Transferanalyse 2012: Was war? Was kann kommen?

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Nach Weihnachten ist bekanntlich vor Silvester.

Und das bedeutet, dass sich das Transferfenster bald öffnen wird. Vom 1. Jänner weg bis zum 31. Jänner um Mitternacht hat dieses offen.

Nach der Herbstsaison werfen wir einen Blick zurück: Wie haben sich die Transfers bei den zehn Bundesligisten ausgewirkt? Welche Note haben sie sich für ihre Aktivitäten verdient?

Zudem blicken wir auch nach vorne: Wie könnten die Vereine in der Wintertransferzeit agieren?

LAOLA1 mit der Transferanalyse 2012, nach Teil 1 nun Teil 2:

 

WOLFSBERGER AC

RÜCKBLICK

Der Aufsteiger WAC schlug im Sommer zu, um den Kader für die Bundesliga zu stärken  - und das mit Erfolg! Ex-Austrianer Michael Liendl erwies sich als Goldgriff und mauserte sich zu einem der dominantesten Spieler der Herbst-Runde. Der von Rapid gekommene Christian Thonhofer verleiht der Abwehr Stabilität, während sich im Mittelfeld Davide de Paula und Michele Polverino in Szene setzen konnten. Nur Ruben Rivera konnte die Erwartungen bislang nicht erfüllen. Ansonsten konnten Erste-Liga-Leistungsträger gehalten und Abgänge a la Markus Kreuz verkraftet werden. Gute Transferaktivität.

NOTE 2


AUSBLICK

Nach einem tollen Start in die erste Bundesliga-Saison haben sich die Kärntner im Mittelfeld eingependelt, doch der Vorsprung auf den Abstiegsplatz beträgt lediglich fünf Punkte. Der Kader ist noch nicht gefestigt genug, um im Winter nichts zu unternehmen. Mit Marc Klicnik steht ein ehemaliger GAK-Spieler auf der Watchlist. Marco Knaller, der im Tor nie an Christian Dobnik vorbeikam, könnte bei der Admira eine neue Chance erhalten.

SV MATTERSBURG


RÜCKBLICK

Die Mattersburger setzen Jahr für Jahr auf Kontinuität und deshalb hält sich die Fluktuation in Grenzen. Im Sommer konnte zwar Florin Lovin von Kapfenberg überraschend (auch prominentere Klubs waren an dem Rumänen dran) an Land gezogen werden, doch zur absoluten Stammkraft wurde der defensive Mittelfelspieler nicht. Dafür ein anderer Neuzugang: Manuel Prietl, von Zweitligist Hartberg hat sich beim Bundesligisten etabliert. Mit Stefan Ilsanker ging eine Stammkraft nach Salzburg, seine Qualitäten fehlten vor allem in der langen Phase ohne Sieg. Sicherlich hätte den Burgenländern der eine oder andere Neue nicht geschadet, aber es wird eben auf Hausmannskost gesetzt.

NOTE 4


AUSBLICK

Wenn die Mattersburger so bleiben, wie sie sind, wird im Winter exakt nichts passieren. Das war auch vergangenes Jahr der Fall. Bislang gab es keine Anzeichen, als dass sich das ändern würde. Ausnahmen bestätigen freilich die Regel.

ADMIRA/WACKER


RÜCKBLICK

Bei den Südstädtern standen zwei prominente Abgänge im Vordergrund. Der Abschied von Kapitän Christopher Dibon ging bereits im Sommer über die Bühne. Dass gegen Ende der Transferphase auch noch Philipp Hosiner nach Favoriten übersiedelte, kam dann doch überraschend. Beide Verluste schmerzten gewaltig und konnten nicht kompensiert werden. Auch wenn es für einen Klub wie die Admira nicht einfach ist, auf diese Abgänge hätten die Südtstädter besser vorbereitet sein können. Von den Neuzugängen wussten Thorsten Schick und mit Abstrichen Peter Pöllhuber zu überzeugen. Dominik Burusic und Benjamin Freudenthaler spielten noch keine große Rolle, Patrick Seeger hatte Verletzungspech. Wie die aktuelle Situation zeigt, reicht es mit dieser Mannschaft nicht mehr als zum Kampf gegen den Abstieg.

