


Aus dem Medal Race geblasen
Es hat nicht wollen sein. Das ist leichter ausgesprochen, als es sich letztendlich anfühlt. Mit Rang 14 im Gepäck verlassen wir die Bahamas, der WM-Traum ist vorzeitig ausgeträumt.
Dabei fing heute alles so genial an. Wir haben uns auf eine totale Attacke eingeschworen und mit Rang 3 im vorletzten Durchgang die Konkurrenz nervös gemacht. Das Medal Race war zum Greifen nahe und schien quasi unter Dach und Fach, da auch die letzte Runde viel versprechend begann.
Begann verrät bereits, dass wir einmal mehr aus dem Sattel geholt wurden, böse auf die Schnauze fielen und das Ziel vom Medal Race Einzug buchstäblich im Ozean absoff. Dieser letzte Abgang war symptomatisch für die gesamte WM-Runde.
Wieder war Ballerman und diesmal hat es uns einfach umgeblasen. So etwas ist uns in den letzten zehn Jahren genau einmal passiert.
Gleich dreimal sind wir diese Woche gekentert, darüber hinaus zu unrecht gepfiffen worden. Zuviel bei zwei Streichmöglichkeiten und einer Weltmeisterschaft. Es mag blöd klingen, aber unter Berücksichtigung unserer Katastrophen ist ein 14. Platz ganz in Ordnung.
Er zeigt, was möglich gewesen wäre, dieser Umstand schmerzt besonders. Wir konnten unsere Bestleistung zu selten abrufen und hatten auch kein Glück. Wenn es läuft, hast du zumeist auch Fortuna an deiner Seite, ist Sand im Getriebe gesellt sich oft Pech hinzu.
Positiv ist, dass Nikos Rücken dank Marcels Zauberhände endlich wieder super funktioniert und wir ungemein viel Freude am Arbeitsplatz haben. Morgen übersiedeln wir nach Miami, am 12. Jänner kommt unsere Lady nach. Dann haben wir knapp zwei Wochen Zeit an unseren Fehlern zu arbeiten und uns für den Weltcupstart in Form zu bringen. Ab 26. Jänner wollen wir unseren Sieg vom Vorjahr verteidigen, bis dahin wartet eine Menge Arbeit. Nachdem was war, freuen wir uns umso mehr darauf - Zeit und Motivation die Köpfe hängen zu lassen, haben wir keine.
Vielen Dank für euren Rückenwind, der mit Sicherheit für eine Medaille gut war. Diesmal haben wir es leider vergeigt, aber lieber jetzt, als bei den Olympischen Spielen 2012 im englischen Weymouth.
Bis bald,
Eure Nic(k)os
















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