

Mörz: "Sind derzeit nicht bundesligatauglich"

- Mattersburg erleidet gegen die Rapid Amateure eine unglaubliche Klatsche
Wien – 1:5-Cup-Debakel gegen die Rapid Amateure! Mattersburgs Talfahrt erreicht eine neue Dimension.
„Es ist alles schief gegangen, obwohl wir uns einiges vorgenommen haben. Wir sind zurecht die größten Deppen“, erklärt ein sichtlich angeschlagener Michi Mörz gegenüber LAOLA1.
Dem SVM-Kapitän sind die grauenhaften 90 Minuten seiner Mannschaft ins Gesicht geschrieben.
"Sind momentan nicht bundesligatauglich“
„Uns ist zwar das wichtige 1:0 gelungen, doch danach sind wir zerfallen – in hunderttausend Stücke. Jeder ist irgendwie herumgelaufen – ziellos. Dann kommt eben so eine Klatsche heraus. Nach so einem Ergebnis muss man zugeben, dass wir momentan nicht bundesligatauglich sind“, berichtet der 28-Jährige.
Trainer Franz Lederer verließ das Hanappi-Stadion übrigens wortlos. Weder seine Spieler noch die wartenden Journalisten bekamen den Burgenländer nach Spielende zu Gesicht.
Der Coach stieg unmittelbar nach Schlusspfiff in sein Auto und „flüchtete“. Sind seine Tage beim SVM gezählt?
Lederer vor dem Abschied?
Auch Mörz rätselt über die Zukunft seines Chefs: „Es ist eine Scheißsituation für ihn. Ich weiß nicht, wie es weitergeht, ob er weitermacht, oder überhaupt weitermachen darf.“
Nach den letzten Ergebnissen steigt jedenfalls der Druck. Zwar stärkte Obmann Martin Pucher Lederer zuletzt den Rücken, doch nach einer derart inferioren Leistung gegen einen Regionalligisten kann man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen.
Mörz nimmt Trainer in Schutz
Der Kapitän nimmt seinen Trainer jedenfalls ins Schutz. „Die Schuld trifft uns Spieler. Der Trainer ist das schwächste Glied. Die Mannschaft muss sich beim Coach, beim Verein und bei den Fans entschuldigen. Wir müssen uns alle hinterfragen.“
Mattersburgs Nummer fünf geht sogar noch einen Schritt weiter. „Die Truppe ist jetzt gefordert, muss zusammenhalten. Vielleicht sollten wir uns einmal ordentlich in die 'Goschn' hauen, damit etwas weitergeht.“
Viel Zeit bleibt den Burgenländern nicht, denn am Wochenende steigt bereits das Duell gegen Altach.
"Dürfen Kopf nicht hängen lassen“
„Durch jede Niederlage sinkt das Selbstvertrauen. Hätten wir den Aufstieg geschafft, wären wir gestärkt nach Vorarlberg gefahren. Es wird jetzt nicht leichter. So eine heftige Cup-Niederlage muss man erst einmal verarbeiten.“
Mörz fordert von seinen Teamkollegen Courage. „Wir dürfen den Kopf nicht hängen lassen, sonst folgt die nächste Schlappe. Wir müssen am Samstag punkten. Schließlich stehen in den nächsten Wochen schwere und schon entscheidende Partien am Programm. Und es muss einfach alles besser werden.“
Sein Wort in Gottes Ohr. Hoffentlich findet der SVM-Kapitän auch bei seinen Mitspielern die richtigen Worte, denn sonst könnte es für seinen Trainer zu spät sein.
Martin Wechtl/Claus Schlamadinger
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