NOTE 5

 

AUSBLICK

Quo Vadis Marcel Sabitzer? Ein Wechsel des 18-Jährigen zu Rapid ist beschlossene Sache. Offen ist nur, ob schon im Winter, oder erst im Sommer. Kein Geheimnis ist hingegen, dass es bei den Niederösterreichern einige Baustellen gibt. Speziell in der löchrigen Defensive besteht großer Handlungsbedarf. Daher wird an einer Rückhol-Aktion des aus dem Admira-Nachwuchs stammenden Bernhard Janeczek, der zurzeit in der zweiten Mannschaft von Borussia Mönchengladbach kickt, gearbeitet. Zudem ist Tormann Marco Knaller vom WAC ein Thema.

SC WIENER NEUSTADT

RÜCKBLICK

In Wiener Neustadt blieb so wie in den letzten Jahren kein Stein auf dem anderen. Es wurde erneut eine komplette Mannschaft ausgetauscht. Hier auf jeden einzelnen einzugehen, würde den Rahmen sprengen. Bei den Abgängen hinterließen auch eigentlich nur Mario Reiter und Andreas Schicker ein kleines Loch, dafür konnte mit Peter Hlinka ein absoluter Routinier an Land gezogen werden. Manuel Wallner stabilisierte die Abwehr, Spieler wie Daniel Offenbacher, Christopher Martschinko, Stefan Rakowitz oder Dominik Hofbauer nützten ihre Chance, in der Bundesliga Fuß zu fassen. Wiener Neustadt ist trotz riesigem Umbaus nicht Letzter, damit haben sie im Sommer nicht allzuviel falsch gemacht.

NOTE 3

 

AUSBLICK

Großartig zuschlagen werden die Blau-Weißen im Winter wohl nicht. Zudem wurde Mitte November schon der vereinslose Herbert Rauter engagiert. Ganz ausschließen kann man Aktivitäten allerdings auch nicht. Speziell Abgänge scheinen im Bereich des Möglichen zu sein. Angesichts des großen Kaders gibt es einige unzufriedene Akteure. Allen voran Daniel Wolf, der unter Trainer Heimo Pfeifenberger vom Stammspieler zum Bankerldrücker degradiert wurde.

FC WACKER INNSBRUCK


RÜCKBLICK

Eine gute Transfer-Bilanz sieht anders aus. Da wäre etwa Marcelo Fernandes, dessen Vertrag mittlerweile schon wieder aufgelöst wurde – ein klassischer Transferflop. Oder Christoph Saurer, der von Rapid geholt wurde und meilenweit von seiner Höchstform entfernt ist. Simon Piesinger und Christian Schilling waren kostengünstige Neuzugänge, die passabel spielen, mehr aber dann auch schon wieder nicht. Und Roman Wallner? Der hat die Klasse in der Offensive fraglos gesteigert, aber mit dem Toreschießen wollte es im Herbst auch nicht so recht klappen. Die Abgänge von Muhammed Ildiz, Inaki Bea und Miran Burgic konnten jedenfalls nicht kompensiert werden. Vor allem auf einen neuen Defensivspieler zu verzichten, war eine große Fehlentscheidung und das bereute man während des gesamten Herbstes.

NOTE 5

 

AUSBLICK

Viele Verstärkungen, die die Innsbrucker definitiv nötig hätten, kann sich Wacker definitv nicht leisten. Die finanzielle Lage, die sich aufgrund der Geldstrafe in Folge des Spielabbruchs gegen Sturm nicht gerade verbessert hat, lässt auf dem Transfermarkt keine großen Sprünge zu. So überrascht es nicht, dass man sich unterklassig bedienen muss: Innenverteidiger Sebastian Siller kam aus Grödig, dafür wurde Fabian Hafner leihweise abgegeben. Stipe Vucur, ebenfalls Innenverteidiger, könnte noch vom FC Lustenau geholt werden.

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