Der Routinier spielte eine unauffällige Partie. Sein Gegenspieler Manuel Seidl suchte immer wieder den Weg auf die Flügel, um dem Ex-Austrianer zu entgehen.

Spieldaten: 90 Minuten


Dario Tadic:

Hatte die erste große Chance im Spiel, vergab die gute Möglichkeit auf die Führung jedoch. Der 22-Jährige wirkte bemüht, konnte dabei aber wenig Konstruktives hervorbringen. Das Zusammenspiel mit Sturmpartner Günter Friesenbichler ist noch ausbaufähig.

Spieldaten: In der 63. Minute ausgewechselt


Dominik Hofbauer:

Auffällige Premiere in der Bundesliga. Er belebte den rechten Flügel nach der Pause neu und war an einigen guten Offensivaktionen der Gäste beteiligt.

Spieldaten: In der 46. Minute eingewechselt, Gelb


Thomas Fröschl:

Ersetzte Dario Tadic an forderster Front, blieb bei seinem Bundesliga-Debüt aber blass. Traf in der Schlussminute das Außennetz, ansonsten kam er zu keiner Tor-Chance.

Spieldaten: In der 63. Minute eingewechselt


Daniel Offenbacher:

Die Salzburger Leihgabe empfahl sich für einen Platz in der Startformation. Offenbacher sorgte bei seinem 20-minütigen Einsatz für viel Druck über die linke Seite.

Spieldaten: In der 70 Minute eingewechselt

SV RIED

Andreas Schicker:

Der ehemalige Neustädter, der seit Sommer das Ried-Trikot trägt, agierte in einer etwas offensiveren Position als noch bei den Niederösterreichern. Zeigte sich gewohnt zweikampfstark und lauffreudig.

Spieldaten: 90 Minuten, Gelb


Mario Reiter:

Kam in der für ihn neuen Positionen rechts hinten zum Einsatz. Der zweite ehemalige Neustädter machte seine Sache gegen schwache Admiraner ganz gut und gab einen von nur vier Torschüssen ab. Summa summarum ein solides Debüt.

Spieldaten: 90 Minuten


Rene Gartler:

Was für ein Einstand! Mit zwei Toren avancierte der Wiener zum Matchwinner. Gartler bewies dabei unheimliche Effizienz. Zweimal schoss der Ex-Rapidler auf das Admira-Tor, zweimal zappelte der Ball im Netz. Ein Debüt, das Lust auf mehr macht.

Spieldaten: In der 74. Minute ausgewechselt, 2 Tore


Markus Grössinger: (zu kurz, ab 86.)


WAC

Michele Polverino

Starkes Debüt des Nationalspielers aus Liechtenstein, wenn auch nicht jede Aktion von Erfolg gekrönt war. Mit 50 Ballkontakten einer der aktivsten Wolfsberger, für die er als einziger wirklicher "Sechser" etliche Löcher stopfen musste.

Spieldaten: 90 Minuten, Gelb


Michael Liendl

Erster Bundesliga-Einsatz für den neuen Verein und dann gleich gegen den alten. Der Ex-Austrianer wäre zum großen Helden geworden, hätte er seine Chance in Minute 67 verwertet. Davor gab es einige gute Pässe, aber auch viel Leerlauf zu sehen.

Spieldaten: 90 Minuten


Christian Thonhofer

Der zweite Neue, der aus Wien den Weg in die Kärntner Provinz gesucht hat, fiel vor allem in der ersten Halbzeit durch eklatante Stellungsfehler auf. Mit Fortdauer des Spiels erfing sich der ehemalige Rapidler aber und deutete an, eine echte Verstärkung zu sein.

Spieldaten: In der 80. Minute ausgewechselt


David De Paula

Kam für den noch nicht 100-prozentig fitten Jacobo ins Spiel und versuchte, die Rolle seines Landsmanns auszufüllen. Gleich mit der ersten Ballberührung prüfte er Austria-Schlussmann Lindner. Danach um kontrollierten Spielaufbau bemüht.

Spieldaten: In der 69. Minute eingewechselt


Ruben Rivera

Zehn Minuten sind wenig Zeit, um den zweiten spanischen Neuzugang im Lavanttal zu bewerten. Konnte sich in der von langen Bällen in den Strafraum geprägten Schlussphase nicht hervorheben.

Spieldaten: In der 80. Minute eingewechselt

AUSTRIA WIEN

Dare Vrsic

Der hoch gepriesene Heilsbringer der Austria blieb im ersten Spiel noch einiges schuldig. Sowohl aus dem Spiel heraus als auch bei den Standardsituationen, die zu seinen Stärken zählen, muss in den nächsten Partien mehr kommen.

Spieldaten: 90 Minuten


Lukas Rotpuller

Der Rückkehrer von der SV Ried kam für den angeschlagenen Emir Dilaver ins Spiel und bekleidete dessen Außenverteidiger-Position auf der rechten Seite. 13 Minuten, ohne positiv oder negativ aufzufallen.

Spieldaten: In der 77. Minute eingewechselt

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