Frankreich siegt weiter, Griechenland nicht

- Tony Parker und Frankreich sind auch von Kroatien nicht zu bezwingen
Wien - Während Griechenland bei der Basketball-EM in Polen am Sonntag die erste Niederlage hinnehmen musste, blieb Last-Minute-Qualifikant Frankreich auch im fünften Spiel unbesiegt.
Die Franzosen setzten sich in einer umkämpften Partie der Zwischenrunden- Gruppe E gegen Kroatien mit 87:79 (41:46) durch.
Die Griechen zogen gegen Titelverteidiger Russland mit 65:68 (32:39) den Kürzeren (SPIELPLAN, ERGEBNISSE).
Deutschland bei Sieg gegen Kroatien im Viertelfinale
Da Deutschland im ersten Spiel des Tages gegen Mazedonien klar mit 75:86 (36:36) verlor, lautet die Ausgangsposition vor den abschließenden Partien am Dienstag folgendermaßen:
Der Sieger aus Kroatien gegen Deutschland steht im Viertelfinale, der Verlierer nicht. Russland ist im Falle eines Sieges gegen Mazedonien weiter, bei einem Sieg Kroatiens reicht auch eine Niederlage von bis zu sechs Punkten. Andernfalls steigt Mazedonien auf.
Der Gewinner der Partie Frankreich gegen Griechenland ist Gruppensieger, die Griechen könnten bei einer Niederlage noch von Russland auf Rang drei verdrängt werden.
30 Popovic-Punkte reichen nicht
Die Kroaten zogen gegen Frankreich angeführt vom nicht zu stoppenden Marko Popovic, der 30 Punkte erzielte (5/7 Dreier, 15/18 Freiwürfe) vor der Pause bis auf neun Punkte davon, verloren den Vorsprung nach Seitenwechsel aber innerhalb von drei Minuten.
Die Franzosen, bei denen das Quartett Parker (24 Punkte), Batum (18), Diaw (15) und Florent Pietrus (14) für 71 Punkte sorgte, setzten sich bis auf zwölf Zähler ab, machten aber erst in der Schlussminute den Sack endgültig zu.
Monya als Matchwinner
Die Russen lagen gegen Griechenland vor der Pause dank starker Dreier-Quote und konsequenter Defense immer voran.
Nach Seitenwechsel gelang dem Titelverteidiger sieben Minuten lang kein Punkt, die Griechen konnten aber nie höher als um zwei Punkte in Führung gehen.
Die Vorentscheidung fiel zu Beginn des Schlussviertels, als Sergey Monya mit drei Dreiern in Folge im Alleingang auf 57:48 stellte.
Stefanov schießt Deutschland ab
Überragender Mann der Begegnung zwischen Deutschland und Mazedonien war Vrbica Stefanov mit 25 Punkten und fünf Steals.
Der bald 36-Jährige, der vor vier Jahren in den Aufstiegsspielen Österreichs Division-A-Ambitionen zunichte gemacht hatte und seine Karriere nach der EM beendet, startete mit drei Fehlwürfen, traf danach aber all seine acht Feldwürfe und vier Freiwürfe.
Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte zogen die Mazedonier mit einem 12:0-Run Ende des dritten und Anfang des vierten Viertels entscheidend auf 67:50 davon.
Die Deutschen konnten vor allem im Spielaufbau und nach der Pause auch in der Verteidigung nicht an die vergangenen Leistungen anknüpfen, während die Balkanesen die Schlappe gegen Frankreich vergessen machten.
hs
EM-Zwischenrunde, Gruppe E, Sonntag:
Mazedonien - Deutschland 86:75 (36:36)
Mazedonien: V. Stefanov 25, Massey 16, Tasovski 13, Antic 13, Mirakovski 9, Gecevski 9, R. Stefanov 1, Sokolov, Samardziski
Deutschland: Staiger 14, Femerling 13, Ohlbrecht 12, Schaffartzik 10, Greene 10, Benzing 6, Jagla 5, Schultze 3, Hamann 2, Wysocki, Harris
Russland - Griechenland 68:65 (39:32)
Russland: McCarty 17, Monya 16, Mozgov 10, Fridzon 8, Ponkrashov 4, Vorontsevich 4, Bykov 3, Zozulin 3, Kurbanov 3, Sokolov
Griechenland: Schortsanitis 13, Spanoulis 12, Bourousis 12, Fotsis 10, Printezis 7, Perperoglou 4, Kaimakoglou 4, Zisis 3, Kalampokis
Frankreich - Kroatien 87:79 (41:46)
Frankreich: Parker 24, Batum 18, Diaw 15, F. Pietrus 14, Traore 5, De Colo 3, Turiaf 3, Bokolo 3, Koffi 2, Jeanneau, Diot
Kroatien: Popovic 30, Ukic 11, Banic 10, Loncar 6, Prkacin 6, Planinic 3, Kus 3, Stojic 2, Vujcic 2, Rozic 2, Kasun 2, Nicevic 2









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