

"Die Tür in der 'Causa Hofmann' tut sich auf"

- Rapid-Regisseur Steffen Hofmann ist mit einer Wienerin verheiratet
Wien – Seit Mittwoch tagt die FIFA auf ihrem 59. Kongress in Nassau auf den Bahamas – und Österreich ist plötzlich mittendrin statt nur dabei.
Nicht nur weil ÖFB-Präsident Leo Windtner und Generaldirektor Gigi Ludwig als zwei der zahlreichen Delegierten der 205 Nationen dabei sind, sondern weil auf einmal eine altbekannte Thematik neuen Elan bekommen könnte – die Causa „Steffen Hofmann“.
Zur Erinnerung: Der mittlerweile 28-jährige Deutsche im Dienste von Rekordmeister Rapid, der mit einer Wienerin verheiratet ist, war schon vor Jahren ein Thema als ÖFB-Teamspieler.
Zu alt für Nationalteam-Wechsel
Das Problem: Der Mittelfeld-Regisseur hatte zwar nie für das A-Nationalteam Deutschlands gespielt, aber für diverse Nachwuchsauswahlen. Hofmann hätte den Nationalteam-Wechsel vor seinem 21. Lebensjahr absolvieren müssen – also damals schon österreichischer Staatsbürger sein.
Zum Zeitpunkt der Bemühungen – in den Jahren 2005/06 – war Hofmann aber bereits 25.
Nach Gesprächen mit dem Weltverband war der ÖFB dennoch guter Dinge, erfuhr aber beim UEFA-Kongress 2006 in Budapest endgültig eine Absage.
Der ÖFB, insbesondere Ludwig, gestand Fehler ein, wies aber die Kritik, wonach eine Frist verabsäumt wurde, zurück.
Wendet sich das Blatt?
Mehr als drei Jahre später scheint sich das Blatt nun doch noch einmal zu wenden.
Was Österreich einst nicht schaffte, hat Algerien nun vollbracht.
Beim besagten FIFA-Kongress in Nassau wurde der Antrag des algerischen Verbands, wonach es keine Altersbeschränkung für einen Wechsel der Nationalteams geben solle, mit 58 Prozent angenommen.
Was bedeutet: Spieler, egal welchen Alters, können nun unter bestimmten Voraussetzungen für ein Nationalteam spielen, auch wenn sie zuvor im Nachwuchs eines anderen gespielt haben.
Hoffnung beim ÖFB
Die Tür in der "Causa Steffen Hofmann" könnte sich sich auftun.
Doch voreilige Freude soll bei allen Beteiligten nicht aufkommen.
„Wir warten nun einmal auf die schriftliche Ausfertigung dieser Statuten-Änderung der FIFA."
"Erst dann können wir genau abklären, ob wir den Fall neu aufrollen können“, so ÖFB-Juris Thomas Hollerer im Gespräch mit LAOLA1.
"Muss Österreicher werden"
Dafür gibt es natürlich auch eine Bedingung: „Steffen Hofmann muss Österreicher werden.“
Eine Inkraftnahme der Änderung für die laufende WM-Qualifikation ist dabei eher unwahrscheinlich - doch für die EM-Qualifikation 2012, beginnend im Herbst 2010, erscheint diese realistisch.
Noch hängt alles in der Schwebe, aber vielleicht kommt bald der Stein ordentlich ins Rollen – und dann könnte es doch klappen: Steffen Hofmann als Regisseur der österreichischen Nationalmannschaft.
Bernhard Kastler/Peter Rietzler| Um posten zu können, logge dich hier mit deinem Usernamen und Passwort ein. | |
| Registrieren | Passwort vergessen | |
| Username: | |
| Passwort: | |
![]() | |

































