

Gimpl schenkt sich Sieg zum Geburtstag

- Stefan Gimpl (M.) springt in London perfekt in die neue Saison
Wien - Schöner kann ein Ehrentag kaum sein: Stefan Gimpl hat sich an seinem 30ten Geburtstag das wohl schönstmögliche Geschenk selbst gemacht.
Siebenter Sieg
Denn der Salzburger zeigte im Finale des ersten Big Air der laufenden Saison des LG Snowboard FIS Weltcup wieder einmal, warum er einer der konstantesten Rider weltweit ist.
Mit 52.7 Punkten sicherte sich der Weltcup-Titelverteidiger an der Battersea Power Station in London den siebten Sieg seiner Karriere und verwies damit den Schweizer Gian-Luca Cavigelli (50.5) und Domen Bizjak (SLO) auf die Plätze zwei und drei.
Matevz Pristavec musste sich punktgleich mit dem vierten Platz zufrieden geben (SLO).
"Ich war schon sehr nervös"
Dass es am Ende zu diesem für Gimpl traumhaften Resultat reichte, verdankte das Snowboard-Urgestein aus dem Salzburger Land wie schon so oft seiner langjährigen Erfahrung.
Es waren nicht die „Young Guns“, die mit „Backside 1260ern“ (Ulrik Badertscher, NOR) oder „Frontside 1260ern“ (Janne Korpi, FIN) die Lorbeeren einfuhren, sondern eben Gimpl mit seinen unnachahmlichen Art, die Tricks in den Schnee zu setzen - auch wenn der 30-Jährige vor dem letzten Sprung fast weiche Knie bekommen hätte.
„Ich war schon sehr nervös, auch wenn eigentlich nichts schief gehen konnte. Denn ich habe die letzten Jahre auf der Sonnenseite des Lebens verbringen dürfen. Es scheint, dass es jemand gut mit mir meint.“
Ständchen zum Sieg
Und zwar so gut, dass der Weltcup-Führende neben einem extrem sauberen „Frontside 1080“, dem nach seiner Aussage „besten meines Lebens“, auch noch einen „Cab 900“ vor den lautstarken 15.000 Zuschauern, die ihm vor dem finalen Satz des Abends ein Ständchen gebracht hatten, wie im Schlaf runter brachte.
"Das war ein super Erlebnis. Denn es hat mich schon gewundert, dass es heute geklappt hat.“
Cavigelli mit starkem Comeback
Gimpl sprach damit den durchweg hohen Level des Teilnehmerfeldes an. Denn die mehr als 50 Rider aus 12 Ländern hatten zuvor die zum Teil deutlich schwierigeren Sprünge gezeigt – nur eben nicht so sauber wie der spätere Sieger.
Einer von ihnen war Gian-Luca Cavigelli. Für den Schweizer, der noch nie einen Weltcup in den Top-10 beendet hatte, reichte es heute dank eines „Backside 1080 Double Cork“ und eines „Backside Rodeo 720“ zum unerwarteten zweiten Platz.
„Ich bin sehr zufrieden, denn ich stehe nach meiner Verletzung erst seit zwei Monaten wieder auf dem Snowboard“, so der 21-Jährige, der sich vor einem Jahr das linke Kreuzband gerissen hatte.
Macho zweitbester Österreicher
Und auch der drittplatzierte Slowene Domen Bizjak durfte sich nach „Switch Backside 900“ und „Frontside 900“ über das beste Weltcup-Ergebnis seiner Karriere freuen.
„Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet, aber heute hat es einfach super geklappt“, so der 24-Jährige, der nach bislang drei vierten Plätzen endlich den Sprung aufs Podium schaffte.
Als zweitbester Österreicher belegte Michael Macho Platz 19. Am kommenden Samstag findet in Barcelona der nächste Weltcup-Bewerb statt.




















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