


Spaniens langes Warten hat ein Ende
Viva espana! Ein fußballverrücktes Land feiert seine Helden.
Unglaubliche 44 Jahre lang musste die Kicker-Großmacht Spanien auf einen Titel warten. Für einmal liegen sich Katalanen, Basken, Galizier oder Andalusier in den Armen und feiern zu Recht den Sieg ihrer Künstler über den Kampf-Fußball der Deutschen.
Vater des Erfolgs ist mit dem 69-jährigen Luis Aragones ein "schrulliger Opa", der es verstanden hat, die unterschiedlichen Volksgruppen zu vereinen und eine Harmonie in die technisch und spielerisch starke Truppe zu bringen.
Das Kurzpass-Spiel der Spanier lässt die Fans mit der Zunge schnalzen, die Ballsicherheit aller elf Spieler verblüfft selbst die größten Kritiker. Zudem verfügen die Iberer über eine ausgefuchste, stabile Abwehr.
Der Europameister hat alles, was ein Klasseteam auszeichnet. Und die Mannschaft hat mit Aragones einen Übervater. Der eigenwillige Fußballlehrer ist laut Andi Ogris, der einst bei Espanyol Barcelona ein Jahr lang unter ihm trainierte, der Ernst Happel Spaniens. Gibt es ein größeres Kompliment für den neuen Europameister?
Aragones hat populäre Spieler wie Raul aus der Nationalmannschaft gestellt und eine junge Mannschaft mit neuen Stars geformt. Spielern wie Marcos Senna, David Silva, Fernando Torres, Torschützenkönig David Villa oder dem 21-Jährige Cesc Fabregas gehört die Zukunft.
Deutschland darf sich mit dem Endspiel trösten. Das ist mehr als sich "Jogis Jungs“ angesichts der Ausrutscher auf ihrer holprigen Bergtour erwarten konnten.
Im Endspiel haben sie ihre Meister gefunden und das sportlich fair anerkannt.
Für Österreich enden 23 aufregende und unvergessliche EURO-Tage mit einem friedlichen Festtag für den Fußball. Und das ist, wenn es sportlich nicht wie gewünscht läuft, auch etwas, das Anlass zum Feiern gibt.




























