Herbst 2014: Gewinner und Verlierer (Salzburg/WAC)

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Bis zur Winterpause kamen die Fans in den Genuss einer spannenden Meisterschaft.

Sensationen, Überraschungen, Spitzenspiele - die Bundesliga trug in diesem Herbst zur Unterhaltung bei.

Einige Spieler konnten die Gelegenheit nützen, um sich ins Rampenlicht zu spielen und einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Andere wiederum sehen derzeit kein Land oder haben sich in den vergangenen 19 Runden selbst ins Abseits gestellt.

LAOLA1 kennt die Gewinner und Verlierer der zehn Bundesligisten - Teil 1 mit RB Salzburg und dem Wolfsberger AC:

RED BULL SALZBURG

 

KEVIN KAMPL

Tränen lügen nicht. Deswegen darf man wohl davon ausgehen, dass sich Kevin Kampl am Sonntag für immer von seinen Salzburg-Fans verabschiedet hat. Alles begann mit einer außergewöhnlichen Leistung gegen Ried im September 2012. Der 24-Jährige wurde seither zu einem echten Star, der der Liga so gut tat. In diesem Herbst unterstrich der Slowene ein weiteres Mal: Er ist mehr als bereit für den nächsten Schritt.

 

MARTIN HINTEREGGER

Der Innenverteidiger bestätigte im Herbst seine tolle Saison aus dem Vorjahr und hat sich insofern weiterentwickelt, als dass er nun einen Stammplatz im Abwehrzentrum des Nationalteams hat. Der Linksfuß spielt seine Spiele großteils staubtrocken herunter und empfiehlt sich so ebenfalls für höhere Aufgaben, die er irgendwann in Leipzig findet.

 

MARCEL SABITZER

Nicht wenige haben ihm nach seinem Wechsel von Rapid zu Salzburg ein Dasein auf der Bank oder gar Tribüne prophezeit. Am Ende der Herbstsaison spielte der Offensivmann in allen 19 Bundesliga-Partien. Der Abgang von Sadio Mane war sicherlich von Vorteil, doch die neun Tore und und neun Assists hat der 20-Jährige schon selbst verbucht. Der ÖFB-Team-Kicker ist weiter auf dem aufsteigenden Ast.

 

SADIO MANE

Er mag seinen Willen durchgesetzt haben, aber der Senegalese hat Salzburg definitiv als Verlierer verlassen. Der 22-Jährige ließ seine Mannschaft vor dem wichtigsten Spiel der Saison, dem Playoff-Rückspiel zur Champions League in Malmö (0:3) in Stich, und trägt deswegen Mitschuld an dem Verpassen des großen Ziels in dieser Spielzeit.

 

RODNEI

Vier Mal stand der Brasilianer in der Liga im Kader, kam zu keiner Einsatzminute und musste danach wegen seinen obligatorischen Leistenproblemen passen. In zweieinhalb Jahren kam der 29-Jährige auf insgesamt nur 30 Einsätze. Sein Vertrag läuft im Sommer aus und wird - wie jener von Isaac Vorsah, der nach seinem im Mai 2013 erlittenen Kreuzbandriss um die Karriere bangen muss - definitiv nicht verlängert.

 

FRANZ SCHIEMER

Hier geht es freilich nicht um sein Karriereende. Zu dieser Entscheidung des sympathischen Vollprofis gratulieren wir ihm ob seines Mutes sehr. Rein sportlich gesehen konnte sich der 28-Jährige beim überlegenen Winterkönig in dieser Saison aber nie wirklich aufdrängen. Natürlich auch ob diverser Verletzungen. Doch ein in diesem Herbst anfälliger Andre Ramalho wäre durchaus zu knacken gewesen.

WOLFSBERGER AC

TADEJ TRDINA

Wenn es für Glücksgriff im Slowenischen noch kein Wort gibt, dann wäre "Trdina" sicher kein schlechter Vorschlag. In Grödig nur Joker, war der 26-Jährige zu Saisonbeginn maßgeblich am Kärntner Höhenflug beteiligt. Um seinen Torriecher wusste Coach Didi Kühbauer, aber seine Robustheit überraschte ihn. Leistenprobleme sorgten für eine sechs Spiele dauernde Pause, in denen es bei den Wölfen offensiv auch merklich bergab ging. Zum Jahreskehraus bei der Admira schrieb er schon wieder an. Bilanz: 13 Einsätze, 5 Tore, 2 Vorlagen.


JACOBO

Was der Wohlfühlfaktor nicht alles ausmachen kann. Nach einem durchwachsenen Vorjahr, gezeichnet von langwierigen Leistenproblemen konnte der Spanier schmerzfrei in die Saison starten, zeigte sich äußerst spielfreudig und vor allem erfolgreich. Mit sieben Torvorlagen ist er mit der beste Assistent der Liga. Mit Fortdauer des Herbstes nahmen die Erfolge ab, der 30-Jährige hat aber weiterhin eine tragende Rolle im Kühbauer-System.


BORIS HÜTTENBRENNER

Boris, der Dauerbrenner! Einmal saß er eine Gelbsperre ab, ein anderes Mal zwickte der Oberschenkel, ansonsten biss der Steirer jedes Mal 90 und mehr Minuten durch. So kommt der defensive Mittelfeldspieler nun schon auf mehr Einsatzminuten bei 17 Einsätzen (1.530) als im Vorjahr in 24 (1.276). Gemeinsam mit Manuel Weber sorgte er für Stabilität im Mittelfeld und durfte zudem gleich drei Treffer bejubeln.


CHRISTIAN DOBNIK

Das Unheil nahm schon zum Ende der Vorsaison seinen Lauf. Nach mehreren Unsicherheiten setzte Kühbauer Dobnik auf die Bank, der danach auch noch einen Bänderriss erlitt. Des einen Leid, des anderen Freud': Alexander Kofler nützte nämlich seine Chance perfekt und zählt damit auch zu den Gewinnern. Aufgrund seiner Körpergröße und seiner Stärke im Flankenspiel bekam er den Vorzug und rechtfertigte diesen mit mehreren starken Partien. So bleibt Dobnik auch in Zukunft nur das Zweierleiberl.


DARIO BALDAUF

Noch in der Vorsaison war der Vorarlberger aus der Startformation der Wölfe nicht wegzudenken - nun ist alles anders, denn es gibt ernst zu nehmende Konkurrenz namens Stephan Palla. Dieses Duell war schnell entschieden - und zwar zu Ungunsten des routinierteren Baldauf. Nur während einer Verletzungspause des Ex-Admiraners kam der 29-Jährige noch zum Zug, konnte das Ruder auf der Linksverteidiger-Position aber nicht herumreißen.


ROLAND PUTSCHE

"Wann's laft, dann laft's", weiß der Kärntner Volksmund. Ein Sprichwort, das Roland Putsche in diesem Herbst zum Verhängnis wurde. Denn das Duo Weber-Hüttenbrenner funktionierte großteils derart blendend, dass für den in Klagenfurt geborenen Mittelfeldmann kein Platz mehr war. Ein Bänderriss bei seinem persönlichen Saison-Highlight in Salzburg (2:2, Tor und Assist) warf den 23-Jährigen just wieder zurück.

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