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27.08.2008, 09:26 Uhr



Ein "klassischer Zehner" als ganz große Nummer

Christian Derflinger ordnet seinem Traum vom Fußball-Profi (fast) alles unter

Wien – Die Liste der Interessenten war lang und voll mit prominenten Namen.

Chelsea, Inter Mailand oder der AC Milan. Am Ende hat aber der FC Bayern das Rennen um Christian Derflinger gemacht.

Das Rennen um einen damals 13-Jährigen aus der LASK-Akademie, der die Scouts der europäischen Top-Klubs bei internationalen Nachwuchs-Turnieren in helle Aufregung versetzte.

Seit 1. August wird der mittlerweile 14-Jährige offiziell als Spieler des FC Bayern geführt.

 

Ein klassischer Zehner

Bereits im vergangenen September unterschrieb das Super-Talent, das vom ehemaligen Bundesliga-Profi Karlheinz Förster gemanagt wird, einen Sechs-Jahres-Vertrag.

Bei seinem ersten Auftritt im Dress der Münchner Anfang des Jahres führte Derflinger die Bayern zum Sieg beim Hallen-Masters in Köln und wurde zum besten Spieler des Turniers gewählt.

Auch Franz Mayer, U14-Trainer beim LASK, hält im Gespräch mit LAOLA1 große Stücke auf Christian Derflinger.

„Er ist ein klassischer Zehner, sehr kreativ und technisch hochbegabt. Und vor allem kann er die Technik auch im hohen Tempo ausspielen."

"Die Bayern haben ihn sicher nicht zufällig geholt“, kennt Mayer die Gründe, warum das Interesse beim FCB so groß war.

"Christian sticht heraus"

Derflinger ist Mayer bereits vor einigen Jahren aufgefallen.

„Er hat sich zwischen dem 8. und 13. Lebensjahr zu einem überragenden Spieler entwickelt. Talente gibt es viele, aber der Christian sticht heraus“, gerät Franz Mayer ins Schwärmen.

Auch ob des Ehrgeizes, den Derflinger bereits in frühen Jahren entwickelt hat. In Linz erzählt man sich Geschichten von bis zu zehn Trainingseinheiten die Woche, dazu die Arbeit mit einem brasilianischen Spezial-Trainer.

"Konsequent an sich gearbeitet"

Dass beim Super-Talent statt der Eislauf-Mama ein Fußball-Papa im Hintergrund als Antreiber fungiert, verneint Franz Mayer.

Walter Derflinger war früher selbst Auswahlspieler in Oberösterreich, die Familie hat viel in den Junior beziehungsweise in seine fußballerische Ausbildung investiert.

„Christian hat das Einmaleins des Fußballs von der Pieke auf gelernt, immer mit den Älteren gespielt und konsequent an sich gearbeitet."

Vom Kinderstar zum Profi

"Darüber hinaus ist er aber ein äußerst intelligenter Bursche“, glaubt Mayer nicht, dass Derflinger beim FC Bayern abhebt.

Auch nicht wegen der kolportierten 2.000 Euro Taschengeld vom FC Bayern, das sich im dritten Vertrags-Jahr auf 10.000 Euro erhöhen soll.

„Er ist gerade im Begriff, vom Kinderstar zum Leistungsfußballer zu werden. Aber er hat noch einen langen Weg vor sich!“

Stephan Schwabl

Quelle: LAOLA1.at