

Payer überzeugt mit einer Weltklasse-Leistung
Bukarest - Österreich trennte sich im WM-Qualifikations-Spiel von Rumänien mit 1:1.
In einer hart umkämpften Partie vertraute Teamchef Didi Constantini auf eine extrem junge Mannschaft. Das Durchschnittsalter der Startelf betrug 22,7 Jahre.
Die "jungen Wilden" zeigten unheimliche Moral und waren nach dem Ausgleich von Schiemer (82.) dem Sieg sogar näher. Da Frankreich in Serbien ein 1:1 erreichte, hat die ÖFB-Elf allerdings nur noch eine Mini-Chance auf Platz zwei.
LAOLA1 nahm die Leistung der ÖFB-Kicker wie immer unter die Lupe.
HELGE PAYER (18 Spiele/0 Tore)
Der beste Österreicher! Stark, wie er nach zehn Minuten einen Radoi-Kopfball über die Latte drehte. Sensationell, wie er knapp zehn Minuten später im Herauslaufen die hundertprozentige Chance des alleine auf ihn zulaufenden Marica entschärfte. Mit seinen Glanztaten hielt der Rapid-Keeper Österreich lange im Spiel. Beim Gegentreffer von Bucur war er machtlos, der Kopfball war viel zu wuchtig.
FRANZ SCHIEMER (10/1)
Ausgerechnet der defensiv orientierte Rechtsverteidiger erzielte den Ausgleich! Bei einer Standard-Situation war der Salzburger Bulle zur Stelle. Machte die rechte Abwehrseite besser zu als Fuchs, sein Pendant auf der linken Abwehrseite, ließ nichts anbrennen. Im Spiel nach vorne war er jedoch lange nicht existent. Erst als man dem Rückstand hinterher lief, traute er sich öfter über die Mittellinie.
ALEKSANDAR DRAGOVIC (4/0)
Wieder eine gute Leistung des Austrianers. Wie Nebenmann Scharner bügelte er mehrmals in höchster Not aus. Aus dem Spiel heraus kassierte das ÖFB-Team kein Tor, konnte erst durch eine Standard-Situation, bei der die Zuteilung überhaupt nicht gestimmt hat, bezwungen werden. Ging bisweilen auch mit nach vorne, nach einem Fuchs-Freistoß hätte er entschlossener den Abschluss suchen können.
PAUL SCHARNER (26/0)
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Die Verletzungs-Misere in der Innenverteidigung macht's möglich. Scharner, für Constantini im Mittelfeld gesetzt, muss in der Abwehrzentrale aushelfen. In diesem Spiel keine schlechte Idee. Gemeinsam mit Youngster Dragovic stand der Kapitän meist gut, rettete immer wieder in brenzligen Situationen. Von einem gänzlich gelungenen Arbeitstag kann man jedoch nicht sprechen, wenn man in Betracht zieht, wie oft ein Rumäne alleine vor Payer aufgetaucht ist.
CHRISTIAN FUCHS (27/0)
Extrem nervöser Beginn des Bochum-Legionärs, dem ungewohnte Flüchtigkeitsfehler unterliefen. Die Rumänen erkannten die Probleme des Linksverteidigers und forcierten ihre Angriffe über die rechte Seite. Mihai Roman setzte Fuchs immer wieder gewaltig unter Druck. Mit Fortdauer der Partie erfing sich der 23-Jährige jedoch, stand defensiv besser und schaltete sich zunehmend ins Spiel nach vorne ein. Seine Freistoß-Versuche waren leider ungefährlich.
ANDREAS HÖLZL (8/2)
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Der Sturm-Kicker kam auf der rechten Seite kaum ins Spiel, konnte seine Schnelligkeit und Dynamik nur selten ausspielen. Mangels Unterstützung von Schiemer war er lange Zeit auch relativ auf sich allein gestellt.
