Zitate des Tages

"Wir haben gut gespielt, wir waren besser, aber der Ausgleich hat uns zerstört. Danach haben wir es nicht geschafft, uns zu erholen."

Luka Modric nach dem Ausscheiden Kroatiens gegen die Türkei.

                                                      

"Die Sonne wird trotz allem aufgehen. Wir werden noch einige Tage weinen, und dann werden wir noch stärker zurückkommen".

Kroatiens Teamchef Slaven Bilic nach dem EM-Aus seines Teams gegen die Türkei in der Nacht auf Samstag.

                                                      

"Luca Toni hat mir geschrieben, dass er Probleme mit seinem besten Freund hat. Daraufhin habe ich ihm meine Hilfe angeboten. Dann hat er geschrieben, dass es der Ball ist, und dieser nicht macht, was er will."

DFB-Teamstürmer Miroslav Klose über seinen SMS-Verkehr mit dem bisher glücklosen Italien-Stürmer und Bayern-Vereinskollegen Luca Toni.

                                                      

"Nach dem Spiel war ich richtig kaputt. Die Doppelbelastung als Tormann- und Co-Trainer hat mich sehr geschlaucht."

DFB-Tormanntrainer Andreas Köpke über das Portugal-Spiel, in dem er aufgrund der Verbannung von Teamchef Joachim Löw auf die Tribüne gleich zwei Funktionen hatte ausfüllen müssen.

                                                      


EM-Splitter

Die Schweden sind bereits in der EURO-Gruppenphase gescheitert - und das, obwohl sie über die "emotionalsten" Fans aller EM-Teilnehmer verfügen. Laut dem "Football Passions Report" von EURO-Hauptsponsor Canon haben 88 Prozent der schwedischen Fans bei einem Fußballspiel schon einmal einen fremden Menschen umarmt und geküsst. 95 Prozent der Schweden gaben an, dass Fußball der einzige Anlass für sie sei, ihren Emotionen freien Lauf zu lassen.

                                                      

Für Hollywoodstar Dustin Hoffman ist das deutsche Fußballteam Favorit auf den EM-Titel. "Ich tippe, dass Deutschland im Finale gewinnt - und ich habe noch nie falsch gelegen", sagte der Schauspieler am Montagabend bei der Vorstellung des Animationsfilms "Kung Fu Panda" in Berlin. "Verraten Sie aber den Spaniern nicht, dass ich das gesagt habe."

                                                      

Mitarbeiter vieler deutscher Autofabriken können am Mittwoch in aller Ruhe das Halbfinale ihres Teams gegen die Türkei im TV verfolgen. Audi, VW, BMW, Daimler und Porsche lassen ihre Arbeiter früher nach Hause gehen bzw. während der Arbeit schauen. Davon betroffen sind nicht nur deutsche Staatsbürger, für die Daimler AG arbeiten in Deutschland beispielsweise mehr als 6.000 Türken. Bei Airbus, Bayer oder Thyssen-Krupp Steel wird hingegen ganz normal durchgearbeitet. Aus Sicherheitsgründen sei es nicht möglich, die Produktion zu unterbrechen, sagte Thyssen-Krupp-Sprecher Erwin Schneider.

                                                      

Ein 75-jähriger Pensionist ist im bayerischen Lauingen mit seinem Traktor unfreiwillig in einen Autokorso türkischer Fußballfans geraten. Der frühere Landwirt hatte sich auf dem Nachhauseweg verfahren und wurde von Familienangehörigen gegen 21.00 Uhr als vermisst gemeldet. In einer Suchaktion fand die Polizei den 75-Jährigen inmitten jubelnder Fans. Angehörige brachten ihn nach Hause.

                                                      

Mit einem rauschenden "Midsommar"-Fest haben sich die schwedischen Fans von der EM aus Innsbruck verabschiedet. Das "Drei-Kronen"-Team war ja bereits am Mittwoch aus dem Turnier geflogen, ihre am Natterer See campierenden Anhänger hielten länger durch. Gemeinsam tanzten sie singend um die "Midsommarstangen", einen geschmückten Baum. Der traditionelle Froschtanz durfte nicht fehlen. "Wir machen die ganze Nacht durch. Nur wer zu viel Bier trinkt, wird das Ende nicht mehr erleben", so der Kommentar eines Fans.


