Herbst 2012: Die Gewinner und Verlierer (Rapid/Sturm)

Aufmacherbild

Bis zur Winterpause kamen die Fans in den Genuss einer spannenden Meisterschaft.

Sensationen, Überraschungen, Spitzenspiele, Skandale - die Bundesliga trug in diesem Herbst zur Unterhaltung bei.

Einige Spieler konnten die Gelegenheit nützen, um sich ins Rampenlicht zu spielen und einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Andere wiederum sehen derzeit kein Land oder haben sich in den vergangenen 20 Runden selbst ins Abseits gestellt.

LAOLA1 kennt die Gewinner und Verlierer der zehn Bundesligisten:

SK RAPID WIEN


DENI ALAR

Mit neun Meisterschafts-Treffern führt der 22-Jährige die interne Torschützenliste gemeinsam mit Terrence Boyd an. Darüber hinaus hat er die Grün-Weißen in die Europa League geschossen und bewiesen, dass er das Zeug zu einem Führungsspieler hat. Das Vertrauen genoss er gleich in 29 der 33 Saisonspiele für Rapid.


MARIO SONNLEITNER

Fakt ist, dass dem Steirer Schwächen beim Herausspielen nachgesagt werden - das weiß auch Trainer Peter Schöttel. Aufgrund seiner Schnelligkeit, seiner Zweikampfstärke und dem Antizipieren von Situation hat sich der Innenverteidiger jedoch unverzichtbar gemacht. Als einziger Akteur stand er in allen 33 Pflichtspielen auf dem Platz.


MUHAMMED ILDIZ

Rapid holte den Leihspieler als Kaderergänzung zurück, nachdem er bei Wacker kaum zum Zug kam. Bei Rapid war der Defensiv-Abräumer die Überraschung schlechthin. Nach einer überzeugenden Vorbereitung hatte er einen Stammplatz inne, absolvierte 15 Liga- und fünf EL-Einsätze. Erst im Finish bremsten ihn Adduktorenprobleme.


MARKUS HEIKKINEN

Der eisige Finne tritt bei Rapid unfreiwillig immer leiser. Zwar hat sich schon im Sommer angedeutet, dass er nicht mehr erste Wahl sein wird, dass er allerdings nur auf 13 Liga-Einsätze kommt, wovon er sieben Mal nur in der Schlussphase eingewechselt wird, hätte sich auch der noch bis Sommer Vertrag habende Routinier nicht gedacht.


THOMAS PRAGER

Der Mittelfeldspieler wollte in dieser Saison erneut angreifen und bei Rapid endlich den Durchbruch schaffen. Davon war der 27-Jährige aber weit entfernt. Bei seinen neun Einsätzen rutschte er oft aufgrund von Verletzungen ins Team, vier Mal wurde er allerdings ein, ein Mal ausgewechselt. Kurze Zeit zählte er nicht einmal mehr zum Kader.


HARALD PICHLER

Im Vorjahr bildete der Defensivspieler mit Mario Sonnleitner noch das Einser-Duo in der Innenverteidigung. Seit der Verpflichtung von Gerson sah der Kärntner nur mehr wenig Land. Kam nur auf zehn Liga-Einsätze, wobei er drei Mal ein- und einmal ausgewechselt wurde. Wenn er schnuppern darf, dann meist im defensiven Mittelfeld.

SK STURM GRAZ


TOBIAS KAINZ

Nach vier Lehrjahren in Heerenveen kehrte der "verlorene Sohn" zu seinem Stammklub zurück und stellte unter Beweis, warum er als eines der größten heimischen Talente im zentralen Mittelfeld gilt. Mit seiner Flexibilität passt er gut in Hyballas System, dient als wichtiger Stabilisator. Mit 20 Jahren noch reichlich Entwicklungspotenzial.

 

MICHAEL MADL

Zurück in der steirischen Heimat untermauerte der 24-Jährige, dass er alle Anlagen zum Führungsspieler hat - auf und abseits des Platzes. Madl hat sich zum (Ersatz-)Kapitän hochgearbeitet und besticht durch Vielseitigkeit. Kann als Innenverteidiger einspringen, erwies sich mit seiner taktischen Reife im zentralen Mittelfeld jedoch als wertvoller.

 

CHRISTIAN KLEM

Der Linksverteidiger hat einen weiteren Schritt nach vorne gemacht. Einerseits harmoniert er auf seiner Seite bestens mit Florian Kainz, andererseits zeigte der 21-Jährige, dass seine Wurzeln eigentlich im Offensivbereich liegen - fünf Assists sind aller Ehren wert, im Cup gegen Wacker gelang das erste Pflichtspiel-Tor für Sturm.

 

MANUEL WEBER

"Ein guter Fußballer und sehr intelligenter Mensch. Mit ihm kann man sich hervorragend austauschen", begründete Hyballa Webers Kür zum Kapitän. Ein Austausch mit Missverständnissen? Der 27-Jährige fasste im neuen System nicht Fuß, steht inzwischen am Abstellgleis. Ein tiefer Fall für einen einst unumstrittenen Leistungsträger.

 

CHRISTIAN GRATZEI

Viel unglücklicher hätte der Herbst für den Nationalteam-Keeper nicht verlaufen können: Erst nicht in Topform, dafür mit wenig Rückendeckung bestraft und durch Johannes Focher ersetzt. Der Deutsche hat die beste Fangquote der Liga und erst ein Punktspiel verloren. Bitter für den langjährigen Stamm-Goalie!

 

DARKO BODUL

Zwölf Saison-Tore im Vorjahr, nach einer gelungenen Vorbereitung intern bereits als "Trainer-Sohn" tituliert - im Sommer war Darko Bodul noch obenauf. Nach einer schwachen Performance beim 0:3 bei Rapid ließ Hyballa die Offensivkraft jedoch fallen, brachte ihn nie mehr von Anfang an. Heißer Kandidat für einen Abgang.

Zum Seitenanfang» 0 Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen