Herbst 2012: Die Gewinner und Verlierer (SVM/Admira)

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Bis zur Winterpause kamen die Fans in den Genuss einer spannenden Meisterschaft.

Sensationen, Überraschungen, Spitzenspiele, Skandale - die Bundesliga trug in diesem Herbst zur Unterhaltung bei.

Einige Spieler konnten die Gelegenheit nützen, um sich ins Rampenlicht zu spielen und einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Andere wiederum sehen derzeit kein Land oder haben sich in den vergangenen 19 Runden selbst ins Abseits gestellt.

LAOLA1 kennt die Gewinner und Verlierer der zehn Bundesligisten:

SV MATTERSBURG


MANUEL PRIETL

Wer hätte zu Saisonbeginn gedacht, dass Prietl und nicht Florin Lovin der Neuzugang im defensiven Mittelfeld sein würde, der Trainer Franz Lederer überzeugt? Der 21-Jährige kam aus Hartberg und eroberte sich von Beginn an einen Stammplatz, den er abgesehen von einer Schwächephase im Oktober verteidigte. Negativ: Kein Scorer-Punkt.


THORSTEN RÖCHER

Nachdem Röcher im Jänner 2011 von Gloggnitz zum SVM wechselte, wurde er behutsam aufgebaut. Inzwischen ist der 21-Jährige voll in der Bundesliga angekommen. Im Vorjahr noch hauptsächlich Joker, heuer bereits Stammkraft. Seine Vorzüge sind seine Schnelligkeit und seine Flexibilität, mehrere Offensivpositionen spielen zu können.


MARTIN RODLER

Im Vorjahr in seiner ersten Liga-Saison noch ein Ergänzungsspieler, hat sich der frühere Hartberger in dieser Spielzeit einen Stammplatz in der Innenverteidigung erarbeitet. Der 23-Jährige passt genau ins Mattersburger Profil einer Abwehrkraft: Groß, robust, kopfballstark und somit auch bei Standards gefährlich, wie zwei Saison-Tore belegen.


FLORIN LOVIN

Mitläufer statt Leitwolf! Der Rumäne wurde als Stratege im defensiven Mittelfeld geholt, konnte jedoch den hervorragenden Frühjahrs-Eindruck aus Kapfenberg nicht bestätigen. Fand sich oft nur auf der Bank wieder, spielte nur vier Partien über 90 Minuten. Der 30-Jährige muss sich massiv steigern, um den Erwartungen gerecht zu werden.


MICHAEL MÖRZ

Die Saison begann mit einem Knalleffekt: Führungstor beim 2:0 gegen Wr. Neustadt in Runde 1. Danach setzte sich der Trend der letzten Jahre fort: Es wird immer stiller um den früheren Nationalspieler. Der 32-Jährige schaffte keinen weiteren Scorer-Punkt und kam lediglich auf zwölf Einsätze - nur sechs von Beginn an, keiner über 90 Minuten.


RONALD SPULLER

Es war eine originelle Geschichte: 2009/10 verblüffte der Spätstarter die Liga mit acht Toren und sieben Assists. Mittlerweile 31 Jahre alt, neigt sich die Zeit im Profi-Fußball wohl dem Ende zu. Auf gerade einmal zwei Kurzeinsätze brachte es Spuller in diesem Herbst. Zum Hauptbetätigungsfeld werden zunehmend die SVM-Amateure.

ADMIRA/WACKER


LUKAS THÜRAUER

Seit Winter 2012 spielt der 24-Jährige bei der Admira. Nach Anlaufschwierigkeiten im Frühjahr etablierte er sich in der laufenden Saison zum Stammspieler und ist aus der ersten Elf nicht mehr weg zu denken. Warum? „Weil er ein sehr guter Fußballer ist“, wie Trainer Didi Kühbauer vor ein paar Wochen bestätigte. Der Niederösterreicher war  Dreh- und Angelpunkt, erzielte drei Tore und bereitete zwei vor.

 

THORSTEN SCHICK

Wer kannte diesen jungen Mann vor Saisonstart? Wohl die Wenigsten. Den 22-Jährigen kann man getrost als Shootingstar bezeichnen. Schick feierte in der 2. Runde sein Bundesliga-Debüt, in seinem erst dritten Spiel am 9 Spieltag gegen Mattersburg gelang ihm gleich sein Premierentreffer und ein Assist. In den vier folgenden Runden netzte er drei Mal und spielte sich somit wohl in die Notizblöcke einiger Vereine.

 

MAXIMILIAN SAX

Der 20-Jährige ist das Paradebeispiel für die jungen Wilden, die von Coach Kühbauer immer wieder ins kalte Wasser geworfen werden. Der Mittelstürmer feierte sein Debüt am 8. Spieltag auswärts gegen Rapid. Insgesamt bestritt der Niederösterreicher sieben Spiele und stand 245 Minuten am Platz. In Innsbruck durfte er sich erstmals in die Torschützenliste eintragen. Definitiv ein heißes Eisen für die Zukunft.

 

PATRIK JEZEK

Der einstige Primgeiger spielt nur mehr die zweite Geige. Warum weiß wohl nur die sportliche Leitung. Seit der 9. Runde bestritt der Tscheche kein Spiel mehr über die volle Distanz, seit der 17. Runde stand er nicht einmal mehr im Kader. Fakt ist aber auch, dass der 35-Jährige bei seinen Einsätzen nicht annähernd an die Form des Vorjahres herankam. Und daher steht auf seinem Tor-Konto eben noch die Null.

 

RICHARD WINDBICHLER

From Hero to Zero? Noch vor Saisonstart bekam der 21-Jährige die Kapitänsschleife überreicht. Als Führungsspieler konnte sich der aus der eigenen Jugend stammende Abwehrspieler jedoch nicht etablieren. Zu viele Fehler kosteten ihm seinen Platz in der Innenverteidigung. Zwischenzeitlich auf die Bank verbannt, kehrte er zuletzt als Sechser im Mittelfeld zurück – kein Spiel wurde gewonnen.

 

DANIEL DRESCHER

In der Vorsaison noch ein Aktivposten in der Innverteidigung, kann davon heuer beim besten Willen nicht gesprochen werden. Zu seiner Verteidigung sei allerdings gesagt, dass den 23-Jährigen ab Runde 8 ein Nasenbeinbruch plagte. Seither brachte es Drescher jedoch nur mehr auf seinen Einsatz. An Teamkollege Peter Pöllhuber scheint er also nicht nur größentechnisch nicht mehr vorbei zu kommen.

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