Herbst 2012: Die Gewinner und Verlierer (WrN/FCW)

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Bis zur Winterpause kamen die Fans in den Genuss einer spannenden Meisterschaft.

Sensationen, Überraschungen, Spitzenspiele, Skandale - die Bundesliga trug in diesem Herbst zur Unterhaltung bei.

Einige Spieler konnten die Gelegenheit nützen, um sich ins Rampenlicht zu spielen und einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Andere wiederum sehen derzeit kein Land oder haben sich in den vergangenen 19 Runden selbst ins Abseits gestellt.

LAOLA1 kennt die Gewinner und Verlierer der zehn Bundesligisten:

SC WIENER NEUSTADT

 PETER HLINKA

Nach einem Seuchenjahr und einem damit eher unbefriedigenden zweijährigen Gastspiel bei der Austria blüht der Slowake in Niederösterreich wieder auf. Hlinka absolvierte alle 20 Bundesliga-Spiele und gilt als Führungsspieler der jungen Truppe. Zwar ist der 34-Jährige nicht mehr der Schnellste, aber die Mannschaft profitiert von seinem guten Zweikampfverhalten und gutem Stellungsspiel.

 

MANUEL WALLNER

Für den Kärntner gilt ähnliches, wie für Hlinka. Bei der Austria kaum gefragt, avancierte der 24-Jährige in kurzer Zeit zum Neustädter Abwehrchef. Trainer Pfeifenberger schätzt die Qualitäten des Innverteidigers und setzte ihn 16 Mal ein. Wallner rechtfertigte das Vertrauen und freut sich, endlich bei einem Klub, der auf ihn setzt, zu sein. „Das ist der Lohn der harten Arbeit“, gesteht der Rechtsfuß.

 

STEFAN RAKOWITZ

Vor einem Jahr machte der 22-Jährige noch die Fußball-Plätze der Ersten Liga unsicher. Mittlerweile heißen seine Gegner Austria, Salzburg und Rapid. Dem Mittelfeldspieler ist die Umstellung auf die höchste Leistungsklasse gut gelungen. Mit einem hohen Laufpensum ausgestattet sorgt der Blondschopf am rechten Flügel für frischen Wind. 1083 Einsatzminuten und zwei Tore machen Lust auf mehr.

 

DANIEL WOLF

Unter Trainer Peter Stöger war der ehemalige Italien-Legionär noch fixer Bestandteil der Startelf. Davon war der 27-Jährige im Herbst weit entfernt. Seit der neunten Runde bestritt der zentrale Mittelfeldmann kein Match mehr über die volle Distanz, zuletzt spielte er überhaupt keine Rolle mehr. Dementsprechend mager liest sich die Bilanz: Keine Vorlage, kein Tor. Ein Abschied im Winter ist nicht ausgeschlossen.

 

MARIO POLLHAMMER

Der Steirer hat ebenfalls keine guten Karten mehr beim aktuellen Trainer. Letztes Jahr noch absoluter Shootingstar mit 35 Einsätzen, schaffte es der 23-Jährige heuer nicht über den Part des Wechselspielers hinaus. Der Coach setzt auf seiner Position im rechten Mittelfeld auf andere. Gegen Ende des Herbstes lief es zwar besser (drei Einsätze von Beginn an), dennoch überwiegt die Enttäuschung.

 

GÜNTER FRIESENBICHLER

Es ist nicht die Saison des Günter Friesenbichlers. Dabei hätte sie es werden können, denn der 33-jährige Stürmer erzielte am 5. Spieltag beim 3:2-Sieg bei Wacker Innsbruck nach seiner Einwechslung zur Pause alle drei Treffer der Niederösterreicher. Doch in Folge setzte die Torflaute ein. Mittlerweile nur mehr als Edeljoker im Einsatz. Und an dieser Tatsache wird sich wohl auch im Frühjahr nichts ändern.

FC WACKER INNSBRUCK


SIMON PIESINGER

Der Aufstieg des 20-Jährigen ging im Herbst weiter. 2009/10 noch Linzer Akademie-Spieler, 2010/11 bei den LASK Amateuren Regionalliga-Kicker, 2011/12 mit BW Linz in der Ersten Liga und seit einem halben Jahr Bundesliga-Profi in Tirol. Zwar ist der Blondschopf noch keine absolute Stammkraft, aber am Weg dorthin.

 

CHRISTIAN SCHILLING

Mit dem GAK wäre der 20-Jährige in diesem Herbst in Konkurs gegangen, aber er wechselte im Sommer nach Innsbruck, was sich als gute Entscheidung erwies. Schön langsam bekommt der Linksverteidiger auch seine Einsatzzeit und darf sich seit dem Spiel in Wolfsberg auch Bundesliga-Torschütze nennen.

 

THOMAS BERGMANN

In der vergangegen Saison musste der Wiener phasenweise noch bei den Amateuren ran, mittlerweile ist das überhaupt kein Thema mehr. Der Mann für die rechte Außenbahn ist in der Viererkette der Innsbrucker gesetzt. Vor allem am Boden einer der zweikampfstärkeren Wacker-Profis.

 

MARCELO FERNANDES

Acht Spiele hat der gute Mann in der Bundesliga absolviert. Aufgefallen ist das dummerweise fast niemandem. Denn bis auf das Spiel gegen Mattersburg, wo er ein Tor erzielte und eines vorbereitete, kam von ihm praktisch gar nichts. Der Vertrag des 21-Jährigen wurde mittlerweile aufgelöst, er ist schon wieder in Brasilien.

 

DANIEL SCHÜTZ

Wer in der vergangenen Saison noch gesetzt war, aktuell aber nur noch eine untergeordnete Rolle spielt, kann angesichts der sportlichen Gesamtsituation der Tiroler nicht sonderlich viel richtig gemacht haben. Nur ein Tor und kein einziger Assist, der 21-Jährige durchlebt zweifellos ein Tief.

 

CARLOS MERINO

Als 32-Jähriger Routinier sollte der Spanier die Mannschaft in dieser schwierigen Phase führen und leiten. Doch der Mittelfeldspieler kämpft seit geraumer Zeit nur noch mit sich selbst. Lediglich zwei Assists stehen zu Buche. Von einem Mann seiner Klasse muss wesentlich mehr kommen, als in diesem Herbst.

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