


Zelten im Wohnzimmer
Liebe Radsportfreunde,
In den letzten Monaten widmete ich mich voll und ganz dem Training und der Vorbereitung auf die kommenden Herausforderungen. In diesem Jahr habe ich erstmals Höhentraining als neue Trainingsform in meinen Plan integriert.
Mit dem Konzept „live high, train low“, was so viel bedeutet wie Training in normaler Höhe und schlafen auf 2500m, habe ich schon jetzt eine sehr gute Form aufgebaut. Den ganzen Februar über hieß es für mich campen in den eigenen vier Wänden. Ich schlief jede Nacht in einem Zelt von „Gairrit Höhentrainingssysteme“, wo die Höhenlage simuliert wird.
Damit die verringerte Sauerstoffversorgung kompensiert werden kann, produziert der Körper mehr rote Blutkörperchen, was wiederum die Leistungsfähigkeit völlig natürlich und legal verbessert. Mit den gleichen Pulswerten ist meine Leistung am Ergometer um 10 bis 20 Watt höher, auch die Regenerationsfähigkeit hat sich spürbar verbessert.
Dieser Trainingszyklus war ein Test, jeder Mensch reagiert nämlich anders auf diese Reize. Da ich mich sehr gut fühle und vom Höhentraining profitiert habe, werde ich es unmittelbar vor dem nächsten Rennen wieder einsetzen.
Meine Saisonziele sind klar: Als ersten Höhepunkt greife ich beim Race Around Slovenia, der 1185km langen Umrundung Sloweniens, voll an. Dort war ich 2008 bei der Europameisterschaft im Ultramarathon Zweiter, im Vorjahr lief es überhaupt nicht nach Wunsch und ich wurde Fünfter. Ich will mich da weiter verbessern und an der Leistung von 2008 anschließen.
Im August steht dann das Race Around Austria am Programm, doch ich halte es immer mit dem Vorsatz mich Schritt für Schritt auf das nächste Ziel zu konzentrieren. Die Marschroute lautet definitiv Race Across America 2011. Doch das nächste und damit das allerwichtigste Ziel lautet Race Around Slovenia, und darauf arbeite ich mit all meiner Kraft hin.
Euer Christoph
Extremsportler Christoph Strasser ist Österreichs Hoffnung auf eine erfolgreiche Zukunft beim Race Across America. Für LAOLA1 schreibt der 27-jährige Steirer als Kolumnist über seinen Weg zum RAAM.













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