Wunschelf & Kaderbewertung SK Sturm Graz

Wien – Legt der Verletzungsteufel eine Pause ein, hat Sturm-Coach Franco Foda im Frühjahr die Qual die Wahl.
Vor allem im Angriff tummeln sich inzwischen, anders als in den vergangenen Jahren, reihenweise Kandidaten.
Sportdirektor Oliver Kreuzer gelang es durch die Verpflichtungen von Roman Kienast, Klaus Salmutter und Christian Prawda abermals, den Kader auf noch breitere Beine zu stellen. Zudem bewerben sich einige Youngster immer vehementer um tragendere Rollen.
Zumindest zum Frühjahrs-Start werden aber einige Spieler noch nicht in jener körperlichen Verfassung sein, dass sie für einen Platz in der Startelf in Frage kommen.
LAOLA1 nimmt den Kader des SK Sturm genau unter die Lupe:
TOR:
Seit dem Frankreich-Match im Oktober darf sich Christian Gratzei auch offiziell Nationalteam-Torhüter nennen, und zwar zurecht. Der 28-Jährige hat einen starken Herbst hinter sich und ist aktuell die klare Nummer eins der Grazer. Sein Backup Andreas Lukse verpasste das Trainingslager in der Türkei verletzungsbedingt, weshalb vorerst die etatmäßige Nummer drei, Uwe Kropfhofer, in der Hackordnung aufrückt.
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ABWEHR:
Der Glücksgriff des letzten Sommers heißt Gordon Schildenfeld. Der Kroate etablierte sich binnen kurzer Zeit als Abwehrchef, der immense Ruhe ausstrahlt. Eine der Hauptaufgaben von Sportdirektor Kreuzer bis Sommer wird sein, den 24-Jährigen längerfristig an die „Blackies“ zu binden. Selbiges gilt für Mario Sonnleitner, mit dem man allerdings kurz vor dem Abschluss steht. Der 23-Jährige hat sich mit guten Leistungen den Platz neben Schildenfeld in der Innenverteidigung gesichert. Ein Umstand, der Routinier Ferdinand Feldhofer seinen Stammplatz gekostet hat. Daran wird sich wohl vorerst nichts ändern, auch wenn der frühere Teamspieler alles daran setzt, wieder in die Startelf zu rücken. Mit Luca Tauschmann wartet ein großes Talent auf seine Chance. Auf den Außenpositionen der Viererkette hat links Ilia Kandelaki seinen Platz sicher. Erstens, weil sein bisheriger Konkurrent Mark Prettenthaler nach Linz flüchtete, zweitens weil dessen Ersatz Christian Prawda wegen seiner Verletzung vorerst nicht zur Verfügung steht. Youngster Christian Klem, auch im Mittelfeld einsetzbar, lieferte auf dieser Position immer wieder Talentproben ab. Rechts matchen sich Fabian Lamotte und Martin Ehrenreich – ein offenes Rennen.
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MITTELFELD:
Im Zentrum haben Manuel Weber und Peter Hlinka die besten Karten. Ersterer zeigte in seinem ersten Sturm-Herbst solide Leistungen, hat aber definitiv noch Luft nach oben. Hlinka spielt im Frühjahr indes um eine Vertragsverlängerung. Mario Kienzl braucht nach seinem Kreuzbandriss noch Zeit. Wenn fit, ist der Blondschopf bekanntlich mehr als eine Alternative. Sandro Foda spielte bei seinen Bewährungsproben im Herbst besser, als ihm dies mancherorts zugestanden wurde. Rechts führt an Andreas Hölzl kein Weg vorbei, links kann man Jakob Jantscher zumindest noch ein Frühjahr lang im Sturm-Dress bewundern. Haris Bukva stellt für beide Teamspieler eine Alternative dar, Foda ist mit seinen Fortschritten zufrieden. Spannend wird, in welchem Zustand sich Rückkehrer Klaus Salmutter im Frühjahr präsentiert. Mit Florian Kainz wächst ein großes Talent heran, das auf der Außenbahn zum Einsatz kommen kann. Genau wie Dean Maric muss der 17-Jährige aber wohl noch Geduld haben.
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ANGRIFF:
Die taktische Ausrichtung Sturms hängt wohl massiv mit der Person Samir Muratovic zusammen. Ist der Bosnier in Form, ist er als Bindeglied zwischen Mittelfeld und Angriff gesetzt. Ähnlich veranlagt wie der Routinier ist Daniel Beichler. Der Teamspieler, der im Herbst neun Tore erzielte scheint gesetzt – entweder als „Muratovic-Ersatz“ oder an vorderster Front. Wobei sich die Variante mit zwei „klassischen“ Spitzen mittlerweile mehr als anbietet. Denn Foda hat inzwischen – wie sich die Zeiten ändern – bei den Stürmern die Qual der Wahl, zumindest sobald alle Kandidaten fit sind. Kapitän Mario Haas hat nach seiner langwierigen Verletzung die ersten Testspiele hinter sich, wird aber vorerst wohl nur Joker sein. Roman Kienast könnte sich auf längere Zeit als Glücksgriff erweisen. Gespannt sein darf man auch auf den im Herbst glücklosen Klemen Lavric, der nun endlich eine Vorbereitung mit der Mannschaft in den Beinen hat. Dominic Hassler hat nach seiner Verletzung noch ein wenig Rückstand. Youngster Marvin Weinberger deutete in der Hinrunde sein Talent an, muss sich aber wohl gedulden.
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Peter Altmann
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Sehr gut
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Gut
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Befriedigend
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Genügend
Nicht genügend
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