Winner & Loser: Admira & Wacker

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Herbst 2013: Gewinner und Verlierer (Wacker/Admira)

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Bis zur Winterpause kamen die Fans in den Genuss einer spannenden Meisterschaft.

Sensationen, Überraschungen, Spitzenspiele, Skandale - die Bundesliga trug in diesem Herbst zur Unterhaltung bei.

Einige Spieler konnten die Gelegenheit nützen, um sich ins Rampenlicht zu spielen und einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Andere wiederum sehen derzeit kein Land oder haben sich in den vergangenen 21 Runden selbst ins Abseits gestellt.

LAOLA1 kennt die Gewinner und Verlierer der zehn Bundesligisten - Teil 5 mit FC Wacker Innsbruck und FC Admira Wacker:

FC WACKER INNSBRUCK


LUKAS HINTERSEER

Wer es angesichts der Herbst-Performance von Wacker Innsbruck in die Legionärs-Auswahl von Teamchef Marcel Koller schafft, ist wohl DER Gewinner schlechthin im Kreise der Tiroler. Und womit feierte der 22-Jährige gegen die USA sein Nationalteam-Debüt? Mit Recht. Zehn Mal netzte der Shootingstar in der bisherigen Spielzeit und ist auch sonst das Um und Auf im Innsbrucker Offensivspiel. Kein anderer Wacker-Akteur gab etwa mehr Torschussvorlagen (35).

 

ANDREAS KUEN

Einen Spieler, der mit Kreuzbandriss bis zum Saisonende ausfällt, zum "Gewinner" zumachen, ist fraglos grenzwertig. Aber wen sonst im Aufgebot Wackers? Der 18-Jährige hat einige Talentproben abgeliefert und gezeigt, dass er eine Bereicherung sein kann. Zumindest kommt er nicht mehr mit dem Status eines Greenhorns zurück, sondern eines Spielers, der schon gezeigt hat, dass er es kann.

 

EGOITZ JAIO

Wer im Sommer die Never-Ending-Story mit dem sperrigen Titel "Wacker-auf-der-Suche-nach-einem-Innenverteidiger-aus-Spanien-auf-Empfehlung-von-Inaki-Bea" verfolgt hat, ahnte bereits, dass es kein gutes Ende nehmen würde, wenn die dritte oder vierte Wahl zum Zug kommt. Die schwere Kieferverletzung des 33-Jährigen gleich im ersten Testspiel deutete an, dass dieses Engagement unter keinem guten Stern stehen würde. Machen wir es kurz: Jaio entsprach ganz und gar nicht. Problem: Sein Vertrag läuft bis 2015 und ihm gefällt es in Tirol. Sportdirektor Klausner ist gefordert.

 

TOMAS ABRAHAM

Tomas Abraham war sicher nicht der schlechteste Legionärs-Griff des bisherigen Bundesliga-Jahrzehnts. Der Zahn der Zeit nagt jedoch merklich am 34-Jährigen. In seiner vierten Wacker-Saison ist der Tscheche bestenfalls noch Aushilfskraft. Ein Abstieg in der sportlichen Hackordnung, der schon am Ende der letzten Saison seinen Anfang nahm. In der Mannschafts-Hierarchie dennoch wichtig: Abraham ist nach wie vor Kapitän.

 

CHRISTOPHER WERNITZNIG

Der Kärntner hat Innsbruck schon viel Freude bereitet. Heuer wartet man jedoch vergeblich auf allzu viele Glücksmomente. Der 23-Jährige stagniert und hat seinen Stammplatz am linken Flügel verloren, pendelt vielmehr zwischen Startelf und Ersatzbank. Von einem Spieler seines Potenzials und in einem überschaubar stark besetzten Kader kann und darf man mehr verlangen.

ADMIRA WACKER


RENE SCHICKER

Was für ein Herbst! Eigentlich wollte Schicker im Sommer nach seinem leihweisen Gastspiel in Hartberg gar nicht mehr in die Südstadt zurückkehren. Doch er musste. Ein Glücksfall für die Admira. Der Steirer entpuppte sich als Lebensversicherung im Kampf gegen den Abstieg,  erzielte seit der 14. Runde sieben Treffer. „Rene ist ein sehr effizienter Spieler. Das ist ganz wichtig. So jemand ist uns abgegangen“, lobt auch Trainer Walter Knaller.

 

WILFRIED DOMORAUD

Drei Jahre lang war der Franzose in Mattersburg nicht mehr als eine Randnotiz. Kein Stammspieler, kein Torerfolg, oft verletzt. Doch seit der 25-Jährige bei den Niederösterreichern kickt, ist er wie verwandelt. Vier Tore und zwei Assist stehen bereits auf seinem Konto. Zudem verpasste die Offensiv-Kraft bisher nur ein Liga-Spiel aufgrund einer Sperre. Durch sein kraftvolles und robustes Auftreten eine echte Bereicherung.

 

RICHARD WINDBICHLER

Der Admira-Kapitän musste in der Vorsaison viel Kritik einstecken. Fehlerhaft und undurchdacht soll sein Spiel gewesen sein. Heuer präsentiert sich das Eigengewächs hingegen wieder von seiner besten Seite. Auch zu Saisonbeginn, als es im Team alles andere als rund lief, behielt der 22-Jährige kühlen Kopf, glänzte durch sein Stellungsspiel und seine Zweikampfstärke (am Boden und in der Luft die besten Werte aller Liga-Spieler!). Ein echter Leader eben.

 

PATRICK TISCHLER

Mit dem Ende der Ära Polster endete auch jene von Tischler als Nummer eins. Lediglich drei Runden durfte der 26-Jährige den Kasten hüten, dann war Schluss. An diesen drei Spieltagen kassierte er satte elf Gegentore. Seither pendelt der Niederösterreicher zwischen Tribüne und Ersatzbank. Seine Degradierung kam für viele jedoch nicht gerade überraschend, genießt Tischler doch eher einen Ruf als Pannen-Goalie.

 

DANIEL DRESCHER

Langsam, aber sicher muss sich der Wiener seine Gedanken machen. Kam er bereits letzte Saison nur selten zum Einsatz, ist er jetzt praktisch komplett weg vom Fenster. Drei Einwechslungen in 21. Runden – eine ganz magere Ausbeute. Besserung ist keine in Sicht, denn in der Innenverteidigung haben ihm Windbichler, Schößwendter, Ebner oder Pöllhuber längst den Rang abgelaufen. Dürfte sich mit Vertragsende im Sommer wohl einen neuen Klub suchen müssen.

 

RUBEN RIVERA

Der Spanier kam vor der Saison im Tauschgeschäft mit dem WAC für seinen Landsmann Segovia. So richtig ausgezahlt hat sich die Rochade jedoch nicht. Nur zwei Spiele betritt der 28-Jähre von Beginn an, zum Schluss reichte es nicht einmal mehr für die Ersatzbank.  An seiner Situation dürfte sich auch im Frühjahr nichts ändern. Die Startelf harmoniert gut und ist eingespielt. Es gibt also keinen Grund, daran etwas zu ändern – zum Leidwesen von Rivera.

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