JULIAN BAUMGARTLINGER (1/0)
Team-Debüt des Austrianers! Der 21-Jährige profitierte von der Nominierung Scharners in der Innenverteidigung. Der gebürtige Salzburger erfüllte seine Aufgaben trocken. Gemeinsam mit mit dem zweiten "Sechser", Pehlivan, ließ er allerdings zuviele Bälle durch. Im Spiel nach vorne konnte er zudem wenig Akzente setzen. Welch Potenzial er in der Vorwärtsbewegung hat, deutete er gegen Ende der ersten Halbzeit mit zwei sehr schönen Pässen auf Hölzl an.
YASIN PEHLIVAN (5/0)
Der 20-Jährige brachte wieder jene Attribute ein, mit denen er bereits in seinen ersten vier ÖFB-Auftritten zu gefallen wusste – Souveränität, Ballsicherheit, Zweikampfstärke. Die Präsenz des Rapidlers tut dem defensiven Mittelfeld des Nationalteams gut. Im Spielaufbau besteht jedoch noch Luft nach oben.
JAKOB JANTSCHER (4/0)
Ähnlich wie bei „Zwilling“ Beichler: Viel Aufwand, bei dem leider nicht allzu viel herausgekommen ist. In der ersten Halbzeit einer der auffälligeren Österreicher. Suchte immer wieder erfolgreich das Tempo-Dribbling, vermochte es jedoch kaum, seine Mitspieler in Szene zu setzen. Der entscheidende Pass blieb aus. Seine Standards sorgten diesmal für wenig Gefahr. Für ihn lautet der nächste Schritt, zu lernen, auch auf internationalem Level gute Aktionen zu finalisieren.
DANIEL BEICHLER (2/0)
Der 20-Jährige spielte sich mit seiner starken Performance gegen die Färöer ins Spiel, agierte als hängende Spitze erst hinter Hoffer und dann hinter Maierhofer. Bemühte sich redlich, hatte auch gute Ideen, die jedoch kaum aufgingen. Kam weder zum Torabschluss, noch konnte er mit seinen Passversuchen Chancen kreieren. Wie für alle Youngsters sind gerade diese Spiele auch für Beichler extrem lehrreich.
ERWIN HOFFER (14/2) -
Den 1. April haben die Rumänen nicht vergessen! Beim 2:1-Sieg in Klagenfurt „killte“ Hoffer die Osteuropäer im Alleingang. Der Doppelpack von damals sind seine bis dato einzigen Länderspieltreffer. Auch in Bukarest war er weit davon entfernt sein Torkonto aufzufetten. Der Napoli-Legionär hing vielmehr in der Luft, weshalb es der rumänischen Verteidigung nicht allzu schwer fiel, ihn im Zaum zu halten. Hoffers größte Stärke - seine Schnelligkeit - kam nie zur Geltung, weil er nie entsprechend eingesetzt wurde. Am rot-weiß-roten Kombinations-Spiel war er weitestgehend unbeteiligt. Zur Pause von Maierhofer ersetzt.
STEFAN MAIERHOFER (8/1)
Unfassbar! Die Tore, die man nicht schießt, bekommt man – Maierhofer trat den Beweis an. Unmittelbar vor dem Führungstreffer der Rumänen hätte der zur Pause eingewechselte Wolverhampton-Legionär Österreich in Führung schießen MÜSSEN. Alleine lief er nach toller Balleroberung auf Goalie Coman zu. Anstatt den Abschluss zu suchen, zögerte er und ließ sich entscheidend abdrängen. Zeigte in der Folge den gewohnten Einsatz, fand jedoch keine Chance mehr vor. Schiemers Ausgleich „rettete“ den 2,02-Meter-Riesen.
CHRISTOPHER TRIMMEL (2/0)
Die Enwechslung des Rapidlers brachte neuen Schwung in die Offensiv-Bemühungen der ÖFB-Elf. Der Burgenländer spielte frech, traute sich einiges zu.
ROMAN WALLNER (25/5) - zu kurz eingesetzt
Aus Bukarest berichtet Peter Altmann
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