

"Ich darf es nicht mehr 'Training' nennen"

- Auf einen Namen konnten sich Violetta und Helmut noch nicht einigen
Wien - Am 15. August holte Violetta Oblinger-Peters im Wildwasserkanal von Peking die olympische Bronze-Medaille.
Obwohl in ihrem Kanu kein Platz war, saß die gebürtige Deutsche in China nicht alleine im Boot.
Mit an Bord war der Nachwuchs. Die 31-Jährige war bei ihrer Bronze-Fahrt bereits seit einem Monat schwanger.
Im neunten Monat
Mittlerweile ist "Vio" hochschwanger und mit Gatte und Trainingspartner Helmut mitten in den Vorbereitungen für den Mitte April erwarteten Zuwachs.
"Ein Bettchen haben wir schon", ist die Wahl-Schärdingerin glücklich.
Im LAOLA1-Gespräch verrät die Athletin von Forelle Steyr, dass sie nach wie vor trainiert, sich schon nach Kinderbooten umgesehen hat und ob es ein Junge oder ein Mädchen wird:
LAOLA1: Violetta, wie geht es dir als werdende Mutter?
Violetta Oblinger-Peters: Nach der überstandenen Lungenentzündung geht es mir endlich wieder gut. Die hat mich schon sehr mitgenommen. Am 19. Jänner hat mich ein Grippevirus bei einem Trainingslager in Südafrika erwischt. Fünf Wochen habe ich gebraucht, bis ich mich endgültig davon erholt hatte. Ich bin froh, das das vorbei ist.
LAOLA1: Trainierst du noch?
Oblinger-Peters: Ja, aber ich darf es nicht mehr „Training“ nennen, weil ich mir sonst Ziele stecke. Das habe ich mit den Ärzten so vereinbart. Ich betreibe halt Sport, so gut es geht. Momentan mache ich viel in der Kraftkammer und allgemeine Sachen, einfach um den Muskeltonus nicht zu verlieren. Was geht und was nicht, merkt man sehr rasch. Gewisse Bewegungen sind mittlerweile einfach unphysiologisch, die macht man dann einfach nicht mehr.
LAOLA1: Sitzt du auch noch öfters im Boot?
Oblinger-Peters: Nur mehr ab und zu. Das Problem ist, dass man beim Slalom viel mit dem Oberkörper rotieren muss, selbst beim geradeaus fahren. Und das geht nicht besonders gut. Ich mache deshalb nur kurze Einheiten, um das Gefühl nicht ganz zu verlieren. Wir haben auch ein Paddel-Ergometer zuhause, auf dem ich fahre.
LAOLA1: Wird es ein Kanute oder eine Kanutin?
Oblinger-Peters: (lacht) Es wird definitiv ein männlicher Fahrer.























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