Spanien, Litauen weiter unter den Erwartungen

- Hidayet Türkoglu und Ersan Ilyasova freuen sich über den Sieg gegen Spanien
Wien - Spanien muss bei der Basketball-EM in Polen nach einer schwerfälligen Vorrunde nun auch um den Viertelfinal-Einzug zittern (SPIELPLAN, TABELLEN).
Der Weltmeister unterlag in seinem ersten Zwischenrunden-Spiel am Samstag der weiter unbesiegten Türkei mit 60:63 (34:36) und bekam nach der Auftaktniederlage gegen Serbien bereits den zweiten Rückschlag verpasst.
Die Türken stehen dagegen fix in den Playoffs.
Auch Slowenien und Serbien bleiben auf Kurs in Richtung letzte Acht. Nach einem 77:72 (43:36) gegen den Gastgeber halten die Serben ebenso wie die Slowenen nach einem 81:58 (43:26) gegen Litauen in der Zwischenrunden-Gruppe F bei einer Bilanz von 2:1.
Die erneut enttäuschenden Litauer benötigen dagegen schon ein halbes Wunder, um noch weiterzukommen.
Llull vergibt am Ende
Spanien hatte in einer ungemein spannenden und ausgeglichenen Partie am Ende Pech: Sergio Llull scheiterte beim Stand von 60:61 drei Sekunden vor Schluss im Zug zum Korb, ein Pfiff in der umstrittenen Aktion blieb aus.
Auf der Gegenseite machte Semih Erden mit zwei Freiwürfen nach einem unsportlichen Foul alles klar.
Gasol und Fernandez Topscorer
Topscorer der Partie waren Pau Gasol, Rudy Fernandez (je 16 Punkte) bzw. Ersan Ilyasova (15) und Ömer Asik (13), der die Iberer vor der Pause unter dem Korb vor große Probleme stellte.
NBA-Finalist Hedo Türkoglu kam auf nur zwei Zähler, lieferte mit je drei Assists und Steals dennoch wichtige Akzente.
Spanien benötigt in den verbleibenden zwei Spielen gegen Litauen und Polen mindestens einen Sieg.
Bjelica bei Serbien erneut Starter
Die Gastgeber spielten bei der Niederlage gegen Serbien erneut mit viel Herz. Gegen Ende des dritten Viertels 40:56 zurück, kamen die Polen (1:2 Siege) im Schlussabschnitt bis auf zwei Zähler heran.
Topscorer der Partie waren Nenad Krstic (18) bzw. Marcin Gortat und Lukasz Koszarek (je 16).
Der 21-jährige Ex-Traiskirchner Nemenja Bjelica stand erneut in Serbiens Starting Five, überzeugte vor allem in der Defense und kam in 19 Minuten auf fünf Punkte und sieben Rebounds.
Dreier-Show von Slowenien
Jaka Lakovic führte Slowenien, das insgesamt 13 Dreipunkter traf, mit sechs Dreiern und 24 Punkten zu einem Kantersieg gegen Litauen, Erazem Lorbek steuerte 17 Zähler bei.
Die ohne ihre Superstars Jasikevicius und Siskauskas überforderten Balten (0:3), die bislang nur einen umkämpften Sieg gegen Bulgarien einfahren konnten, brauchen in ihren beiden verbliebenden Zwischenrunden-Partien gegen Spanien und Serbien zwei Siege, um noch auf das Viertelfinale hoffen zu dürfen.
hs
Zwischenrunde, Gruppe F, Samstag:
Türkei - Spanien 63:60 (36:34)
Türkei: Ilyasova 15, Asik 13, Erden 11, Tunceri 11, Arslan 4, Atsür 3, Türkoglu 2, Güler 2, Savas 2, Onan
Spanien: Fernandez 16, P. Gasol 16, Reyes 8, Navarro 7, M. Gasol 7, Rubio 3, Garbajosa 3, Lopez, Llull, Mumbru
Serbien - Polen 77:72 (43:36)
Serbien: Krstic 18, Teodosic 13, Tripkovic 12, Tepic 11, Velickovic 10, Bjelica 5 (7 Rebounds, 2 Steals, 19 Minuten), Perovic 4, Markovic 2, Paunic 2, Macvan
Polen: Gortat 16, Koszarek 16, Ignerski 13, Logan 10, Szewczyk 7, Roszyk 4, Lampe 2, Szubarga 2, Chylinski 2
Slowenien - Litauen 81:58 (43:26)
Slowenien: Lakovic 24, E. Lorbek 17, Nachbar 11, Slokar 11, Golemac 9, D. Lorbek 5, Dragic 2, S. Udrih 2, Brezec, Jagodnik, Klobucar
Litauen: Kalnietis 15, Maciulis 11, K. Lavrinovic 7, Kleiza 6, D. Lavrinovic 6, Jasaitis 4, Petravicius 4, Javtokas 4, Jomantas 1, Lukauskis, Delininkaitis, Mazutis









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