

Rasen unbespielbar: WM-Quali als Aprilscherz!

- Einer WM-Quali unwürdig: Der Rasen des EM-Stadions als Mini-Wörthersee
Wien – Klagenfurt hat Villach endgültig als Fasching-Hauptstadt abgelöst.
Und das ausgerechnet am 1. April. Denn das WM-Qualifikationsspiel zwischen Österreich und Rumänien fällt wie befürchtet ins sprichwörtliche Wasser.
Der durch die Wetterkapriolen der letzten Tage ohnehin schon mitgenommene Rasen wurde durch menschliches Versagen endgültig unbespielbar gemacht.
Feuchte Blamage
Zentimeter hoch stand das Wasser am Morgen des 1. April auf dem aufgeweichten Boden der EM-Arena. An ein Fußball-Spiel war daher nicht zu denken.
Bitter: Noch am Vortag hatte ÖFB-Generalsekretär Alfred Ludwig verkündet: "Das Spiel war nie in Gefahr und wird auch nie in Gefahr sein.“
Sogar zusätzliche Sitzplätze (25.000 statt 22.500) waren freigegeben worden. Und jetzt das.
Programmierungsfehler im System
Was war passiert: Dem Platzwart (Name der Redaktion bekannt) passierte eine bedauerliche Verwechslung. Er stellte bei der automatischen Rasensprengung versehentlich das Programm für den 1. Juli ein.
Das für sommerliche Temperaturen vorgesehene Programm begann daraufhin am Dienstagabend das Gras im Stundentakt jeweils 60 Minuten bis in die Morgenstunden zu gießen.
Gift für die beanspruchte Grasnarbe. "Es sah aus wie der Wörthersee, nur mit Algen überzogen“, berichtet ein Stadion-Insider im Gespräch mit LAOLA1.
"Lei lossn" ist keine Lösung"
Die Lösungsvorschläge des betroffenen Platzwartes: "Lei lossn, trocknet sicha wieda“, waren den Verantwortlichen nicht effizient genug.
Der anwesende FIFA-Beobachter George Courtney sagte die Partie kurzfristig ab.
Nach den Absagen der Austria-Kärnten-Spiele gegen Sturm (zwei Mal) und Salzburg die nächste Watschn ins Gesicht der leidgeprüften Klagenfurter Stadion-Betreiber.
Ausgerechnet Österreichs modernstes Stadion sorgt vor den Augen der Weltöffentlichkeit für die größte Fußball-Blamage seit der 0:1-Niederlage des ÖFB-Teams gegen die Färöer-Inseln 1990.
Landeshauptmann ist erbost
"Das ist ein schlechter Scherz“, meinte auch der frischgewählte Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler am Rande einer Wallfahrt nach Lambichl.
- Rumäniens Star Adrian Mutu stellt sich nach der Absage den Journalisten
Der für seine humorigen Sager bekannte 53-Jährige versprach auch gleich Besserung.
"Bei der neuen Eishalle steht eine Bodenheizung ganz oben auf der Liste.“
ÖFB-Team nimmts gelassen
Gefasst reagierten die ÖFB-Spieler und Teamchef Dietmar Constantini auf die Absage. "Wir haben eigentlich schon damit gerechnet. Wir sind schließlich in Klagenfurt“, heißt es aus der Mannschaft.
Lieber kein Spiel als eine „Schlamm-Schlacht“, so der überwiegende Tenor: "Auf diesem tiefen Boden hätten wir unsere technischen Vorteile sowieso nicht wirklich nutzen können.“
"Hauptsache die Stimmung ist gut“, blödelte der lustigste Cheftrainer im Fußball-Land.
Rumänen-Star ist verschnupft
Von den rumänischen Spielern war nach dem abschließenden Team-Meeting im Casino Velden nur Stürmer-Star Adrian Mutu für eine Stellungnahme ansprechbar.
Der Fiorentina-Spieler reagierte verschnupft ob der Zustände im Stadion, hatte aber bereits nach den winterlichen Verhältnissen am Montag mit einer Absage spekuliert: „Denn mit Schnee kenne ich mich bestens aus!“ Ja, die Winter in Rumänien sind streng.
ÖFB-Präsident Windtner war der „Look“ des Rasens gegenüber der rumänischen Delegation sichtlich peinlich.
Sieg am grünen Tisch?
„Mutu and the others are always welcome in Austria“, versprach der Verbands-Boss seinem Amtskollegen, bei der nächsten Reise ins Land der Berge Kost und Logis für die rumänischen Spieler zu übernehmen.
Wann und ob das Spiel nachgetragen wird, ist derzeit noch offen. Auch eine 0:3-Strafverifizierung zugunsten der Rumänen ist nicht auszuschließen.
Der ansonsten höfliche englische FIFA-Beobachter stürmte angeblich mit den Worten: „Das ist f***ing nicht normal, ein f***ing Skandal, who ist the best greenkeeper in this f***ing league?“, aus dem Stadion.
Beim ÖFB will man an Klagenfurt als Austragungsort festhalten. „Das Catering für den VIP-Bereich wurde auf Kärntner Verhältnisse angepasst, ein Wechsel würde sehr kompliziert sein.“
Wolfsberg steht bereit
Einziges akzeptables Ausweichquartier wäre das renovierte Stadion in Wolfsberg. Ein guter Boden fürs Nationalteam!
Wenn man dort schon die U19 von Austria Kärnten nach allen Regeln der Kunst 12:0 zerlegt, was ist dann erst gegen Rumänien möglich?, so das Kalkül der ÖFB-Macher.
Übrigens: Laut Team-Arzt Dr. Acula hätte sich der rumänische Verband im aktuellen Fall bei einer kurzfristigen Verlegung des Spiels in ein anderes Stadion beteiligt.
Sieben Bürgen wären für die Finanzierung bereit gestanden. Möglicher Termin wäre der 31. Juni - garantiert ein sonniger Tag.
Kein Scherz, oder doch....?
| Um posten zu können, logge dich hier mit deinem Usernamen und Passwort ein. | |
| Registrieren | Passwort vergessen | |
| Username: | |
| Passwort: | |
![]() | |

































