

Steinegger und das große Kribbeln

- Das erste Mal: Jördis Steinegger feiert in Rom ihre WM-Premiere
Rom - Nasse Haare in der Früh, nasse Haare am Abend, dazwischen unzählige Kilometer im Schwimmbecken.
Ein ganz normaler Tag im Leben von Jördis Steinegger.
Für LAOLA1 hat sie sich abgetrocknet und spricht über die intensiven, aber umso erfolgreicheren Jahre im Team von Helge Gödecke.
Als Krönung der harten Arbeit startet sie mit späten 26 Jahren in Rom das erste Mal bei Weltmeisterschaften und liebäugelt mit einem Finaleinzug.
Gutes Umfeld
Viele Schwimmbäder hat sie bereits gesehen, noch mehr Kilometer in denselben abgespult. Aber erst seit sie in Linz lebt, fühlt sich Steinegger sportlich „angekommen“.
„Die Gruppe passt, die Bedingungen sind perfekt.“ Müdigkeit gehört zum täglichen Geschäft.
Aber das sei alles halb so schlimm, denn die Ergebnisse sprechen für sich. „Bevor ich nach Linz gekommen bin, wusste ich, es geht noch mehr!“ Ein Lächeln huscht über das blasse Gesicht.
Neubeginn in Linz
Seit Herbst 2005 trainiert die gebürtige Steirerin im olympischen 50m-Becken auf der Gugl, denn das Training auf der Kurzbahn in Graz brachte nicht die erwarteten Erfolge.
Landestrainer Helge Gödecke damals anzusprechen, sei für Steinegger eine Überwindung gewesen: Ihre Leistungen stagnierten und die Schulter schmerzte.
„Einige Funktionäre haben mich bereits abgeschrieben, aber so einfach wollte ich mich nicht geschlagen geben.“ Coach Gödecke nahm sich ihrer an. Er zeigte viel Geduld, Steinegger im Gegenzug, dass sie hart arbeiten konnte und wollte.
Ohne Pause
Zwischen den zwei täglichen Wassereinheiten gehört ein Abstecher in die Kraftkammer oder auf den Ergometer einfach dazu.
Das Training ist für die HSZ-Soldatin ein Fulltime-Job. Erst abends erholen sich die Muskeln bei einer Massage.
Dass sie sich ihre Leistungen ganz ohne unerlaubte Hilfsmittel erarbeitet, ist Steinegger wichtig. „Man kann von mir 24 Stunden am Tag alle Körperflüssigkeiten testen. Da kenn ich nix.“




















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