Wer tanzte eine heiße Sohle?

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Wer legte beim Debütantenball heiße Sohle hin?

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Wien – Die Ballsaison ist wieder eröffnet! 52 Tage nach dem sich Sturm Graz zum Meister krönte, startete am Wochenende die Bundesliga-Saison 2010/11.

Gleich 28 Spieler streiften beim Auftakt zum ersten Mal das Trikot ihres neuen Arbeitgebers über.

LAOLA1 hat die Debütanten genau unter die Lupe genommen und beurteilt:

RED BULL SALZBURG

Petri Pasanen

Sehr gelungener Start in sein Abenteuer mit den Bullen. Der Finne übernahm sofort die Kontrolle in der Abwehr und spielte seine Erfahrung aus. Wenngleich er sicherlich nicht mehr der Schnellste ist, macht er dieses Manko mit guter Übersicht wett. Herausragend sein Assist zum 1:0 von Jantscher.

Spieldaten: 90 Minuten

 

 

Rasmus Lindgren

Das Debüt des Schweden kann man als gelungen bezeichnen, brachte er doch Ruhe ins Aufbauspiel. Als Mittelfeldantreiber versteht er es, das Spiel zu lenken. Gegen die Austria ließ er einen guten Schuss erkennen. Zweimal probierte er es aus der Distanz, einmal parierte Grünwald, ein weiteres Mal flog der Ball nur hauchdünn über die Latte.

Spieldaten: In der 85. Minuten ausgewechselt

 

 

Leonardo

Ein Haken hier, ein Haken da: Leonardo ließ sofort erkennen, dass brasilianisches Blut durch seine Adern fließt. Sein technisches Vermögen ist eine Bereicherung für die Liga. Kann er sein Potenzial auch nur annähernd ausschöpfen, wird er für Furore sorgen. Dafür ist allerdings konditionell ein Topzustand erforderlich, der aktuell noch nicht gegeben ist.

Spieldaten: In der 74. Minute eingewechselt

AUSTRIA WIEN

Pascal Grünwald

Der 28-Jährige wusste bei seinem ersten Liga-Spiel für die Veilchen zu überzeugen und entschärfte gute Chancen durch Alan und Leonardo. Grünwald trat sehr souverän auf und gab immer wieder lautstark Kommandos an seine Vorderleute, wenn die Zuordnung nicht passte.

Spieldaten: 90 Minuten

 

 

Kaja Rogulj

Passabler Start für den Kroaten, der vor allem mit seiner Kopfballstärke bestach. Rogulj ist aufgrund seiner Größe (1,90 Meter) und Statur ein Spieler, der sich mit seiner Robustheit viel Respekt verschafft. Der Kroate offenbarte allerdings auch eine kleine Schwäche: Der Spielaufbau war nicht seine Sache, er behalf sich in erster Linie mit Sicherheitspässen.

Spieldaten: 90 Minuten

RAPID

Harald Pichler

Kann wie von Trainer Schöttel prophezeit, Führungsspieler werden. Dirigierte lautstark die Abwehr und peitschte seine Mitspieler von hinten an. Gute Übersicht, stark mit dem Kopf, doch ab und zu noch zu überhastet.

Spieldaten: 90 Minuten

 

 

 

Thomas Schrammel:

Bekam als linker Verteidiger den Vorzug gegenüber Markus Katzer. Brauchte Zeit um ins Spiel zu finden und war im Zweikampf noch zurückhaltend. Offensiv zeigte der Ex-Rieder noch zu wenig, erst mit der Einwechslung von Drazan traute sich Schrammel öfters nach vor.

Spieldaten: 90 Minuten

 

 

 

Deni Alar:

Konnte gleich bei seinem Debüt überzeugen. Beinahe jede gefährliche Aktion ging über den Neuzugang aus Kapfenberg. Suchte mehrmals den Abschluss, ließ sich aber oftmals im Dribbling zu lange Zeit, anstatt zielstrebig zum Tor zu ziehen.

Spieldaten: In der 66. Minute ausgewechselt

ADMIRA

Andreas Schrott:

Wurde bei der Admira rechts aufgeboten und hatte mit Gegenspieler Trimmel kein leichtes Leben. Hatte bei schnellen Gegenstößen seine Mühe, bekam den direkten Kontrahenten aber mit Fortlauf der Partie immer besser in den Grifg.

Spieldaten: 90 Minuten

 

 

 

Issiaka Ouedraogo:

Ließ sein Talent gleich bei seinem Debüt aufblitzen. Stellte die Rapid-Abwehr mit seinem schnellen Antritt oftmals vor Probleme und ließ mit feiner Technik in unvergleichlicher Manier gleich mehrere Gegenspieler stehen. Ein Versprechen für die Zukunft.

Spieldaten: 90 Minuten, Gelb

 

 

 

Rene Seebacher:

Kehrte nach eineinhalb Jahren auf Leihbasis bei TSV Hartberg zur Admira zurück und stand gleich in der Startelf. Wurde rechts im Mittelfeld nicht so oft gesucht wie sein Gegenpart Patrik Jezek auf links. Alles in allem aber eine ordentliche Vorstellung.

Spieldaten: In der 72. Minute ausgewechselt

KAPFENBERG

David Harrer

Der von der Austria ausgeliehene Linksverteidiger bot eine durchwachsene Vorstellung. Bei Vorstößen von Dakovic hatte er defensiv immer wieder Probleme und auch nach vorne hin gelang ihm wenig. Immer wieder ließ er bei vermeintlich einfachen Pässen die Präzision vermissen. Gerade einmal 52,6 Prozent seiner Zuspiele kamen an.

