

Molcik beim Nightrace auf Rang zwei

- Anita Molcik gelingt beim Four Cross in Schladming der Sprung aufs Stockerl
Schladming - Anita Molcik überrascht beim Mountainbike-Weltcupfinale in Schladming.
Die Niederösterreicherin rast im Four Cross als Zweite auf das Podest und muss sich beim Nightrace über den Zielhang der Planai nur der Niederländerin Anneke Beerten geschlagen geben.
Mit 16 Jahren begann Molcik mit dem Cross Country, doch schon bald fand die Bikerin heraus, dass ihr das Bergabfahren einfach mehr liegt.
„Bergauf haben mich immer alle überholt, aber runter war ich extrem schnell. Als ich zum Cross Country und Downhill umgestiegen bin, habe ich sofort gewusst, das ist meines.“
Im Interview mit LAOLA1 erzählt die 28-Jährige unter anderem mehr über ihre wilde Ader und was sie sich im Downhill erwartet.
LAOLA1: Anita, gratuliere zu deinem tollen zweiten Platz.
Anita Molcik: Danke. Es war ein Wahnsinn da zu fahren, das Publikum war einfach super. Ich habe mir ja davor nicht viel erwartet. Am Donnerstag lag ich noch mit Fieber im Bett, doch es wäre mehr drinnen gewesen. Denn im Final-Lauf bin ich beim Start an das Gate gefahren.
LAOLA1: Du gehst auch im Downhill an den Start, was erwartest du dir dort?
Molcik: Ich bin jetzt natürlich voll motiviert. Ein Stockerplatz wäre natürlich ein Traum. Am Podest stand ich im Downhill bis jetzt nur einmal. Mit einem Top-Ten-Platz wäre ich jedoch schon zufrieden. Der Downhill in Schladming ist legendär, es wird sicher hart, aber ich werde alles geben.
LAOLA1: Im Four Cross fühlst du dich also wohler?
Molcik: Ich habe beide Disziplinen sehr gerne. Aber ich komme aus der Nähe von Wien, dort sind ja bekanntlich nicht die höchsten Berge. Es hat sich so ergeben, dass ich für den Four Cross einfach besser trainieren kann. Aber natürlich reizt mich das Gas geben im Downhill auch sehr.
LAOLA1: Du liebst es also wild?
Molcik: Auf alle Fälle, das ist doch viel lustiger. Ich habe zwei ältere Brüder, mit denen war ich von klein auf immer unterwegs, so etwas prägt.
LAOLA1: Bei den Weltmeisterschaften in Canberra verfehltest du im Four Cross als Vierte nur knapp eine Medaille, schmerzt dieses Ergebnis?
Molcik: Bei den Weltcups lief es ja davor nicht ganz nach Wunsch, darum war ich eigentlich doch zufrieden. Die Strecke dort war ja eher BMX-lastig und das ist nicht wirklich meines. Es wäre sicher mehr drinnen gewesen, aber es hat gepasst.
LAOLA1: Welche Strecken liegen dir?
Molcik: Mit den Downhill-ähnlichen Strecken komme ich um einiges besser zurecht. Darum habe ich mich heuer in Schladming beim Cross Country auch so wohl gefühlt. Ich liebe es, wenn die Strecken ruppig sind und wenn man über Baumstämme oder Schotter muss.
LAOLA1: Danke für das Gespräch und alles Gute für den Downhill-Bewerb.
Das Interview führte Carolin Lang/Schladming












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