Wien - Sie sind Seriensieger, Kristallsammler, WM-Triumphatoren.
Sie haben in ihrer Sportart neue Maßstäbe gesetzt und diesen über Jahre hinweg mitgeprägt. Die Konkurrenz hatte häufig das Nachsehen. Häufig, aber nicht immer.
Denn sobald Olympische Spiele auf dem Programm standen, war von all der Dominanz nichts mehr zu spüren. Während andere Sport-Helden ihre Chancen bereits verpasst haben, gibt es für einige Superstars noch eine - möglicherweise - letzte Chance, Olympia-Gold abzuräumen.
LAOLA1 mit einer Liste von Sport-Superstars, die in Vancouver auf die Karriere-Krönung hoffen:
Adam MALYSZ (Polen): Seit 1994 ist Adam Malysz fester Bestandteil des Skispringer-Zirkus. Mit 38 Weltcup-Siegen, vier großen Kristallkugeln, dem Gewinn der Vierschanzen-Tournee, des Nordic Tournaments (drei Mal) und des Sommer-GP (drei Mal) gehört er zu den erfolgreichsten Adlern aller Zeiten. Auch bei Weltmeisterschaften räumte er mit vier Goldenen und einer Silbernen ab. Für Olympia-Gold langte es nicht ganz, in Salt Lake City gewann der Pole Silber (Großschanze) und Bronze (Normalschanze).
Bode MILLER (USA): Das "Enfant Terrible" des Alpinsports zählt nicht nur auf der Party-, sondern auch auf der Skipiste zu den ganz Großen der Szene. Er gewann den Gesamtweltcup zwei Mal, dazu sechs Disziplinen-Kristallkugeln. Vier WM-Goldene sowie eine Silbermedaille hat er ebenso zu Hause stehen, wie zwei Olympia-Silbermedaillen aus Salt Lake City. In Vancouver soll endlich Gold hinzu kommen.
Marit BJÖRGEN (Norwegen): Kaum zu glauben, doch auch Langlauf-Ass Marit Björgen darf sich nicht "Olympionikin" nennen. Mit der Staffel reichte es 2002 "nur" zu Silber, vier Jahre später über 10 km klassisch ebenfalls. Dafür holte sie in ihrer Karriere vier WM-Titel, zwei Silber- und drei Bronzemedaillen sowie zwei Gesamtweltcup- und 30 Weltcup-Siege.
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Lindsey VONN (USA): Die erst 25-jährige US-Amerikanerin zählt trotz ihres jungen Alters bereits seit vielen Jahren zu den Top-Stars im alpinen Skizirkus. Bereits 31 Mal lachte Lindsey Caroline Vonn, so ihr voller Name, vom obersten Treppchen eines Weltcup-Rennens. Im Gesamtweltcup triumphierte sie zwei Mal, vier weitere Male war sie im Disziplinen-Weltcup (zwei Mal Abfahrt, zwei Mal Super-G) nicht zu schlagen. Bei Weltmeisterschaften gewann sie bislang je zwei Gold- und Silbermedaillen.
Jasey-Jay ANDERSON (Kanada): Wenn Jasey-Jay Anderson bei einem Großereignis abräumt, dann richtig. Er hat vier WM-Medaillen errungen, allesamt sind sie golden. Ebenso oft triumphierte er im Gesamtweltcup der Snowboarder, insgesamt kommt der 34-Jährige auf 22 Weltcup-Triumphe. Was fehlt, ist olympisches Edelmetall. Bis heute wartet der Kanadier auf seine erste Medaille, bei den Heim-Spielen soll es endlich mit dem großen Wurf klappen.
Janne AHONEN (Finnland): Geht es um die Frage nach dem besten Skispringer aller Zeiten, ist er stets einer der Erstgenannten. Fünf Erfolge bei der Vierschanzen-Tournee sind einzigartig, zwei Mal war er im Gesamtweltcup der Stärkste, 36 Einzelsiege feierte er in seiner Laufbahn. Bei Weltmeisterschaften (inkl. Skiflug-WM) räumte er 20 Medaillen ab, fünf davon aus Gold. Nur bei Olympia lief es nie nach Wunsch. Lediglich im Teambewerb stand er zwei Mal als Zweiter (2002 und 2006) mit auf dem Stockerl.
Sandrine BAILLY (Frankreich): Wie für ihre Vorgänger gilt auch für Sandrine "Sansan" Bailly: Der Traum von Olympia-Gold wurde noch nicht erfüllt. Zwar gewann sie WM-Gold und den Gesamtweltcup sowie 20 Einzelrennen und zwei kleine Kristallkugeln, mehr als Staffel-Bronze in Turin 2006 wollte beim wichtigsten Wintersport-Ereignis der Welt aber nicht herausspringen.
Manuela RIEGLER (Österreich): Schon 1996 wurde die heute 35-Jährige Vize-Weltmeister, eine weitere Silber- und eine Bronzemedaille folgten. Krönung: Der WM-Titel 2005. Auch im Weltcup räumte sie ab, gewann zwei Mal die große Kristallkugel. In dieser Saison noch ohne Spitzenplatz, hofft sie auf Olympia, das bekanntlich seine eigenen Gesetze hat.
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