Herbst 2013: Die Gewinner und Verlierer (RBS/SVG)

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Bis zur Winterpause kamen die Fans in den Genuss einer spannenden Meisterschaft.

Sensationen, Überraschungen, Spitzenspiele, Skandale - die Bundesliga trug in diesem Herbst zur Unterhaltung bei.

Einige Spieler konnten die Gelegenheit nützen, um sich ins Rampenlicht zu spielen und einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Andere wiederum sehen derzeit kein Land oder haben sich in den vergangenen 21 Runden selbst ins Abseits gestellt.

LAOLA1 kennt die Gewinner und Verlierer der zehn Bundesligisten - Teil 1 mit RB Salzburg und SV Grödig:

RED BULL SALZBURG

 

ANDRE RAMALHO

Wer, wenn nicht er? Der Brasilianer ist nicht nur DER Aufsteiger bei Salzburg sondern auch DER Aufsteiger der Bundesliga. Spielte noch vergangene Saison für Liefering gegen Andelbuch, seit Sommer ist der 21-Jährige bei den Profis gesetzt und machte beim überlegenen Leader die meisten Minuten. Egal ob als Innenverteidiger oder im defensiven Mittelfeld, der sympathische Lockenkopf spielt das trocken runter.

 

CHRISTOPH LEITGEB

Er hat sich im Laufe des Jahres zu einem absoluten Gewinner entwickelt. Bis Oktober spielte der 28-Jährige bei den Salzburgern nur eine Nebenrolle, jetzt ist der Steirer nicht mehr wegzudenken. Ausgerechnet das Nationalteam gab ihm Starthilfe, seine körperliche Top-Verfassung brachte ihn auch in der Mozartstadt wieder auf den Platz zurück.

 

STEFAN ILSANKER

Hinteregger, Kampl, Mane, Soriano, Alan, Peter Gulacsi, etc. - alle Stammkräfte könnten hier genannt werden. Doch einmal mehr darf sich der 24-Jährige als Gewinner sehen. Kaum einer hat dem Salzburger zugetraut, dass er es wirklich in diese Startelf schafft. Doch "Ilse" ist die Absicherung - und er hat sich in diesem Herbst sichtlich gesteigert.

 

ALEXANDER WALKE

Bei diesem Team Verlierer zu finden, ist eine Kunst, aber wiederum nicht unmöglich. Da muss eben auf hohem Niveau gejammert werden. Bei Walke ist es eine klare Sache. Der Deutsche war in der vergangenen Saison die meiste Zeit Nummer 1 und verlor im Sommer den Kampf um diese an Neuzugang Peter Gulacsi, der einfach hervorragend agierte.

 

VALON BERISHA

Hier wird wirklich auf ganz hohem Niveau gejammert, schließlich hat der Norweger 18 von 20 Partien gemacht. Allerdings nur neun Mal von Beginn an und das in erster Linie wegen der Verletzung von Soriano. Durch die U21-EM im Sommer verlor der 20-Jährige in der Vorbereitung an Boden und konnte diesen Herbst nie das Niveau (und auch die Position) spielen, wie noch vergangene Saison.

 

GEORG TEIGL

Es ist wohl an der Zeit, dass sich der Wiener eine neue Herausforderung sucht. Denn abgesehen von Reyna, der wie jeder südamerikanische Neuzugang bei seiner ersten europäischen Station Zeit braucht, sowie die Küken Lazaro (lange verletzt) und Fountas hat der 22-Jährige die wenigsten Einsatzminuten zu Buche stehen. Die Konkurrenz ist zu stark.

 

SV GRÖDIG


PHILIPP ZULECHNER

Was für ein Herbst! Im Frühjahr kickte der Wiener noch in Horn, war einer von vielen Erste-Liga-Stürmer. Ein halbes Jahr später ist Zulechner DER Gewinner der Herbstsaison. Der 23-Jährige hat bei seiner Rückkehr nach Grödig so richtig eingeschlagen und in 20 Spielen nicht weniger als 15 Tore erzielt. Zudem durfte der Angreifer sein Debüt im Nationalteam geben. Kein Wunder, dass die Interessenten Schlange stehen.

 

PHILIPP HUSPEK

Der junge Mann ist im Frühjahr mit Blau-Weiß Linz eigentlich in die Regionalliga abgestiegen. Anstatt aber eine Liga tiefer sein Dasein zu fristen, gelang ihm der Sprung (zurück) in die Bundesliga. Dort verinnerlichte der Neuzugang die Spielphilosophie von Trainer Adi Hütter sehr schnell und wirbelt seither im Mittelfeld als Stammspieler. Neun Torvorlagen und zwei selbst erzielte Treffer können sich mehr als nur sehen lassen. Wird er mit einem Wechsel zu RB Leipzig belohnt?

 

CICAN STANKOVIC

Wie Zulechner ist auch der Goalie vom SV Horn gekommen. Zunächst musste er sich mit der Rolle hinter Kevin Fend begnügen, doch Hütter gab dem 21-Jährigen in der zwölften Runde die Chance und dieser hat sie eindrucksvoll genutzt. In den zehn Spielen im Grödiger Tor kassierte Stankovic nur 14 Gegentreffer und hat hinter Salzburg-Keeper Peter Gulacsi mit 74,5 Prozent an abgewehrten Bällen die zweitbeste Quote aller Bundesliga-Torhüter.

 

DOMINIQUE TABOGA

Während seine Kollegen Weihnachten als sensationeller Tabellenzweiter verbringen, wird Taboga den heiligen Abend in Untersuchungs-Haft verbringen. Der tiefe Fall des 31-Jährigen, für den als eine der zentralen Figuren des Spielmanipulationsskandals nach wie vor die Unschuldsvermutung gilt, wurde in den vergangenen Wochen hinlänglich dokumentiert. Sein letztes Spiel als Profi-Fußballer hat der Steirer am 10. November 2013 bestritten.

 

THOMAS ZÜNDEL

Der 25-Jährige war in die Causa Taboga verwickelt und dementsprechend am 29. November seinen Job los. Dass er tatsächlich Spiele manipuliert hat, erscheint aktuell als ziemlich unwahrscheinlich. Fakt ist allerdings, dass er den Grödiger Vorstand angelogen hat und damit in einer überaus heiklen Phase jegliches Vertrauen verspielt hat. Der Weg zurück in den Profi-Fußball wird gewiss kein leichter.

 

SASCHA BOLLER

Was war das im Frühjahr nicht für ein Tamtam um den Wechsel des Deutschen von Austria Lustenau zu Grödig. Der 29-Jährige war so etwas wie der einzige Star in der Aufsteiger-Truppe, wurde den Erwartungen in der Bundesliga allerdings nicht gerecht. Mitten im Herbst fiel der Mittelfeldmann plötzlich vier Spiele lang sogar ganz aus dem Kader und konnte sich erst durch den Peronal-Engpass wieder in die Startelf kämpfen. Vier Assists, kein Tor - das war bisher zu wenig.

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