                                                      
 
In Neustift, dem Team-Quartier der Spanier, legt während der EM auch die Lokalpolitik eine kleine Pause ein. Der Gemeinderat der Kommune im Stubaital hat die Arbeit eingestellt und konzentriert sich voll auf den Fußball. "Es gibt derzeit keine Gemeinderatssitzungen, denn einige Mandatare sind große Fußballexperten, denen könnte ich das nicht antun", begründete Bürgermeister Peter Schönherr in der "Tiroler Tageszeitung".


                                                      

Dieter Zetsche, Chef des Stuttgarter Autobauers Daimler, gibt seiner Belegschaft für das Halbfinale der Europameisterschaft zwischen Deutschland und der Türkei "fußballfrei". Das Duell hat in den Mercedes-Werken eine besondere Bedeutung: Die Türken stellen traditionell eine sehr starke Fraktion in der Belegschaft. Der Vorstandsvorsitzende Zetsche wurde in Istanbul geboren.

                                                      

Bayern-München-Außenverteidiger Philipp Lahm ist Deutschlands neue Nummer eins im Tischtennis. Das verlautete Arne Friedrich am Samstag im Trainingszentrum der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Tenero. Zuvor war im Duell der beiden Abwehrspieler auf der Platte stets der 29-jährige Berliner der Bessere gewesen.

                                                      

Die White Stripes haben die inoffizielle EURO-Hitparade gestürmt. Mit ihrem Song "Seven Nation Army" hat die US-amerikanische Rockband Enrique Iglesias' offiziellem Turniersong "Can You Hear Me?" sowie Shaggys offiziellem Maskottchensong "Feel The Rush" den Rang abgelaufen. "Seven Nation Army" erlangte bereits zuvor unter den italienischen Fußballfans auf Clubebene große Popularität. Der Song stammt aus dem 2003 herausgegebenen Album "Elephant".

                                                      

Vermutlich türkische Hacker haben während des EM-Spiels Kroatien gegen die Türkei am Freitagabend die Internetseite des kroatischen Außenministeriums manipuliert. Statt des kroatischen Textes sei eine türkische Flagge zu sehen gewesen, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur HINA. Das Ministerium habe daraufhin seinen Server abgeschaltet. Man hoffe, im Laufe des Samstags wieder den gewohnten Internetauftritt präsentieren zu können, hieß es.

                                                      

Was junge Fans gar nicht anders kennen, wurde vor 16 Jahren zur besseren Identifikation der Spieler eingeführt. Die EM 1992 in Schweden war das erste bedeutende Nationen-Turnier, bei dem die Spieler ihre Namen auf den Trikots trugen. Zuvor waren die Nationalspieler nur anhand der Rückennummern zu identifizieren.

                                                      

Türkei-Star Hamit Altintop hat einen neuen Rekord bei der EURO aufgestellt. Im Viertelfinale gegen Kroatien, das als erstes Match in die Verlängerung ging, legte er laut Castrol-Index mit 14,216 km die bisher größte Distanz bei einem EM-Spiel hin. Sein Gegenüber Dario Srna lief im ersten Match über 120 Minuten nur um 63 Meter weniger.

                                                      

Bis zu 1,071 Millionen Zuschauer (zweite Hälfte) haben am Freitagabend das Viertelfinal-Spiel zwischen Kroatien und der Türkei im ORF angesehen. Im Schnitt waren 962.000 Fußballfans bei der zweiten Hälfte via ORF 1 dabei. Das Spiel erreichte dabei 47 Prozent KaSat- und 48 Prozent nationalen Marktanteil. Das dramatische Elfmeterschießen sahen um 23.20 Uhr bis zu 1,061 Millionen Fußballfans (57 Prozent KaSat-, 58 Prozent nationaler Marktanteil).