Adriaanse muss Bullen verlassen

- Co Adriaanse muss nach nur einer Saison Salzburg wieder verlassen
Wien – Was ohnehin schon jeder vermutet hatte, wurde am Dienstag, den 7. April, Gewissheit:
Co Adriaanse wird Red Bull Salzburg am Saisonende verlassen.
Besser gesagt: Er muss.
Viele Dinge nicht gepasst
Denn der Tabellenführer verlängert den auslaufenden Vertrag des Holländers nicht.
„Es gab einfach Dinge, die nicht so gepasst haben, um den Vertrag zu verlängern“, begründete Sportdirektor Heinz Hochhauser in einer Aussendung knapp.
Wie LAOLA1 schon in den vergangenen Tagen berichtete (hier die Story), wurde die Kluft zwischen den Red-Bull-Verantwortlichen und dem Cheftrainer immer größer.
Kluft wurde immer größer
Auch das Verhältnis zur Mannschaft soll in den letzten Wochen immer schlechter geworden sein.
Öffentliche Kritik an seinen Spielern und zynische Kommentare Richtung Mateschitz („Habe ihn schon seit September nicht mehr gesehen. Aber das verstehe ich, weil für ihn die Formel 1 Priorität hat“) beschleunigten Adriaanses Abgang.
Da half dem 61-Jährigen auch eine relativ souveräne Tabellenführung nichts.
Keine Probleme für Schlussphase
Hochhauser sieht trotz der bevorstehenden Trennung für die finale Phase keine Schwierigkeiten.
„Wir befinden uns in einer sehr guten Ausgangsposition und darum sollte all unsere Konzentration dem sportlichen Geschehen gelten.“
Das sportliche Geschehen dürfte in nächster Zeit aber mindestens so interessant sein, wie die Spekulationen um einen Nachfolger.
Wer wird Nachfolger?
Mit Ex-Schalke- und HSV-Coach Huub Stevens soll Hochhauser zusammen mit Assistent Linke bereits verhandelt haben – ein Dementi ließ natürlich nicht lange auf sich warten.
Stevens selbst äußerte sich zu seiner weiteren Zukunft so: „Die Chance ist groß, dass mein nächster Klub etwas Exotisches wird.“
Stellt sich die Frage: Wie exotisch ist Salzburg?
Fakt ist auch, dass Stevens' Frau mit der gemeinsamen Tochter in der Mozartstadt gewesen sein soll, um erste Erkundungen zu machen.
Schinkels ein Thema?
Ein weiterer heißer Kandidat soll Frenkie Schinkels sein, der sich bei LAOLA1 nicht abgeneigt zeigte.
„Es ehrt mich natürlich, wenn ein Verein wie Red Bull an mich denkt. Das spricht für ehrliche und scheinbar gute Arbeit. Bisher sind es aber nur Spekulationen“, erklärt der Austria-Kärnten-Coach.
Spekulationen, von denen es in nächster Zeit noch viele geben wird.
Zumindest die Zukunft von Co Adriaanse ist geklärt.
Kurt Vierthaler
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