Spieldaten: 90 Minuten

 


Danijel Micic

Was der Neuzugang in der Zentrale des „Falken“-Mittelfelds ablieferte, war schwer in Ordnung. Micic erwies sich als umsichtiger Ballverteiler und nahm kein unnötiges Risiko – lediglich drei Fehlpässe sind der beste Beweis dafür. Seine robuste Spielweise passt zu den Obersteirern.

Spieldaten: 90 Minuten

 


Michal Ordos

So war das nicht geplant. Der Tscheche trat kaum in Erscheinung, die Laufwegemit seinen Mitspielern wirkten überhaupt nicht abgestimmt. Nach lediglich 18 Ballkontakten war für den offensiven Mittelfeldspieler auch schon wieder Schluss, Trainer Werner Gregoritsch nahm ihn vom Feld.

Spieldaten: In der 33. Minute ausgewechselt, Gelb

 


Marc Sand

Der Stürmer musste zunächst auf der Bank Platz nehmen und kam in der 33. Minute für Ordos aufs Feld. In Erscheinung trat der Kärntner eigentlich nur ein einziges Mal – in der Nachspielzeit der ersten Hälfte versenkte er das Leder aus kurzer Distanz im Tor. Es sollte sein einziger Torschuss an diesem Abend bleiben.

Spieldaten: In der 33. Minute eingewechselt, Tor (45.)

 

 

Roman Prokoph (zu kurz, ab 84.)

WACKER INNSBRUCK

Szabolcs Safar

Die neue Nummer eins der Innsbrucker hatte einen ziemlich ruhigen Abend. Der Routinier war bei beiden Gegentreffern chancenlos und bekam sonst wenig zu tun – zwei Torschüsse musste er abwehren, was ihm auch gelang. Bei brenzligen Situationen wie unklugen Rückpässen behielt der Ex-Austrianer stets die Ruhe.

Spieldaten: 90 Minuten

 


Daniel Schütz

Der U20-Teamspieler lief im linken Mittelfeld der Innsbrucker auf. In den 62 Minuten, die er am Rasen stand, blieb der Youngster weitgehend blass. Einen einzigen Torschuss hat Schütz abgegeben, etwas mehr als die Hälfte seiner Zweikämpfe (56,5 Prozent) gewonnen. Da ist noch Luft nach oben.

Spieldaten: In der 63. Minute ausgewechselt

SV MATTERSBURG

Adnan Mravac:  Nach zwei Jahren in Belgien kehrte der Innenverteidiger zu seinem Ex-Verein zurück und zeigte seine bekannten Attribute: Keine Gnade in Zweikämpfen und stark in der Luft. Abstimmungsprobleme gab es trotzdem.

Spieldaten:  90 Minuten, Gelb

 




Wilfried Domoraud: Erhielt den Vorzug gegenüber Michael Mörz am linken Flügel und rechtfertigte seine Aufstellung mit einer beherzten Leistung. Sorgte mit seinen schnellen und dynamischen Vorstößen für Gefahr. Teilweise fehlte die Kaltschnäuzigkeit.

Spieldaten:  90 Minuten

WR. NEUSTADT

Mario Pollhammer: Unauffällige Partie des ehemaligen GAK-Spielers. Defensiv hatte der 22-jährige Verteidiger mit Domoraud seine liebe Not, offensiv setzte er kaum Akzente. Im Großen und Ganzen dennoch ein solides Bundesliga-Debüt.

Spieldaten:  90 Minuten

 

 

 

 

Matthias Lindner: Der von Mattersburg ausgeliehene Offensiv-Spieler wurde im rechten Mittelfeld eingesetzt. Motiviert bis in die Haarspitzen fand er jedoch nicht wirklich ins Spiel. Hatte die wenigsten Ballkontakte der Startelf und wurde in der 70. Minute ausgetauscht.

Spieldaten:  In der 70. Minute ausgewechselt

 

 

 

Daniel Wolf: Couragierter Einstand des Ex-Italien-Legionars. Bekam den Assist für das Siebenhandl-Tor zugesprochen und leitete vor der Pause beinahe den zweiten Treffer der Niederösterreicher ein.  In der 66. Minute endete sein Debüt.

Spieldaten:  In der 66. Minute ausgewechselt, 1 Assist

 

 

 

 

Günter Friesenbichler: Rackerte viel  und hatte speziell in der Luft seine Stärken. Bekam jedoch nur wenige brauchbare Bälle und hing im wahrsten Sinne des Wortes etwas in der Luft. Dennoch eine Bereicherung für das Spiel der Neustädter.

Spieldaten:  90 Minuten

 

 

 

 

Serkan Ciftci:  Quirlig und engagiert. Die eingewechselte Rapid-Leihgabe bekam aber genauso wenig Unterstützung von seinen Mitspielern wie Friesenbichler.  Könnte in der Zukunft aber noch viel Freude bereiten.

Spieldaten:  In der 66. Minute eingewechselt

 

 

 

 

Fernando Troyansky (zu kurz, ab 90.)

SV RIED

Bienvenue Basala-Mazana

Der 19-jährige Deutsche kam bereits im ersten Spiel über die volle Distanz zum Einsatz und konnte dabei durchaus gefallen. Basala-Mazana trat sehr engagiert auf und spulte ein großes Laufpensum ab, agierte allerdings manchmal etwas übereifrig. Die fehlende Routine war ihm doch anzumerken.

Spieldaten: 90 Minuten

 

 

 

Thomas Hinum

Der aus Hütteldorf gekommene Hinum kann auf ein gelungenes Debüt für die SV Ried zurückblicken. Besonders in der ersten Hälfte gefiel er mit guten Aktionen und fügte sich damit nahtlos in die gute Mannschaftsleistung ein. Der 23-Jährige versuchte es einmal per Distanzschuss, konnte Gratzei dabei aber nicht gefährden.

Spieldaten: 90 Minuten

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